Niemals aufhören zu spielen

Techniker Beach Tour St. Peter Ording 20.07. bis 22.07.2018

Bei den Damen geht der Sieg an die Gäste aus Argentinien, das Highlight des Finals liefern aber ihre Gegnerinnen. Paul Becker und Jonas Schröder sind auch in St. Peter Ording nicht aufzuhalten.

Hoher Spaßfaktor

Die Szene des Spiels zwischen Elena Kiesling/Melanie Gernert sowie Ana Maria Gallay/Fernanda Gabriela Pereyra ist schnell gefunden: Mitte des zweiten Satzes möchte Gernert den zweiten Ball angreifen, der aber im Netz landet. Sie dreht sich weg und ärgert sich – währenddessen prallt der Ball aus dem Netz zurück und Kiesling kann ihn im Spiel halten. Dass der Ballwechsel im Anschluss an die Argentinierinnen geht, ist da vernachlässigbar, Humor zeigen die Deutschen trotzdem. Das und auch das restliche Finale zeigt: Elena Kiesling und Melanie Gernert wollen auf der Techniker Beach Tour vor allem Spaß haben.

Der Ansatz klappt so gut, dass sie in St. Peter Ording bereits ihr zweites Finale bestritten haben. Während sie in Düsseldorf aber noch gewinnen konnten, gab es heute eine Niederlage. Der Sieg ging mit 2:1 (21:14, 19:21, 15:12) an die Wildcard-Inhaberinnen aus Südamerika, die die deutsche Tour dafür benutzen wollen Spielpraxis zu sammeln. 

 

Zwischenstopp Deutschland

Das Duo hatte sich erst vor dieser Saison zusammengetan und spielte in Deutschland erst das siebte gemeinsame Event. Eigentlich sind Gallay/Pereyra auf der internationalen Bühne unterwegs. „Wir spielen aktuell die internationalen Turniere in Europa und während der EM ist es für uns gut gegen starke Konkurrenz auf der nationalen Tour in Deutschland zu spielen, “ erklärt die zweifache Olympiateilnehmerin Gallay.

Die europäischen Top-Teams waren bei den Europameisterschaften im Einsatz, viele andere Duos aus der Weltspitze legen momentan eine Trainingsphase ein. Die weite Reise zu den Drei- und Vier-Sterne-Events in China oder Japan nehmen im Hinblick auf das Fünf-Sterne-Event in Wien Ende Juli ohnehin nicht viele Teams auf sich. 

 

Fünf Spiele in zwei Tagen

Melanie Gernert und Elena Kiesling betätigen unterdessen ihre konstante Saison: Bisher schnitten sie nie schlechter als Platz neun ab. Dass es heute nicht zu einem Sieg gereicht hat, erklärt Kiesling mit den starken Gegnerinnen, die im Tiebreak die besseren Lösungen gefunden hätten. Auf die Frage, was das Team aus dem Turnier mitnehmen könnte, antwortet Gernert im Hinblick auf das volle Programm nur ganz trocken: „Das Preisgeld und die Punkte und wahrscheinlich einen Muskelkater für eineinhalb Wochen.“

 

Dritter Sieg für Paul Becker und Jonas Schröder

Bei den Herren gewannen Paul Becker und Jonas Schröder bereits ihr drittes Turnier. Im letzten Spiel des Tages feierten sie einen 2:0-Erfolg (25:23, 21:16) gegen Tim Holler und Lars Lückemeier, die ihrerseits trotzdem das beste gemeinsame Ergebnis erzielen.

Dass Becker/Schröder auf der nationalen Tour auf dem Podium stehen, ist nun nichts Ungewöhnliches mehr. Beeindruckend ist trotzdem die Konstanz, die sie jedes Wochenende wieder abrufen können. Das Duo macht das an ihrer Konstellation fest: „Wir können beide unsere Stärken einbringen. Wenn ich zu viel nachdenke, gibt Paul mir emotional die nötige Power. Wir können dadurch unsere jeweiligen Schwächen ganz gut ausgleichen“, glaubt Schröder. 

Dennoch mussten sie sich ihren erneuten Erfolg hart arbeiten, blieben aber in jeder Situation überlegt und ruhig. Becker hält bereits vor dem Endspiel fest: „Wir haben in diesem Jahr viele enge Sätze gedreht, davon haben wir auch heute gezerrt. Da haben wir einfach mal Schwein und das nötige Glück gehabt.“ 

Bei den Herren ging die Bronzemedaille an Dirk Westphal und Lucas Mäurer, zuvor hatten sich wie auch schon in Kühlungsborn Natascha Niemczyk und Sabrina Karnbaum den dritten Platz in der Damen-Konkurrenz geholt.

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