Kerri Walsh Jennings sagt ihre WM-Teilnahme ab

Weltmeisterschaften 2017

Es gibt eine neue Gegnerin in der WM-Gruppe A mit Victoria Bieneck und Isabel Schneider: Aufgrund einer Schulterverletzung muss Kerri Walsh Jennings auf einen Start in Wien verzichten.

Das Leid mit der Schulter

Im Laufe ihrer Karriere hatte sie schon häufiger gezwickt und auch nun macht sie Probleme: Die rechte Schulter ist die Achillesferse der dreifachen Olympiasiegerin und Weltmeisterin. Sie hatte sie sich im Halbfinale des 4-Sterne-Turniers in Olsztyn/Polen beim Stand von 14:14 im entscheidenden Satz ausgekugelt – und spielte nach einer kurzen Behandlungspause trotzdem weiter. Das Halbfinale ging dennoch verloren, zum Spiel um Platz drei traten die beiden US-Amerikanerinnen nicht mehr an. Nun steht fest, dass die Verletzung für eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft zu schwer ist.

Walsh Jennings beeindruckt trotz der Zwangspause beim Saison-Highlight in den sozialen Medien mit ihrer positiven Lebenseinstellung.

 

Emily Day springt für Walsh Jennings ein

In Wien wird Nicole Branagh mit der 29-jährigen Emily Day an den Start gehen. Beide Spielerinnen verfügen über viel internationale Erfahrung: Für Branagh ist es bereits die vierte Weltmeisterschaft, 2007 und 2009 erzielte sie ihre besten Platzierungen (5. Platz). Für ihre neue Spiel-Partnerin wird die WM in Wien ihre dritte sein, wobei zwei 17te Plätze ihre besten Platzierungen beim Treffen der weltbesten Teams waren.

 

„In erster Linie tut es uns für Kerri leid..."

Von der Verletzung und dem damit einhergehenden Wechsel sind auch zwei deutsche Spielerinnen betroffen: Victoria Bieneck und Isabel Schneider sollten in der Gruppenphase neben Larissa/Talita (BRA), Strauss T./Holzer auch auf Walsh Jennings und Branagh treffen. Nun wird ihnen bei ihrem WM-Eröffnungsspiel am kommenden Samstag um 12 Uhr mit Emily Day und Nicole Branagh eine neue Paarung gegenüberstehen.

„In erster Linie tut es uns für Kerri leid, da können wir nur gute Besserung wünschen. So kurz vor einem Höhepunkt wie der Weltmeisterschaft ist eine Verletzung natürlich nochmal doppelt ärgerlich", so Isabel Schneider. "Emily Day ist für uns aber keine Unbekannte, wir haben in Fort Lauderdale schon gegen sie gespielt – und verloren."

Für die Vorbereitungen auf das erste Gruppenspiel ändert sich laut Schneider aber erstmal wenig: „Wir haben erst am Montag davon erfahren, aber unsere Trainer haben sicherlich schon darauf reagiert. Wir werden uns normal fokussieren, egal welcher Gegner auf uns wartet“.

Spannend ist die Frage, wie leistungsstark das amerikanische Interimsduo sein wird. „Das ist ganz schwer einzuschätzen. Einerseits wissen wir ja selber, dass man sich als Team erst einmal finden und an der Abstimmung arbeiten muss. Andererseits haben die beiden natürlich nichts zu verlieren und können frei aufspielen", erklärt Isabel Schneider. Und zieht den logischen Schluss: "In erster Linie sollten wir uns aber auf uns selber konzentrieren!“

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