Ludwig/Walkenhorst sind Olympiasiegerinnen

Olympische Spiele - Finale

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst sind Olympiasieger im Beach-Volleyball. Auch im Finale der Olympischen Spiele spielte das Duo auf Weltklasse-Niveau, besiegte das brasilianische Duo Agatha/Barbara mit 2:0 und holte wie schon 2012 Brink/Reckermann eine Goldmedaille für Deutschland.

Auch das Finale dominiert

Aus. Der letzte Ball war im Aus, Laura Ludwig schrie dem Aufschlag noch hinterher, so als wollte sie auch wirklich sicher gehen. Jahrelange harte Arbeit und viel Schweiß haben Laura Ludwig (30) und Kira Walkenhorst (25) mit dem besten veredelt, was man gewinnen kann: olympisches Gold. Das Beach-Volleyball Duo aus Hamburg gewann am Donnerstagmorgen deutscher Zeit das Endspiel der Olympischen Spiele 2016 in Rio mit 2:0 (21:18, 21:14) gegen Agatha/Barbara aus Brasilien und damit die erste Medaille für ein europäisches Frauenteam überhaupt. "Je mehr Druck wir hatten, umso besser haben wir gespielt", sagte Walkenhorst nach dem Spiel gegenüber dem ZDF, das die Partie live im Fernsehen übertragen hatte.

Vor drei Jahren hat sich das Duo zusammengetan, mit dem großen Ziel, Gold bei den Olympischen Spielen zu gewinnen. Es war ein großer Plan, der einfach aufging. Vier Stunden dauerte das erste Gespräch zwischen Ludwig, Walkenhorst und ihrem potentiellem neuen Trainer Jürgen Wagner in dessen Haus in Moers. Und Wagner war sich sicher, dass es das letzte gewesen sein würde. Doch die ehrgeizige Ludwig und die mit den besten Voraussetzungen ausgestattete Walkenhorst nahmen dessen Philosophie an - und was das bedeutete, war im olympischen Finale zu beobachten. Windstille hatte sich Wagner im Vorfeld der vorherigen Partien immer gewünscht, weil der Aufschlag dann einen noch größeren Unterschied machen würde. Doch es kam anders.


In Aufschlag, Block und Abwehr: Weltklasse

Mit dem ersten Satz des olympischen Finals kam auch der Wind auf, den die Deutschen aber vor allem im Aufschlag richtig gut zu nutzen wussten. Walkenhorst schickte ihr Team mit einem Angriffshammer in die technische Auszeit (11:10) und packte ein Ass in die Mitte hinterher. Beim 15:13 hatten Ludwig und Walkenhorst eine erste bessere Ausgangsposition, mit zwei Breaks bauten sie die Führung sogar aus (18:14). Beim 20:17 gab es den ersten Satzball, den Walkenhorst noch mit einem Aufschlagfehler selbst vergab, doch gleich beim zweiten Versuch spielten sie ihre ganze Klasse aus: Ludwig nahm an, Walkenhorst spielte trotz der schwierigen Bedingungen im oberen Zuspiel über Kopf zu, die Abwehrspielerin versenkte den Ball sicher zum Satzgewinn (21:18).

Im zweiten Durchgang machten sie einfach so weiter, mit 5:1 führten die Deutschen bereits, als Brasilien die erste Auszeit nahm. Walkenhorst machte mit dem Punkt zum 6:1 ihren dritten Block im zweiten Satz. Mitte des Durchgangs bekam Walkenhorst Probleme mit der Annahme, Brasilien kam bis auf drei Punkte heran (15:12). Doch das war es auch, mit dem Ass von Ludwig zum 18:13 war die Vorentscheidung perfekt. „Ich freue mich sehr, was die Mädchen umgesetzt haben, dass sie diese vier Jahre Arbeit mit immer mehr Elementen so auf den Punkt gebracht haben“, sagte Wagner nach dem Spiel. Sein Duo spielte ein überragendes Turnier, überzeugte in allen Elementen. Ob es Zweifel gegeben hatte, wurde Kira Walkenhorst nach dem Spiel gefragt. "Nein, nicht in diesem Spiel", antwortete die 1,84 Meter große Athletin.


Ein bewegendes Projekt

Nein, in diesem Spiel nicht. Denn was das Team dort lieferte, war Weltklasse. Doch natürlich hat auch Walkenhorst im Verlauf der Jahre gezweifelt, gerade weil das Projekt Ludwig/Walkenhorst eine sehr bewegende Geschichte mit vielen Auf und Abs zu erzählen hat. Welche das ist, könnt ihr hier in unserer Chronik nachlesen.

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