Man sieht ihnen ihr Alter gar nicht an

FIVB Open Mexiko - K.-o.-Runde

Die Zwillinge Bennet und David Poniewaz werden oft für älter gehalten, als sie wirklich sind. Beim FIVB Open in Mexiko können sie den Sprung ins Halbfinale schaffen, bei einem Scheitern im Viertelfinale wäre Platz fünf trotzdem ein Erfolg. Auch, weil die 22-Jährigen ihre Karriere noch vor sich haben.

Gewaltiger Alters- und Erfahrungsunterschied

Als John Hyden mit der Hallen-Volleyball Auswahl der USA bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta spielte, waren die Zwillinge Bennet und David Poniewaz gerade drei Jahre alt - zusammengerechnet sind sie heute nur ein Jahr älter als Hyden, der vor drei Tagen beim FIVB Open in Mexiko seinen 43. Geburtstag feierte. Dort treffen die eben genannten aufeinander, wenn die deutschen Zwillinge Hyden und seinen Partner Tri Bourne im Viertelfinale des Turniers herausfordern (18.00 Uhr, deutscher Zeit).

Dieser gewaltige Alters- und Erfahrungsunterschied  sagt einiges über den erfahrenen US-Profi aus, der nach seinem Wechsel in den Sand seit 2001 immer noch auf Topniveau Beach-Volleyball spielt und auf Rang 15 der Weltrangliste geführt wird. Das zeigt aber auch, wie jung die Poniewaz-Brüder mit ihren 22 Jahren noch sind. „Das wird oft vergessen, wenn man über die beiden spricht“, sagt Daniel Krug, „sie sehen halt nicht aus wie Milchbubis, sind sehr athletisch und werden von daher oft älter gemacht, als sie wirklich sind.“ Krug, 32, ist Trainer am Olympiastützpunkt in Kiel, seit dreieinhalb Jahren betreut er das Duo nun schon.


Extremer Ehrgeiz

Sein Team sei schon mit einem guten Gefühl nach Mexiko geflogen, dass es jetzt sogar im Viertelfinale steht, hat ihn aber doch überrascht. „Vielleicht sind sie noch ein bisschen mehr motiviert, weil es ihr letztes Turnier für diese Saison ist und sie danach Urlaub machen können“, vermutet Krug. Wobei es den Brüder Poniewaz eher selten an der Motivation hapert, im Gegenteil. Sie gelten als extrem ehrgeizig. Manchmal hat man als Beobachter sogar das Gefühl, dass sie sich wegen ihres Ehrgeizes selbst im Wege stehen. Dann verlieren sie Spiele, weil sie die hohen Erwartungen, die sie an sich selbst haben, nicht erfüllen können.

Wenn es aber gut läuft, wie jetzt in Mexiko, puschen sie sich mit ihrer emotional mitreißenden Art und sind zu außergewöhnlichen Leistungen fähig. Diese Eigenschaft ist es auch, die Krug daran glauben lässt, dass das Team noch Entwicklungschancen hat. „Sie haben den Willen, sich stetig weiterzuentwickeln“, sagt er. Dass die Brüder jetzt in Puerto Vallarta Rang fünf sicher haben, sieht Krug als Bestätigung: „Man kann schon sagen, dass sie sich auf der World Tour, zumindest auf den Open-Turnieren, reingespielt haben.“


Vier deutsche Teams noch dabei

Schon im Vorjahr gelang den Poniewaz-Zwillinge zwei fünfte Plätze bei den Open der World Tour in Parana und Doha, weiter hinauf ging es noch nie, das könnte jetzt in Puerto Vallarta gelingen. Wie es ist, um den Turniersieg zu spielen, wissen die Silbermedaillengewinner der Open in Rio und Xiamen, Markus Böckermann und Lars Flüggen, genau. Ebenfalls um 18.00 Uhr deutscher Zeit spielen sie gegen die an Eins gesetzten WM-Zeiten Nummerdor/Varenhorst aus Holland. Auch bei den Frauen sind in Laura Ludwig/Kira Walkenhorst und Chantal Laboureur/Julia Sude noch zwei Teams im Rennen und stehen im Achtelfinale.

Diese Teams haben sich auch erst reingespielt und sind jetzt auf der Weltserie etabliert. „Der Schritt zu den Grand Slams ist aber noch sehr groß“ weiß Krug. Die Brüder bilden auch im kommenden Jahr ein Team, nach dieser Saison wird Krug aber mit der sportlichen Entwicklung der Zwillinge weniger zu tun haben. Dann nämlich übernimmt Eric Koreng den großen Teil der Betreuung und soll neue Impulse setzen. Damit die Poniewaz-Brüder später einmal ähnliche Erfolge feiern, wie sie John Hyden schon erlebt hat.

> Alle weiteren Informationen zum Turnier gibt es hier


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