Nicht nur in Deutschland – die Bälle fliegen wieder

International

Es bewegt sich wieder etwas an den Stränden dieser Welt. Nicht nur in Deutschland gibt es kreative Ideen, um Beach-Volleyball wieder möglich zu machen. Wir geben einen Überblick und schauen zuerst auf unsere Nachbarländer.

Tschechien

Tschechiens Beach-Volleyballer waren die ersten, die den Spielbetrieb wieder aufnahmen. Bereits am letzten Mai-Wochenende stieg das erste von fünf Turnieren der neu gegründeten Drei Sterne Tipsport Beach Series mit fünf Spielorten, an der aber nur die Frauen teilnahmen. Die tschechischen Topteams, die sonst fast ausschließlich international unterwegs sind, hatten damit die Chance, auch einmal in heimischen Gefilden zu schmettern.

Drei Turniersiege – übrigens vor gut gefüllten Zuschauertribünen ohne Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz – gingen an Barbora Hermannová/Markéta Sluková, zwei an Michaela Kubíčková/Michala Kvapilová. Die Tschechischen Meisterschaften sind für den 29. und 30. August in Opava geplant.

Video zum Turnier in Chodov

Österreich

Bei unseren Nachbarn in Österreich wird seit zwei Wochen wieder durch den Sand gehechtet. Beim Champions Cup treten derzeit die besten elf Frauen- und Männer-Duos sowie ein Team pro Geschlecht per Wildcard zuerst in drei Vorrunden in Klagenfurt, Salzburg und Wien gegeneinander an.

Beim Halbfinale in Graz und Wien qualifizierten sich bei den Frauen Julia Radl/Anja Dörfler, Nadine Strauss/Teresa Strauss, Franziska Friedl/Eva Pfeffer und Dorina Klinger/Oda Ulveseth sowie bei den Männern Christoph Dressler/Alexander Huber, Clemens Doppler/Alexander Horst, Robin Seidl/Philipp Waller und Tobias Winter/Julian Hörl für das Finalturnier auf der Wiener Donauinsel. Dort gewannen Strauss/Strauss und Seidl/Waller.

Insgesamt wurde ein Preisgeld von 10.000 Euro ausgespielt. In Graz und Wien waren erstmals wieder Zuschauer zugelassen. Die Kapazität war jedoch auf 300 begrenzt. ORF Sport+ übertrug die Spiele des Finaltages live. Nach dem Champions Cup sind noch Turniere der österreichischen Pro-Serie sowie die Staatsmeisterschaften, für deren Ausrichtung es mehrere Bewerber gibt, geplant.

Schweiz

Nicht ganz so gut läuft es für die Beach-Volleyball-Fans in der Schweiz. Nachdem die traditionsreiche Coop-Beachtour erst auf Spätsommer/Herbst verschoben wurde, wurde sie inzwischen komplett abgesagt. „Die aktuellen Auflagen des Bundes mit Sektoren von maximal 300 Personen können an dem Free Entry Event trotz diverser innovativer Umsetzungskonzepte nicht einwandfrei sichergestellt werden”, teilte der Schweizer Verband Swissvolley mit.

In der Schweiz wurde das Versammlungsverbot im öffentlichen Raum aufgehoben, die Abstandsregel von zwei Meter auf 1,50 Meter verkürzt und Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen wieder erlaubt. Allerdings müssen bei Veranstaltungen von über 300 Personen Sektoren mit maximal 300 Personen gebildet werden, die sich nicht durchmischen dürfen. Ob eine Schweizer Meisterschaft im kleinen Rahmen organisiert werden kann, soll in den nächsten Wochen geklärt werden.

Niederlande

Dass die Beach-Volleyballer in den Niederlanden definitiv keine Langschläfer sind, stellten sie am Monatsanfang unter Beweis. Der erste Aufschlag auf Sand seit Beginn der Corona-Pandemie erfolgte am 1. Juli exakt um 5.24 Uhr und damit mit Sonnenaufgang am Nordseestrand von Zaandam. Der Grund dafür war einfach: Seit diesem Tag galten in den Niederlanden Lockerungen, die auch Beach-Volleyball-Wettbewerbe wieder möglich machten.

In Zaandam gingen jeweils zwölf Teams bei Frauen, darunter auch Hallenstars wie Anne Buijs und Nika Daalderop, und Männern am Start. Den Titel sicherten sich Katja Stam/Raïsa Schoon und Stijn van Tilburg/Dirk Boehlé. Zugelassen waren maximal 250 Zuschauer. Weitere Turniere der Dela Ehrendivision sind in Utrecht und Breda geplant.

Video zum Sunrise-Turnier

Frankreich

Die Grande Nation war schwer von der Corona-Pandemie getroffen. Dementsprechend spät darf hier wieder wettkampfmäßig gespielt werden. Training ist seit dem 22. Juni erlaubt. Turniere dürfen erst seit dem 11. Juli wieder stattfinden. Mit Beginn der Pandemie wurden alle Veranstaltungen zunächst abgesagt.

Ersetzt werden sie nun durch eine Turnierserie „Coupe de France” mit vier Stopps im Juli und August sowie einer Finalrunde im September. An den Französischen Meisterschaften vom 6. bis 9. August hält der Verband nach wie vor fest, auch wenn die Ausrichter aus Anglet in der Nähe von Biarritz absagten. Stattdessen wird nun ein alternativer Standort im Norden gesucht.

Belgien

Noch keine Aussicht auf Turniere haben Beach-Volleyballer in Belgien. Sehr früh wurden von Verbandsseite sämtliche Turniere in diesem Sommer gestrichen. Ersatztermine sind nicht geplant. Immerhin ist es aber seit dem 1. Juli wieder erlaubt, Beachvolleyball zu spielen.

Internationale Top-Teams

Es ist das erste Turnier, bei dem die Weltspitze nach der Corona-Zwangspause wieder am Start ist und noch dazu ein besonders spannendes Format: In Utrecht (Holland) sind vom 9. bis zum 12. September einige internationale Stars wie Julius Thole/Clemens Wickler beim King of the Court-Event dabei.

→ alle Infos zum Event

Video-Tipp:

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