Nationalteams in Form? Die Zwischenbilanz bei den Herren

 

Jetzt, wo sich der Sommer in Deutschland eine kleine Pause nimmt, bleibt Zeit, die bisherigen Leistungen der deutschen Nationalduos mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer hat auf internationaler Ebene positiv überrascht, wer hat enttäuscht? beach-volleyball.de zieht eine Zwischenbilanz.

Zwei Drittel der Worldtour der diesjährigen Saison sind bereits gespielt und auf der CEV-Tour läuft derzeit das vorletzte Turnier dieser Spielzeit. Jetzt, wo sich der Sommer in Deutschland eine kleine Pause nimmt, bleibt Zeit, die bisherigen Leistungen der deutschen Nationalduos mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer hat auf internationaler Ebene positiv überrascht, wer hat enttäuscht? beach-volleyball.de zieht eine Zwischenbilanz.

 

An erster Stelle wollen wir uns den Leistungen der deutschen Herren-Nationalteams widmen. Vor der Saison waren die Partnerwechsel das große Thema der Szene gewesen, nun zeigt sich langsam, wer mit wem besonders harmoniert.

 

Julius Brink und Christoph Dieckmann

Nicht wenige hatten von Blockspezialist Christoph und Abwehrspieler Julius eine solide Saison erwartet. Andi Scheuerpflug, Ex-Partner von Christoph und Manager des Teams, beschwichtigte vor der Saison und bemerkte, "dass man dem Team Zeit geben müsse, sich aneinander zu gewöhnen". Doch bereits bei den ersten Turnieren auf der World Tour wurde deutlich, dass sich die zwei Athleten bereits bestens aneinander gewöhnt hatten.

 

Bei den ersten fünf Starts auf internationalem Terrain holten die Zwei immer eine Medaille. Einem dritten Rang beim CEV-Turnier in Alanya zum Saisonstart folgte Platz Drei beim FIVB-Auftakt in Shanghai. In Hamburg (CEV) standen sie dann ganz oben auf dem Treppchen, genau wie beim darauf folgenden Start im portugiesischen Espinho (FIVB). Abgerundet wurde dieser grandiose Frühsommer mit der Bronzemedaille beim FIVB Grand Slam in Gstaad. Doch auch bei den Folgeturnieren ließen Brink/Dieckmann kaum nach und spielten trotz der starken Konkurrenz, insbesondere aus Brasilien, weiter oben mit. Es folgten noch drei fünfte Plätze, ein vierter Rang und eine Silbermedaille in St. Petersburg (FIVB). Die Bilanz ist wahrhaft erstaunlich und unterstreicht, dass diese Neuformation mit Abstand Deutschlands derzeit bestes aktives Beach-Team ist. Erst am Sonntag gewannen sie in Luzern ihre dritte Goldmedaille in dieser Saison.

 

Derzeit liegen Brink/Dieckmann mit 4.140 Punkten auf dem dritten Platz der FIVB-Weltrangliste, dicht gefolgt vom brasilianischen Duo Cunha/Franco (4.020). Im CEV-entry-ranking lagen sie vor dem Luzern-Turnier an zweiter Position und auch in der FIVB-Nationenwertung liegt Deutschland dank Brink/Dieckmann hinter Brasilien auf Rang Zwei. Bei den Europameisterschaften in Den Haag gehören sie zu Recht zu den großen Turnierfavoriten.

 

 

David Klemperer und Kjell Schneider

Die zweite Neugründung dieses Frühjahres und von Experten vor der Saison schwer einzuschätzen. Niemand konnte abschätzen, wie Kjell nach der langen Zeit mit Julius Brink an der Seite des neuen Partners David in Form kommt. Und auch David selbst hatte eine wechselhafte Saison 2005 an der Seite von Eric Koreng hinter sich. Tatsächlich mischen sich in der Bilanz des Nationalduos sowohl gute als auch schlechte Platzierungen. Die Klasse von Brink/Dieckmann haben sie zwar nicht, aber es reicht für Klemperer/Schneider durchaus, um international gut mitzuspielen.

