Neustart in Long Beach

GS Long Beach - Qualifikation

Vier deutsche Teams müssen beim FIVB Grand Slam in den USA in die Qualifikation. Für Sebastian Fuchs und Stefan Windscheif soll es ein gelungener Start in ein neues Projekt werden.

Neunkonstellation startet bei null

Die fünf olympischen Ringe stehen in der vom Weltverband geführten Rangliste für die Olympischen Spiele 2016 vor den Namen Alexander Walkenhorst und Stefan Windscheif. Auf Rang 14 steht das Duo dort und hätte momentan einen Platz für Rio sicher - doch nach der Trennung der beiden Athleten ist klar, dass keine weiteren Punkte hinzukommen. Bald werden sie wohl in der Rangliste überholt.

Vielleicht ist es schon beim heute beginnenden Grand Slam in Long Beach so weit, dort startet Abwehrspieler Windscheif mit seinem neuen Partner Sebastian Fuchs. Um 21.10 Uhr (MEZ) muss das neu formierte Team gegen McCoy/Page aus den USA in der Qualifikation antreten. Für einen direkten Start im Hauptfeld des Wettbewerbs haben sie nicht genügend Punkte.

In der Olympia-Rangliste muss das Team sogar bei null beginnen, denn dort zählen nur die gemeinsam erzielten Punkte. Aber nicht nur was die Punkte betrifft, müssen Fuchs und Windscheif von vorn beginnen, auch ein gemeinsames Umfeld muss neu aufgebaut werden - bisher lebten und trainierten die Athleten mit verschiedenen Trainern in Berlin (Fuchs) und Köln (Windscheif).


„Sind zwei gute Einzelspieler“

Für das erste gemeinsame Turnier in den USA wurde noch improvisiert. „Die erste Trainingswoche lief gut. Wir haben hart gearbeitet und versucht, das Grundgerüst unseres Spiels zu finden und zu festigen. In Long Beach ist unser erstes Ziel, die Qualifikation zu schaffen. Wir sind zwei gute Einzelspieler und arbeiten jetzt daran, die Leistung auf das Feld zu bekommen“, sagt Sebastian Fuchs gegenüber dem Deutschen Volleyball-Verband.

Das beide ein hohes Potential haben, steht außer Frage. Windscheif stand mit seinem Partner nicht ohne Grund unter den Top 20 der Welt, für Fuchs indes war in dieser Saison schon oft  nach den Qualifikationen für die höchsten Major oder Grand Slam Turniere Schluss: Nur einmal aus fünf Versuchen schaffte er mit seinem ehemaligen Partner Thomas Kaczmarek den Sprung ins Hauptfeld. Ein schnelles Erfolgserlebnis würde dem Duo sicherlich gut tun und vielleicht auch ein wenig Ruhe in die Diskussionen bringen, die der Partnerwechsel in den letzten Wochen mit sich brachte.

Die zwei anderen in der Qualifikation startenden Männerteams um Markus Böckermann und Lars Flüggen sowie Tim Holler und Jonas Schröder jedenfalls haben ihnen zumindest die gemeinsame spielerische Erfahrung voraus. Für Holler und Schröder entpuppte sich die Trennung des Nationalduos zumindest vorerst als Glücksfall: Die studienbedingte Pause von Schröder und die damit verbundenen verpassten internationalen Turniere fallen dadurch nicht mehr so ins Gewicht. Zwei Erfolge brauchen sie aber auch, um am Mittwoch im Hauptfeld dabei zu sein. Bei den Frauen starten Victoria Bieneck und Julia Großner als einziges deutsches Duo in der Qualifikation, da bereits drei Duos im Hauptfeld gesetzt sind.

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