"Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist!"

Beach national

Anfang September stand sie noch auf dem Podest in Timmendorfer Strand, nun ist Schluss: Nach 13 Jahren im Beach-Volleyball beendet die 37-jährige Tatjana Zautys ihre Karriere. Ihre Partnerin Melanie Gernert hat dagegen noch nicht genug.

Karriere-Höhepunkt erst vor wenigen Wochen

Sie waren die Überraschung der letzten Deutschen Meisterschaften: Dem undankbaren vierten Platz im Vorjahr folgte in diesem Jahr ein sensationeller zweiter Platz. Nach Siegen über drei jeweils höher gesetzte Nationalduos kämpften sie sich bis ins Finale vor – in dem sie den neuen Deutschen Meisterinnen Julia Sude und Chantal Laboureur nur knapp unterlagen. Für Tatjana Zautys und Melanie Gernert war die Silbermedaille der Höhepunkt ihrer Karriere – den sie immer noch nicht so richtig fassen können.

„Es ist immer wieder schön, daran erinnert zu werden. Gerade wenn man Leute trifft, die man schon länger nicht mehr gesehen hat und einen darauf ansprechen. Ach ja, da war ja was“, sagt Gernert und lacht. Eine Wiederholung in der nächsten Saison wird nur mit einer anderen Partnerin an ihrer Seite möglich sein: Tatjana Zautys hat heute ihr Karriere-Ende bekannt gegeben.

Wie in einer Beziehung

Melanie Gernert zeigt vollstes Verständnis für Zautys´ Entscheidung: „Tati hat viel Zeit in die Turniere investiert, ihr Mann Markus und sie haben sich gemeinsame Wochenenden absolut verdient.“ Ihre freie Zeit am Wochenende will Gernert auch ohne Zautys weiterhin im Sand verbringen: Die Berlinerin wird in der nächsten Saison mit Elena Kiesling zusammenspielen – die allerdings wie auch Zautys momentan in Stuttgart lebt und gleichzeitig auch noch als Headcoach für das neuformierte Duo Armin Dollinger und Simon Kulzer fungieren wird. 

Gemeinsames Training wird es daher wohl selten geben: „Ich kenne das ja schon aus der Zeit mit Tati, da hat das auch funktioniert. Vielleicht ist es auch ganz gut, dass wir nicht gemeinsam trainieren und uns nicht jeden Tag sehen. Das ist wie in einer Beziehung, da kann das auch mal ganz guttun“, gibt sich Gernert aber ganz entspannt. Viel mehr als zwei bis drei Balleinheiten pro Woche werden sich trotz beruflicher Umorientierung bei der 30-jährigen Abwehrspielerin auch im nächsten Jahr ohnehin nicht ergeben. Dass das aber kein Hindernis für Erfolg im Beach-Volleyball sein muss, haben die letzten zwei Jahre wohl genug bewiesen.

Als Zuschauer zur Techniker Beach Tour

Spitzensport, spannende Ballwechsel und eine unglaubliche Stimmung – so kennt man Beach-Volleyball beispielsweise aus den TV-Übertragungen. Wer sich jetzt fragt, ob sich auch ein Besuch der nationalen Tour lohnt, dem liefern wir Antworten.

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