Mersmann/Tillmann gewinnen Heimspiel der Techniker Beach Tour in Münster

Techniker Beach Tour Münster 08.06. - 10.06.2018

Nacheinander besiegten Cinja Tillmann und Teresa Mersmann international erfahrene Duos und standen am Ende ganz oben auf dem Treppchen der Techniker Beach Tour in Münster. „Davon konnten wir vorher nicht ausgehen“, so Tillmann.

Stehende Ovationen von der heimischen Kulisse

Mit stehenden Ovationen und „USC Münster“-Sprechchören wurden die für den USC spielenden Cinja Tillmann und Teresa Mersmann nach dem Finaleinzug der Techniker Beach Tour in Münster gefeiert. Da ahnten aber wohl selbst die größten Anhänger des Duos noch nicht, dass sie nur wenige Stunden später einen noch viel größeren Coup landen würden.

Die an sechs gesetzten Münsteranerinnen gewannen im Anschluss auch noch das Endspiel des Turniers gegen die Nummer eins der Setzliste und die Nummer zwei der Welt, Chantal Laboureur und Julia Sude, in einem hochspannenden Match mit 2.1 (11:21, 19:21, 20:18). Die Goldmedaille und 2500 Euro Preisgeld gingen damit an ein Team, mit dem im Vorfeld die wenigsten gerechnet haben.

Nacheinander besiegte es die international erfahrenen Duos aus der Schweiz (die Weltranglistenelften Nina Betschart und Tanja Hüberli), der Slowakei (Natalia Dubovcova/Andrea Strbova und eben die Deutschen Laboureur/Sude. „Davon konnten wir vorher nicht ausgehen“, meinte Tillmann noch im Vorfeld des Endspiels, „wir sind überglücklich, dass wir hier schon so weit gekommen sind. Ich denke es liegt auch mit daran, dass wir uns hier so wohl fühlen. Das Publikum steht hier voll hinter uns.“

Wertvolle Erkenntnisse für Laboureur/Sude

Das unterlegene Nationalduo Laboureur/Sude hingegen hat nicht geschafft, was es sich vorgenommen hatte. „Wir wollten das Turnier gewinnen, dafür treten wir hier an“, meinte Laboureur, „das würde uns ein gutes Gefühl für die kommenden Wochen geben.“ Dennoch lieferte das Turnier in Münster dem Team wertvolle Spielpraxis und wichtige Erkenntnisse. Die Saisonvorbereitung gestaltete sich für Laboureur und Sude wie für alle international startenden Duos schwierig, zwischen den bisher gespielten größeren Turnieren der FIVB World Tour gab es lange Pausen, jetzt stehen nacheinander in Ostrava, Warschau und Espinho 4-Sterne-Turniere auf der Weltserie an.

„Da ist es gut, dass wir hier die deutsche Tour spielen können. Hier haben wir auch die Möglichkeit, Sahen umzusetzen und auszuprobieren, die wir im Training gemacht haben“, so Laboureur. Im Angriff wollen sie noch mehr Optionen haben, zudem haben sie geschaut, „wie die Gegner gegen uns spielen, um ihnen dann einen Schritt voraus zu sein“, wie Sude erklärt.

Polen gewinnt in Münster

Die internationale Erfahrung der Nummer zwei der Welt war wohl mit entscheidend für den Finaleinzug. Die brachten im Herren-Turnier auch die Polen Bartosz Losiak und Mariusz Prudel mit und gewannen das Endspiel gegen Paul Becker und Jonas Schröder mit 2:0 (21:17, 21:16). Das mit einer Wildcard ausgestattete Interimsduo (Losiaks Partner Piotr Kantor musste verletzt absagen) verlor im Turnierverlauf keines seiner Spiele.

Auch wenn Becker und Schröder im Endspiel unterlegen waren, ist die Silbermedaille in Münster ein Erfolg, und die kommt für Schröder überraschend: „Wir haben uns auch dieses Jahr wieder gesagt, wir müssen schauen, wie weit wir kommen. Wir haben erst drei Turniere zusammengespielt, und bei keinem waren wir bei 100 Prozent unserer Leistung.“ Das tief stapeln kennen die Gegner schon aus der vergangenen Saison, da hat es Becker/Schröder trotz der weggeschobenen Favoritenrolle in sieben Turnieren sechs Mal aufs Podium gespült.

Masterarbeit und Beach-Volleyball

Aber auch in diesem Jahr hatte das Duo alles andere als eine runde Vorbereitung. Schröder war im Winter für vier Monate bei einem Auslandssemester in Schanghai, kam erst Ende Dezember zurück. „Da habe ich vielleicht einmal Beach-Volleyball gespielt, sonst nur in der Halle“, so Schröder. Nach der Saison gibt der 27-Jährige seine Masterarbeit ab, nebenbei wollen er und Becker wieder die deutsche Tour aufmischen. Der zweite Platz in Münster hat gezeigt: Mit dem Duo ist in dieser Saison wieder zu rechnen.

Am kommenden Wochenende geht es für Paul Becker und Jonas Schröder gleich weiter mit dem nächsten Stopp der Techniker Beach Tour in Dresden, Teresa Mersmann und Cinja Tillmann spielen beim Weltserien-Turnier in Baden, Chantal Laboureur und Julia Sude hingegen machen eine Wettkampfpause, ehe sie ab dem 20. Juni beim 4-Sterne-Turnier der Weltserie im tschechischen Ostrava starten.

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