Mikro statt Ball: Frederike Fischer schlägt eine neue Richtung ein

Porträt Frederike Fischer

Nach acht Jahren steigt die gebürtige Berlinerin Frederike Fischer aus dem aktiven Beach-Volleyball aus. Rike hat sich neue, berufliche, Ziele gesetzt und will diese nun mit aller Konzentration angehen. „Hier sehe ich meine Zukunft“, sagt sie in einem Treffen mit beach-volleyball.de.

Aus dem Sport ins Berufsleben

Zunächst schaut Rike noch einmal auf die vergangene Saison zurück: „Die Saison 2010 ist für mich nicht so verlaufen, wie ich mir das gewünscht habe. In erster Linie waren es die ausbleibenden Erfolge, die mich zu dem Schritt bewegt haben, aus dem Leistungssport Beach-Volleyball auszusteigen.“ Sportlich hatte sie sich also mehr erhofft, schließlich war es mit Partnerin Julia Großner das dritte gemeinsame Jahr. „Es war mit Jule eine richtig schöne Zeit, ich war persönlich mit mir einfach nicht zufrieden“, so Rike rückblickend. Das Studium gab ihr gerade in dieser Zeit den Rückhalt, den sie sich vom Sport erhofft hatte. „Es war gut, dass ich etwas anderes gemacht habe. So habe ich erkannt, dass in dem Studium meine Zukunft liegt“, so Rike.

Und so blickt sie mit gutem Gefühl nach vorn. Aktuell studiert sie in Stuttgart angewandte Medienwirtschaft mit dem Schwerpunkt „Media Acting & Rhetorik“. „In diesem Winter habe ich zum ersten Mal den Sport zurückgestellt“, sagt Rike. Dadurch sei ihr die Erkenntnis gekommen, was sie eigentlich wirklich wolle. Sie würde gerne beides, Sport und Studium, intensiv betreiben, „zeitlich ist das aber einfach nicht machbar. Das, was ich hier in meinem Studium mache, ist einfach schön und macht total Spaß.“

Projekt Kehrwoche TV

Damit meint sie vor allem ihr aktuelles Uni-Projekt, das sie zusammen mit ihren Kommilitonen auf die Beine gestellt hat. Das Projekt nennt sich „Kehrwoche TV“. Die Sendung wird zweimal monatlich über das Internet ausgestrahlt. Mit viel Charme und Witz führen verschiedene Moderatoren durch die Sendung, die Inhalte sind verschieden. Hauptsächlich liegt der Fokus jedoch auf regionalen Themen. „Hier lernen wir viele wichtige praxisbezogene Sachen. Wir stehen nicht nur vor der Kamera oder schneiden die Beiträge. Jeder muss hier alles können, so bekommen wir einen guten Einblick in die vielen verschiedenen Bereiche einer solchen Produktion. Und dazu bieten wir dem Zuschauer eine nette Unterhaltung und viele interessante Beiträge“, erzählt Rike mit strahlendem Gesicht.

Ihren bisher umfangreichsten Beitrag hat sie von einem Beach-Volleyball-Turnier aus Indien mitgebracht. Im September spielte sie das FIVB Satellite Turnier zusammen mit Claudia Lehmann und erreichte mit ihrer Interims- Partnerin Platz 13. Schon einmal vor Ort, schnappte sich Rike ihre Kamera und erkundete die Region. „Anfangs wusste ich wirklich wenig über dieses riesige Land. Also habe ich mich dementsprechend informiert.“ Ob Ton, Filmschnitt oder Erzählen, alles hat Rike an ihrem Beitrag allein gemacht. Entstanden ist ein sehr interessanter und vielseitiger Kulturbeitrag, der die vielen verschiedenen Facetten des Lebens in Indien beleuchtet. Diesen Beitrag und damit auch einen Einblick in Rikes Arbeitswelt bekommt ihr hier.

Über die gesamte Gesprächsdauer macht sie einen sehr zufriedenen und glücklichen Eindruck, der keinen Zweifel daran lässt, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Schließlich verrät sie, dass sie ihren Traumberuf schon fest im Blick hat: „Wenn ich mein Studium abgeschlossen habe, möchte ich auf jeden Fall hinter dem Mikrofon stehen – allerdings als Radiomoderatorin.“

Frederike Fischer spielte insgesamt acht Jahre auf der höchsten deutschen Turnierserie. Sieben mal konnte sich die 25-jährige dabei für die deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand qualifizieren, ihre beste Platzierung erreichte sie mit Platz fünf im Jahr 2004 zusammen mit Sandra Piasecki. International kann die gebürtige Berlinerin auch einiges vorweisen. Unter anderem wurde sie 2007 U23-Europameisterin (mit Jana Köhler) und stand des Öfteren bei Challenger und Satellite Turnieren auf dem Treppchen (z.B. 2. Platz FIVB Satellite 2008 in Vaduz/LIE mit Julia Großner).

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