Olympia-Aus für Holtwick/Semmler

smart Major Hamburg - Hauptfeld

Etwas überraschend verloren Katrin Holtwick und Ilka Semmler den K.o.-Runden Auftakt beim smart Major in Hamburg. Die Niederlage gegen Kanada bedeutete zugleich, dass sie keine Chance mehr haben, sich für die Olympischen Spiele in Rio zu qualifizieren.

Zu viele Konjunktive

„Wir haben immer gesagt, dass wir es sportlich nehmen werden.“ Die Niederlage in der ersten K.o.-Runde des smart Majors in Hamburg beendete alle Olympiaträume von Katrin Holtwick und ihrer Partnerin Ilka Semmler. Das 0:2 (18:21, 17:21) gegen Humana-Paredes/Pischke aus Kanada bedeute das Turnieraus mit Platz 17, was ihnen keine Punkte mehr für Rio brachte. Die besten zwölf Ergebnisse der laufenden und der vergangenen Saison fließen in eine Rangliste ein, in der Karla Borger und Britta Büthe nun uneinholbar vorne liegen*.

Das Nationalduo hatte vor dem Turnier in Hamburg eh nur noch theoretische Chancen, ihre nationalen Kontrahentinnen zu überholen. Sie hätten das Turnier gewinnen müssen und Borger/Büthe hätten nicht über das Achtelfinale hinauskommen dürfen – zu viele Konjunktive, das wusste die 32-jährige Holtwick bereits realistisch einzuschätzen: „Wir haben es im letzten Jahr liegen lassen, in diesem Jahr können wir uns nichts vorwerfen.“


„Was können wir dafür, wenn wir für so ein starkes Land spielen?“

Dreimal Bronze gewannen sie bei den FIVB Open in dieser Saison, doch beim punktereichen Grand Slam in Rio kamen sie wie in Hamburg nicht über die erste Runde hinaus. Im Vorjahr wurden sie Vierte bei der Weltmeisterschaft, danach plagten Abwehrspielerin Holtwick Rückenschmerzen. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich erst jetzt merke, wie sehr mich mein Rücken im letzten Jahr doch beeinflusst hat“, erzählt Holtwick, „ich bin eine kleine Spielerin und lebe von meiner Athletik.“

Einen ganzen Olympiazyklus, nahezu vier Jahre, opfern die Profis, um bei den Spielen dabei sein zu können – qualifiziert haben sie sich, locker. Da jedoch nur zwei Teams pro Nation teilnehmen dürfen, sind Holtwick/Semmler Opfer der starken nationalen Konkurrenz. „Was können wir dafür, wenn wir für so ein starkes Land spielen?“, fragte Holtwick. Die Saison will das Duo nun noch gemeinsam beenden. Und danach: „Dazu sage ich nichts“, so Holtwick. Dafür muss sie wohl erst einmal die aktuellen Ereignissen sacken lassen.

 

*Anmerkung: Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) wird dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) neben Borger/Büthe die bereits über die Rangliste qualifizierten Laura Ludwig und Kira Walkenhorst als Rio-Athleten empfehlen. Der DOSB folgt in der Regel der Verbandsargumentation.

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