Laboureur/Sude schreiben Geschichte in Poreč

Poreč Major

Was für ein Turnier von Chantal Laboureur und Julia Sude! Aus der Qualifikation spielte sich das Duo bis ins Finale und holte dort souverän in zwei Sätzen Gold gegen die Kanadierinnen Bansley/Pavan. Der Erfolg unterstreicht die Stärke der deutschen Frauen.

Laboureur/Sude sensationell!

Als "Youngsters" und "Quali-Team" wurden Chantal Laboureur, 26, und Julia Sude, 28, im Finale von den Kommentatoren bezeichnet. Klar haben Laboureur/Sude in Poreč eine Sensation vollbracht. Aus der Qualifikation spielten sie sich bis ganz nach oben. Bei aller Begeisterung, Bewunderung und Emotionalität sagen wir, solch ein Erfolg war nur eine Frage der Zeit. Laboureur/Sude arbeiten seit Jahren akribisch an ihrem Erfolg, ihrer Entwicklung, kämpften in Eigenregie um die Olympiaqualifikation und saßen den Nationalduos Holtwick/Semmler und Borger/Büthe im Nacken (beach-volleyball.de berichtete).

Sie setzten deutliche Zeichen mit ihren Silbermedaillen beim FIVB Open in Fuzhou 2015 und 2016. Nun belohnten sie sich so eindrucksvoll für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Liebe zum Beach-Volleyball. Sie gewinnen zum ersten Mal ein FIVB-Turnier und dann gleich eines der höchsten Kategorie – das Major. Es ist der größte Erfolg für das Duo, so wird "die Trophäe einen besonderen Platz im Haus bekommen" sagt Julia Sude.

"Ich glaube, alle waren ziemlich kaputt, man brauchte einen klaren Geist hier im Finale", sagte Chantal Laboureur nach dem 21:19, 21:18 gegen die Vorjahresfinalistinnen Heather Bansley/Sarah Pavan aus Kanada, "und wir konnten uns wieder auf unsere Taktik fokussieren." Und diese Taktik ging gut auf. Julia Sude hatte die Kanadierinnen im Block am Netz gut im Griff, aber sie wusste sich auch aus dem Block ganz spät zu lösen, um die Shots dankbar anzunehmen und die Punktchance zu verwandeln. Chantal Laboureur flog kraftvoll und dynamisch in der Abwehr übers Feld. Dass sie jede Menge Spaß am Spielen hatte, war ihr deutlich im Gesicht und an ihrer gesamten Körpersprache anzusehen. Es sah von Außen sehr einfach und leicht aus. "Ich kann mich an keinen Ballwechsel erinnern, es war wie ein Schleier vor meinen Augen, so fokussiert war ich. Dieser Sieg ist einfach passiert. Ich bin sprachlos", so Laboureur.

Laboureur/Sude haben in Poreč nicht nur einen wichtigen Meilenstein in ihrer eigenen Teamgeschichte gesetzt. Sie bewiesen mit ihrem Erfolg auch die Qualität der deutschen Frauenteams. Drei Teams aus Deutschland standen im Halbfinale, was die Dominanz der deutschen Frauen unterstrich. Zudem konnten Laboureur/Sude als viertes Team in Deutschland hinter Ludwig/Walkenhorst, Borger/Büthe und Holtwick/Semmler sich auf internationalem Niveau ganz nach oben spielen.

Das zweite Edelmetall holten Karla Borger und Britta Büthe. Sie setzten sich in einem umkämpften Match im kleinen Finale gegen ihre Landsfrauen Laura Ludwig/Kira Walkenhorst 21:19, 21:23, 15:11 durch. Karla Borger avancierte zum Star des Spiels mit ihren spektakulären Abwehraktionen und harten Angriffen mit Links.

Für das anstehende Major in Gstaad zählt das alles jedoch wieder nicht viel. Laboureur/Sude müssen wieder ganz von vorn anfangen – am Dienstag müssen sie wieder in die Quali.

Alle Infos zum FIVB Major Poreč

    beach-volleyball.de Partner

    • Mikasa
    • Schauinsland Reisen
    • Techniker Beach Tour
    • Die Techniker
    • Website WM