Laboureur/Sude stehen im Halbfinale in Xiamen

FIVB Open Xiamen - Halbfinale

Mit fünf Duos ging schwarz-rot-gold in den Samstag beim FIVB Open in Xiamen - in Laboureur/Sude hat es ein deutsches Team ins Halbfinale geschafft. Jetzt spielen sie zum ersten Mal in der noch jungen Saison um die Medaillen auf der Weltserie.

Abflug mit Beinfreiheit

Schon beim Abflug war Chantal Laboureur glücklich: Die Abwehrspielerin hatte für den Langstreckenflug ab Frankfurt am Main in Richtung China eine komplette Sitzreihe für sich, das war ihr sogar einen Facebook-Post wert. Das war am vergangenen Sonntag; sechs Tage, fünf Spiele und fünf Siege später steht sie mit ihrer Partnerin Julia Sude im Halbfinale des FIVB Open in Xiamen. Dort trifft das Duo in der Nacht zum Sonntag um 4:30 Uhr deutscher Zeit auf die Schweizerinnen Isabelle Forrer und Anouk Vergé-Dépré (im Livestream auf beach-volleyball.de).

Dann können sie sich für ihre konstant guten Ergebnisse belohnen, nach bisher zwei neunten Plätzen (Maceio Open, Rio Grand Slam) und zuletzt einem fünften Platz beim Vitoria Open spielen sie zum ersten Mal in dieser Saison um eine Medaille auf der Weltserie. „Natürlich wollen wir morgen das Halbfinale rocken, wir wollen die Revanche von Rio Grand Slam“, so Laboureur. Dort unterlagen sie den Schweizerinnen noch mit 0:2. Beide Teams sind im Turnierverlauf noch ungeschlagen, Laboureur/Sude verdienten sich den Halbfinaleinzug mit einem souveränen Sieg im Viertelfinale, gewannen 21:17 und 21:12 gegen Humana-Paredes/Pischke aus Kanada.


"Die Mädels haben erkannt, dass Platz fünf doch nicht so cool ist"

„Wir haben am Anfang noch kurz gebraucht, um uns an den Wind zu gewöhnen, der bei der Erwärmung noch nicht da war. Dann hatten wir das Spiel aber im Griff und sind happy, dass wir noch im Turnier sind“, so Laboureur weiter. Ihre Gegnerinnen am Sonntag kickten zuvor Katrin Holtwick und Ilka Semmler aus dem Turnier. Bei dem Nationalteam und ihrem Trainer Tilo Backhaus war die Stimmung nach dem 1:2 (18:21, 21:18, 13:15) mit Platz fünf dennoch nicht schlecht: „Ich bin insgesamt sehr zufrieden. Wir hatten fünf Spiele, von denen wir vier wirklich sehr gut gespielt haben. Gegen die Schweizerinnen haben wir auch sehr gut gespielt und ganz knapp verloren. Unser Minimalziel war Platz fünf. Jetzt haben die Mädels erkannt, dass Platz fünf doch nicht so cool ist – und wir haben das Ziel für Fuzhou gleich nach oben gesetzt.“

Das zweite Nationalteam Karla Borger/Britta Büthe unterlag ebenfalls im Tiebreak den Österreicherinnen Schwaiger/Hansel (30-32, 21-17, 11-15). Karla Borger war nach dem Spiel „nicht zufrieden“, weil ihr Team insgesamt zu viele Fehler gemacht habe. „Da geht mehr. Das Positive ist, wir sind trotzdem Fünfter und haben noch Luft nach oben.“ Wie Holtwick/Semmler geht es für das Team etwas weiter nördlich, wo in der kommenden Woche mit dem Turnier in Fuzhou ein weiteres FIVB Open ansteht. Erstmal geht es aber in Xiamen weiter, wo sich im zweiten Halbfinale die US-Amerikanerinnen Ross/Walsh und Schwaiger/Hansel gegenüberstehen.

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