Laboureur/Sude werden WM-Fünfte

Beach-WM Wien 28.07.2017 - 06.08.2017

Sie waren als Weltranglisten-Zweite und Major-Siegerinnen nach Wien gereist, am Ende steht immerhin das bisher beste Karriere-Ergebnis des Duos: Chantal Laboureur und Julia Sude scheiden im WM-Viertelfinale gegen Kanada aus und werden Fünfte.

Platz fünf und die Gewissheit, zu den besten Teams der Welt zu gehören

„Wenn man zu so einem Turnier fährt, will man natürlich immer gewinnen“, gab der brasilianische Trainer des Duos, Vento, nach der Niederlage seines Teams zu. Sein Duo war bisher ohne Satzverlust bis ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft marschiert – konnten aber auch den ganz großen Namen aus dem Weg gehen.

In der Runde der letzten Acht hat es dann aber nicht zu mehr gereicht: Laboureur/Sude verloren gegen die Kanadierinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Parades deutlich in zwei Sätzen (15:21, 16:21) und beenden die Weltmeisterschaft in Wien mit Rang fünf, wofür es immerhin noch 18.000 US-Dollar Trost-Preisgeld gibt. Und die Gewissheit, dass WM-Platz fünf der bisher größter Erfolg der gemeinsamen Laboureur/Sude-Karriere ist.


Starker Gegner

Die Kanadierinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Parades erwiesen sich im Viertelfinale als der erwartet harte Brocken: Sie spielen erst seit dieser Saison zusammen, überraschten nach kleineren Startschwierigkeiten aber mit einer überragenden Spielzeit. So gewannen sie unter anderem das Major in Porec, wurden Zweite in Olsztyn und Dritte in Gstaad.

Dass diese Erfolge keine Eintagsfliege waren, bewiesen sie von Beginn an: Die Kombination aus dem Block der 1,96 Meter großen Pavan und der um 21 Zentimeter kleineren und umso flinkeren Abwehrspielerin Humana-Parades machte es den beiden Deutschen ganz schwer, den Ball in den Sand zu bringen. Zu oft gelang es Humana-Parades die Bälle zu erlaufen, zu oft hatte Pavan doch noch eine Hand am Ball, wenn sie zum Block hochstieg.


Vergebliche Aufholjagd

Zwar kämpften sich die Weltranglisten-Zweiten nach dem Fehlstart noch einmal auf 7:8 heran, danach mussten sie aber wieder abreißen lassen. Eine Auszeit brachte noch einmal kurze Besserung, danach setzte sich das kanadische Duo aber wieder ab und gewann schließlich den ersten Satz mit 21:15.

Ähnlich ging es auch im zweiten Satz weiter: Die Kanadierinnen gingen schnell mit 4:8 in Führung, die Aufholjagd stoppte Pavan dann aber jäh mit einem Block. Auch im Anschluss gelang es Laboureur/Sude immer wieder den Abstand zu verkürzen, verpassten aber den Ausgleich. Über verpasste Gelegenheiten ärgerte sich auch Julia Sude in der Mixed Zone.


Nach der WM folgt die EM, bei der mit Laboureur/Sude zu rechnen ist

„Die Kanadierinnen haben heute extrem stark gespielt, aber wir hatten heute auch nicht unseren besten Tag. Es hat fast nichts geklappt, die Niederlage ist absolut verdient“. Trotzdem glaubt sie, die Enttäuschung relativ schnell verdauen zu können. „Wir haben uns sehr viel Druck gemacht, hatten hohe Erwartungen an uns selbst. Aber am Anfang haben wir überhaupt nicht damit gerechnet, überhaupt so weit zu kommen. In zwei-drei Tagen werden wir unheimlich stolz sein können“, so Sude.

Und ihr Trainer Vento blickt schon wieder nach vorne: „Wir fahren jetzt nach Hause und werden versuchen, uns so schnell wie möglich zu regenerieren. Dann geht auch schon die Vorbereitung auf die nächsten Höhepunkte los.“ In knapp zwei Wochen beginnt im lettischen Jurmala die Europameisterschaft, wo Chantal Laboureur und Julia Sude als Weltmeisterschafts-Fünfte zum Favoritenkreis zählen - zumal sie neben Ludwig/Walkenhorst das einzige europäische Team im Viertelfinale der WM waren.

Alle Infos zur WM 2017 gibt es hier

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