 

Der Saisonstart lief für das Kieler Duo mit einem zweiten Platz beim CEV-Turnier in Hamburg wahrlich grandios. Es folgten jeweils siebte Plätze bei den FIVB-Turnieren in Roseto di Abruzzi und Gstaad sowie beim CEV-Tourstop in Moskau. Der fünfte Rang in Stavanger Ende Juni 2006 war das bisherige Highlight der beiden auf der World Tour. Danach ging es allerdings mit Platz 17 und zweimal Rang 25 etwas abwärts. Sollten sich Klemperer/Schneider aber weiter stabilisieren und vor allem frei von den mitunter häufig auftretenden leichten Verletzungen bleiben, gehören sie sicher in die erste Garde des internationalen Beach-Volleyballs, was ihr fünfter Rang beim CEV-Turnier in Luzern bestätigte. Im FIVB-Ranking liegen sie derzeit auf Rang 20 mit 1.480 Punkten. Die Rangliste des Europäischen Verbandes führt das Team aus Kiel auf dem siebten Platz.

 

 

Markus Dieckmann und Jonas Reckermann

Das Nationalduo, dass Ende vergangener Saison am Timmendorfer Strand noch den Titel des Deutschen Meisters abräumte, hatte in der jüngeren Vergangenheit mit Verletzungssorgen zu kämpfen, eine Comeback im Spätsommer ist derzeit schwer absehbar, richtig einsteigen werden Dieckmann/Reckermann wohl erst wieder 2007.

 

 

Eric Koreng und Kay Matysik

Koreng/Matysik haben als viertes Nationalteam (seit dem CEV-Turnier in Hamburg) insbesondere auf der CEV-Tour für beachtliche Ergebnisse gesorgt. Dies darf durchaus als kleine Überraschung gewertet werden, weil Kay bis zu diesem Sommer nur vereinzelt internationale Turniere spielte. Für seine erste richtige Saison auf ausländischem Boden läuft es richtig gut.

 

Nach einem neunten Platz zum CEV-Saisonstart in Alanya, folgte Rang Fünf in Hamburg, bevor das Duo mit der Silbermedaille in Moskau seinen bisher größten Erfolg feierte. Beim CEV-Tourstop in Valencia landeten die beiden dann auf dem neunten Rang, Luzern war mit Platz 13 das schlechteste Ergebnis bisher. Platz Sechs im CEV-entry-ranking bestätigt allerdings die Affinität des Teams zur europäischen Serie. Auf der World Tour waren Koreng/Matysik bisher fünfmal dabei. Ihre beste Platzierung war dabei dreimal ein 17. Platz in Shanghai, Gstaad und jüngst in Klagenfurt. Mit den ganz Großen des Sports können sie es derzeit aber noch nicht aufnehmen. Im FIVB-Ranking werden Koreng/Matysik mit 612 Punkten derzeit auf Rang 42 geführt.

 

 

Stefan Hübner und Thomas Kröger

Dieses Team erlebte lediglich einen kurzen Beach-Volleyball-Frühling und eine entsprechend kurze Zeit als Nationalteam im Sand. Mit großen Erwartungen und erfolgshungrig waren Abwehrspezialist Kröger und Hallen-Ikone Hübner in die Saison 2006 gestartet. Vom DVV wurden das neu formierte Duo umgehend als Nationateam eingestuft. Doch nach einem vierten Rang auf der smart beach tour in Bonn, einem fünften Platz in Essen und jeder Menge Verletzungssorgen war die Stimmung nicht mehr so richtig heiter.  Der 31-jährige Hübner kehrte unerwartet zurück in die Halle und auch Kröger fand als Libero zunehmend gefallen am sportlichen Geschehen unterm Dach. Beide spielen in der Hallen-Nationalmannschaft.

 

Im zweiten Teil unserer Bilanz geht es dann um die deutschen Damen-Nationalduos. Alle Beach-Volleyball-Nationalteams im großen Überblick gibts hier.

 

 

 

 

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Bildquelle: CEV

 

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