Maceio Open geht ohne deutsche Teams weiter

FIVB Open Maceio

Drei deutsche Teams hatten es ins Viertelfinale des FIVB Open in Maceio geschafft, keines der drei Teams kam darüber hinaus: Mit jeweils einer 0:2-Niederlage ist das Turnier für Ludwig/Walkenhorst, Borger/Büthe und Holtwick/Semmler mit Platz fünf beendet.

Drei Teams, drei Chancen

Die deutschen Beach-Volleyball Fans hatten genug Gründe, das FIVB Open im brasilianischen Maceio gespannt zu verfolgen, die drei weiblichen Nationalteams hatten es allesamt ins Viertelfinale geschafft. Doch nachdem die Runde ausgespielt war, dürfte die Freude darüber leichter Ernüchterung gewichen sein, denn keines der Teams spielte sich ins Halbfinale – ihnen bleibt aber trotzdem ein guter fünfter Platz im ersten Auftritt der Saison.

Borger/Büthe hatten von den drei deutschen Frauenduos im Viertelfinale in den Argentinierinnen Gallay/Klug noch das nominell einfachste Los, aber auch die kürzeste Spielpause aller Teams (Borger: „War mir egal“) – fünfzehn Stunden nach dem überraschenden 2:1-Sieg im Flutlichtspiel am späten Freitagabend über die World Tour-Gesamtsiegerinnen von 2015, Larissa/Talita, standen sie wieder im Sand. Das mag ein Grund dafür sein, warum sie in der Mittagshitze am Samstag mit 0:2 (15:21, 22:24) unterlagen.

Jedenfalls wirkte das Duo aus Argentinien gerade in der Endphase von Satz zwei einen Tick frischer und schnappte sich den Halbfinalplatz. Borger/Büthe bleibt nach der langen Verletzungspause Borgers (ihre Bandscheiben-OP war im August vergangenen Jahres) trotzdem ein hervorragender fünfter Platz beim ersten Turnierstart der Saison. „Die Saison kann beginnen. Der Rücken hält und es hat Spaß gemacht wieder auf dem Feld zu stehen und alles zu genießen“, so Borger nach dem Ausscheiden.


„Zum Grand Slam in Rio sind wir noch ein paar Prozent besser"

In den Genuss eines Sieges kamen beim zweiten direkt im Anschluss folgenden Viertelfinalspiel nur die brasilianischen Fans, die auf dem Center Court einen Sieg der Weltmeisterinnen Agatha/Barbara über Holtwick/Semmler bejubelten. Deren Trainer Tilo Backhaus hatte vor dem Spiel die möglicherweise entscheidenden Faktoren schon vorhergesagt: „Wir müssen Aufschlag-Annahme gewinnen. Die beiden haben die besten Aufschläge, deshalb sind sie auch Weltmeister geworden.“ Und er sollte Recht behalten, denn mit einem Ass durch die Mitte beendeten die Brasilianerinnen die recht einseitige Partie zu ihren Gunsten (0:2; 14:21, 17:21).

Mit Platz fünf war er dennoch zufrieden: „Zum Grand Slam in Rio sind wir noch ein paar Prozent besser, ich freue mich auf die Trainingswoche“, so Backhaus, der sein Team von Deutschland aus über Mails, Sprachnachrichten und FaceTime mit Informationen fütterte. Nach übertstandener Krankheit fliegt er am Montag nach Brasilien hinterher, um Holtwick/Semmler auf das nächste Turnier in Rio vorzubereiten – was dem Duo demnach noch bessere Voraussetzungen schaffen dürfte.

Beste Voraussetzungen hatten auch Ludwig/Walkenhorst, die ungeschlagen ins Viertelfinale eingezogen waren. Doch in der Partie gegen Meppelink/van Iersel blieben auch sie beim 0:2 (26:28, 16:21) ohne weiteren Sieg. Die Niederländerinnen sind im Übrigen das einzige Duo in allen Halbfinalspielen, das aus Europa kommt: Bei den Frauen spielen neben den Argentinierinnen noch zwei brasilianische Teams (Duda/Elize Maia neben Agatha/Barbara), bei den Männern in Evandro/Pedro, Álvaro Filho/Vitor Felipe und Guto/Saymon sogar drei. Nur Dalhausser/Lucena können einen dreifach-Triumph der Gastgeber noch verhindern. Alle weiteren Spiele des Turniers können im Livestream verfolgt werden.

Die drei weiblichen deutschen Nationalteams bleiben in Brasilien, um beim anstehenden Grand Slam in Rio de Janeiro die nächsten Punkte einzufahren.

 ->Alles zum Open in Maceio findet ihr hier.

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