Neuer Titel für die Poniewaz-Brüder: Die Sand-Slammer der deutschen Tour

Techniker Beach Tour

Vier Titel in Serie, fünf insgesamt, das sind neue Superlative, die mit einem neuen Namen versüßt werden müssen

Im Tennis haben sie ihren Grand Slam, der sich zusammensetzt aus Siegen bei den vier größten Turnieren weltweit (Australian Open, French Open, US Open und den Wimbledon Championships). Im Beachvolleyball gibt es jetzt die Sand-Slam-Gewinner, so dürfen sich die Zwillingsbrüder Bennet und David Poniewaz jetzt nennen, nach dem sie die vier Strandturniere in Serie gewonnen haben: St. Peter-Ording, Fehmarn, Zinnowitz und jetzt Kühlungsborn. Nimmt man den Sieg beim Tour-Auftakt in Münster dazu, ist es Titel Nummer fünf. Plus Silber in Düsseldorf und Bronze in Dresden. Die Kraftpakete aus Schüttorf haben der Tour 2019 ihren Stempel aufgedrückt.

„Jetzt reicht es aber auch erst einmal”, sagt Bennet Poniewaz. Bis zu den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand in zwei Wochen müssen die Akkus aufgeladen werden. „Wir werden wie gewohnt arbeiten ab Montag. Am Wochenende sind wir eingeladen zu den Deutschen Tourenwagen-Meisterschaften am Lausitzring. Dann wieder arbeiten und am Donnerstag nach Timmendorf fahren.” Da wollen sie wieder selbst auf Hochtouren zur Sache gehen. 

Ihre Auftritte in den letzten Wochen standen im Grunde immer unter dem gleichen Motto: „Wir wissen selbst nicht, wie wir das schaffen.” David Poniewaz kann es nicht erklären, warum auch, die Resultate stimmten ja.

Das Ende einer kraftraubenden Vier-Wochen-Serie

Dass die Phase mit den vier Strandturnieren in Serie energieraubend waren, darüber berichten alle Teams. Auch die Lohhofer Armin Dollinger und Simon Kulzer sagen das. „Das neunte Drei-Satz-Match hintereinander, da darf man auch mal zurückhaltender Jubel.” Armin Dollinger schien sich entschuldigen zu wollen, weil er nur noch mit letzter Kraft die Arme heben konnte, während sein Partner Simon Kulzer nach Luft schnappend im Sand lag. Gerade hatten sie ihre erste gemeinsame Medaille gewonnen. Das war nach dem für sie ärgerlichen Halbfinale kaum zu erwarten gewesen: „Das war sehr schwer für den Kopf, wir hatten die Poniewazen so fest im Griff, und dann geben wir das noch aus der Hand.” 

Tags zuvor hatten sie die DM-Teilnahme endgültig unter Dach und Fach gebracht und wirkten seither wie befreit. Dollinger, immerhin Meister 2015 mit Vize-Weltmeister Clemens Wickler: „Ich kenne das ja schon länger mit den schwierigen Quali-Phasen.” Entsprechend konnte er leichter damit umgehen, als Kulzer, für den war es härter: „Letztes Jahr haben wir die DM knapp verpasst, deshalb musste es jetzt klappen.” In den nächsten beiden Wochen gehen sie getrennte Wege. Dollinger wird mit Eric Stadie auf der World Tour in Jurmala (Lettland) spielen, Kulzer wird sich in München fit halten. Dann geht es mit Trainerin Elena Kiesling nach Timmendorf zur DM. Kiesling war die erste, die Dollinger/Kulzer gratulierte, was auch daran lag, dass sie unmittelbar danach mit Melanie Gernert auf dem gleichen Court ihr Spiel um Bronze vor sich hatte. Da sie das Spiel gegen Anna Behlen und Anne Krohn mit 2:1 (21:10, 23:25, 15:10) gewann, bleibt eine Abmachung noch offen: „Der Deal ist, dass die Jungs mal besser abschneiden als ihr Coach”, verriet Kiesling. In Kühlungsborn hat es zumindest schon mal geklappt, dass alles drei gemeinsam auf dem Treppchen standen.

Internationale Erfahrung gegen Endspiel-Neulinge

Im Finale der Frauen zeigten sich Kim Behrens und Cinja Tillmann ihrer Favoritenrolle absolut gerecht. Es war ihr zweiter Turniersieg in diesem Jahr und sie präsentierten sich gut gewappnet für die nächste Herausforderung. Die lautet natürlich DM in Timmendorf. „Wir werden uns bis dahin zuhause vorbereiten und auch kein weiteres Turnier spielen”, sagt Trainer Thomas Kaczmarek. Der ist mit Hans Voigt und Klaus-Martin Stuhlmann auch für das Coaching von Erdmann/Winter verantwortlich. Gold bei Behrens/Tillmann, Silber bei den Männern, eine gute Ausbeute an einem Wochenende.

Ihre erste Silbermedaille holten sich Leonie Klinke und Lisa-Sophie Kotzan. Die Stuttgarterin und die Berlinerin haben eine bemerkenswerte Bilanz seit ihrer Zusammenarbeit. Sie Ende 2017 spielen sie zusammen und sammelten 2018 und 2019 bei der deutschen Tour immer eine einstellige Endplatzierung ein. Klinke wird am Stuttgarter Stützpunkt von den Nachwuchs-Bundestrainern Jörg Ahmann und Alexander Prietzel trainiert. Kotzan übt in Berlin am Stützpunkt, „quasi allein und selbständig ohne festen Coach.” Dafür machen die beiden Youngster Klinke (21) und Kotzan (23) ihre Sache mehr als gut.

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