Mal mit, mal ohne Zuschauer: Andere Länder, andere Sitten

International

Nicht nur in Deutschland, auch in anderen Nationen gibt es kreative Ideen: Die Weltranglisten-Ersten Anders Mol und Christian Sorum veranstalten Beach-Camps, im EM-Austragungsort Lettland wird wieder gespielt und die World Tour kehrt zurück.

Slowenien

Nicht mehr lange, dann wird in Ljubljana Post-Corona-Geschichte geschrieben. Vom 30. Juli bis zum 2. August findet mit dem Ein-Sterne-Event der FIVB World Tour erstmals seit Ausbruch der Pandemie wieder ein internationales Turnier statt. Angeführt wird das Teilnehmerfeld von den Österreichern Clemens Doppler und Alexander Horst. Auch ein deutsches Duo ist gemeldet: Simon Pfretzschner und Rudy Schneider werden am Donnerstag in Ljubljana in der Qualifikationsrunde starten. Pfretzschner hatte am Sonntag mit Milan Sievers in Düsseldorf bei der „Road To Timmendorfer Strand” sein erstes DM-Ticket gebucht, Schneider war mit Moritz Klein in der Vorrunde ausgeschieden.

Lettland

Vom 16. bis zum 20. September wird der Strand von Jurmala zum Stelldichein der besten europäischen Beach-Volleyballer. An der Ostseeküste findet die Europameisterschaft statt und bietet Europas Sandwühlern in diesem Jahr doch noch ein internationales Highlight. Bereits seit Anfang Juli wird in Lettland ohnehin wieder durch den Sand gehechtet, als die vierteilige Turnierserie ERGO Open gestartet wurde, die mit dem Finalturnier in Cesis vom 14. bis zum 16. August ihren Abschluss findet. Die Titel bei den ersten beiden Tourstopps in Ventspils und Jurmala – mit Zuschauern, ohne Mindestabstand und nur teilweise mit Mund-Nasen-Schutz – holten sich Anastasija Kravčenoka/Tīna Graudiņa und Aleksandrs Samoilovs/Jānis Šmēdiņš. Beim dritten Turnier in Saulkrasti besiegten Martin Plavins/Edgars Tocs die Seriensieger Samoilovs/Šmēdiņš im Finale.

Russland

Russland zählt zu den Ländern, die das Corona-Virus besonders schwer getroffen hat. Kein Wunder also, dass der Sportbetrieb – wenn überhaupt – nur sehr vorsichtig wieder aufgenommen wird. Während in der Halle alle Maßnahmen für die Nationalmannschaft gestrichen wurden, bekommen die Beach-Volleyballer zumindest ein kleines Programm. Sechs Turniere der russischen Tour, die zwischen Mai und Anfang August stattfinden sollten, wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Dafür wurde Mitte Juli in Moskau erstmals wieder gespielt. Am Start war das „Who is Who” des russischen Beach-Volleyballs, unter anderem Weltmeister Oleg Stoyanovski, der nicht mit seinem regulären Partner Viacheslav Krasilnikov, sondern mit Aleksandr Kramarenko spielte, die EM-Zweiten von 2019, Konstantin Semenov/Ilya Leshukov, sowie Alexandra Moiseeva/Ekaterina Syrtseva, Mariia Bocharova/Maria Voronina und Nadezda Makroguzova/Daria Rudykh.

Die Rahmenbedingungen allerdings wirkten äußerst skurril. Akribisch wurden beispielsweise Netze und Bälle desinfiziert. Bei der offiziellen Pressekonferenz saßen die Protagonisten jedoch dicht an dicht beisammen – natürlich ohne Mund-Nasen-Schutz. Den Sieg sicherten sich Konstantin Semenov/Ilya Leshukov und Mariia Bocharova/Maria Voronina.

Bestätigt ist bislang ein weiteres Turnier der russischen Tour vom 13. bis zum 16. August in Kasan. Ob die Wettbewerbe Ende August in Obninsk und Lipetsk stattfinden, ist noch offen. Die Russische Meisterschaft ist vom 2. bis zum 6. September in Sotschi geplant.

Norwegen

Beach-Volleyball-Turniere finden in Norwegen seit Anfang Juni wieder statt. Das allerdings nur im Nachwuchsbereich sowie auf Amateurniveau und sind damit nichts für die bekanntesten und besten Spieler des Landes um die Mol-Familie und Christian Sorum. Die Weltranglisten-Ersten Anders Mol und Christian Sorum wiederum nutzten die gewonnene Zeit, um ihr Heimatland zu erkunden. Auf ihren Social-Media-Kanälen lassen sie die Fans mit aufsehenerregenden Fotos und Videos daran teilhaben. Beach-Volleyball kommt dabei nicht zu kurz. Die Beachvolley Vikings bieten Camps an, in denen Norwegens Nachwuchs mit den Stars trainieren und von ihnen lernen kann.

Portugal

Verglichen mit anderen Nationen kommt Portugal sehr glimpflich durch die Corona-Krise. Trotzdem ist das Land eines der letzten, das Beach-Volleyball im Wettkampfmodus wieder aufnimmt. Erst am 17. Juli fiel in Cortegaça der Startschuss zur nationalen Tour. Dieses ist überhaupt nur möglich, weil Beach-Volleyball als Individual-Sportart angesehen wird, erklärten die Verantwortlichen. Es folgen noch Turniere in Oeiras, Figueira da Foz, Portimão und das Finale vom 14. bis zum 16. August in Porto.

Türkei

Auch der Beach-Volleyball-Nachwuchs darf in diesem Jahr noch seine Europameister küren. Als Austragungsort für die U18- und U22-Titelkämpfe vom 16. bis zum 20. September und 23. bis zum 27. September wählte die CEV die türkische Metropole Izmir aus. Erwartet werden dabei – ungeachtet etwaiger Reisewarnungen – 256 Athleten in 128 Teams aus 35 Nationen.

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