Laboureur/Sude werden Nationalteam

Nationalteams

Erstmals in ihrer Karriere erhalten Chantal Laboureur und Julia Sude vom Verband den Status als Nationalteam. Was das für sie und Karla Borger/Margareta Kozuch bedeutet.

Längst überfällige Entscheidung

Chantal Laboureur und Julia Sude wurden erstmals zum Beach-Volleyball-Nationalteam ernannt. Das gab der Deutsche Volleyball-Verband am Vormittag in einer Mitteilung bekannt. Mit diesem Status wird das Duo schon das laufende World-Tour-Turnier in Olsztyn bestreiten. „Julia und Chantal gehören seit Jahren zu den besten deutschen Teams. Sportlich haben sie sich den Nationalteamstatus redlich verdient“, sagt DVV-Vize-Präsident Beach, Dr. Andreas Künkler.

Es ist auf dem Papier eine längst überfällige Entscheidung, zumal Laboureur/Sude schon auf Rang vier der Weltrangliste standen, als der DVV sich für die Nominierung für diese Saison entschied. Mittlerweile ist das Duo auch durch den Sieg beim Gstaad Major nochmal zwei Plätze höher geklettert.


Kooperation mit dem Hamburger Stützpunkt

 „Wir sind sehr froh über diese Entscheidung. Wir hoffen, dass dies der Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und eine gemeinsame, stabile Zukunft ist. Auf jeden Fall werden wir mit großer Freude die schwarz-rot-goldenen Farben bei der WM in Wien präsentieren“, heißt es aus dem Team Laboureur/Sude.

Doch wie die Zusammenarbeit genau aussehen wird, ist in den kommenden Wochen Gegenstand weiterer Gespräche. „Es war uns ein wichtiges Anliegen, dass man das gemeinsame Ziel noch vor dem Beginn der Weltmeisterschaft erreicht hat, welches eine Kooperation mit dem zentralen Stützpunkt in Hamburg vorsieht“, sagt DVV-Sprecher Lars Gäbler.

Demnach soll es gemeinsame Trainingseinheiten an dem zentralen Stützpunkt geben, man darf aber davon ausgehen, dass das Duo nicht nach Hamburg umziehen wird. Und Laboureur/Sude damit ähnliche Bedingungen wie Laura Ludwig und Kira Walkenhorst zugestanden werden, denen eine sogenannte „Insellösung“ genehmigt wurde.


Was das für Borger/Kozuch bedeutet

Den Olympiasiegerinnen bringt der Nationalteam-Status unter anderem einen Reisekostenzuschuss für die vielen internationalen Auftritte. Und auf den Turnieren vor Ort die Möglichkeit, die vom DVV gestellten Physiotherapeuten und Scouts zu nutzen. Diese Ressourcen durften Laboureur/Sude erstmals in dieser Saison in Gstaad nutzen, mit bekanntem Ergebnis – zumindest mit dieser ergänzenden Betreuung dürfe das Team für die restliche Saison ebenfalls rechnen.

Und ihnen bleibt das Ärgernis von Karla Borger und Margareta Kozuch erspart, die ebenfalls mit ähnlichen Problemen mit dem Verband kämpfen: Borger und Kozuch wurde mehrfach der Zugang zu internationalen Turnieren verwehrt. Was die Nominierung eines sechsten DVV-Nationalteams für die WM-Teilnehmerinnen Borger/Kozuch bedeutet, dazu sagt Künkler: „Die Nominierung zum Nationalteam von Laboureur/Sude hat keinen Einfluss auf den gegenwärtigen Prozess mit Borger/Kozuch. Dieser wird unabhängig davon und konstruktiv weitergeführt.“ In der Vorwoche gab es erste Annäherungen, das Duo trainierte erstmals am Hamburger Stützpunkt.


Die Nationalteams im Überblick

Folgende Teams haben einen Nationalteam-Status: Laura Ludwig/Kira Walkenhorst, Chantal Laboureur/Julia Sude, Victoria Bieneck/Isabel Schneider, Markus Böckermann/Lars Flüggen, Armin Dollinger/Jonathan Erdmann und Tim Holler/Clemens Wickler.

Die Teams Nadja Glenzke/Julia Großner und Max Betzien/Nils Ehlers firmieren als Anschluss-Teams. Bis auf Ludwig/Walkenhorst und Laboureur/Sude sind alle Teams am zentralen Beach-Stützpunkt in Hamburg angesiedelt und trainieren unter den Chef-Bundestrainern Imornefe Bowes (Frauen) und Martin Olejnak (Männer).

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