Olympisches Überangebot

Nationalteams

In der Qualifikationsphase für Olympia 2020 steht der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) vor der schwierigen Aufgabe, seine Nationalteams für Tokio aufzustellen – bei den Frauen drängeln sich fünf Duos um die zwei Olympiaplätze. Wie der DVV die Jahre 2019/2020 angehen will.

„Ludwig/Walkenhorst sind weiterhin unser bestes Pferd im Stall“

Es ist gerade einmal zwei Tage her, dass sich die deutschen Beach-Volleyball-Teams bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand gemessen haben – doch schon jetzt beginnt für die international startenden Duos die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, die bis zum 15. Juni 2020 läuft.

Vor etwas mehr als zwei Jahren wurden Laura Ludwig und Kira Walkenhorst Olympiasiegerinnen in Rio, in zwei Jahren in Japan will das derzeit pausierende Duo, das 2017 auch Weltmeister wurde, seinen Titel verteidigen. Und der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) will erneut eine Olympiamedaille. „Ludwig/Walkenhorst sind weiterhin unser bestes Pferd im Stall“, sagt DVV-Sportdirektor Niclas Hildebrand. Wobei auch abzuwarten ist, wie stark Ludwig und Walkenhorst zurückkommen.

Derzeit fördert der DVV sieben Nationalteams, die Vermarktungsvereinbarungen – die vertragliche Grundlage zwischen Verband und den Nationalspielern – mit den derzeitigen Duos enden am 31. Dezember. Schon im Oktober will Hildebrand Fakten schaffen, welche Teams 2019 und 2020 vom Verband verstärkt gefördert werden. „Wir werden fokussieren, wir werden Leute mehr in den Fokus nehmen als andere“, kündigt Hildebrand an.

Drei Frauenteams rücken in den Fokus

Bei den Frauen werden das neben Ludwig/Walkenhorst vorerst die derzeitigen Weltranglisten-Sechsten Chantal Laboureur/Julia Sude und die neuen Deutschen Meisterinnen Victoria Bieneck/Isabel Schneider (Weltrangliste Platz zehn) sein. „Behrens/Ittlinger und Borger/Kozuch sind in striking distance“, sagt Hildebrand – und zwar sehr dicht dran, Borger/Kozuch folgen auf Rang 15, Behrens/Ittlinger auf 16.

Hildebrand betont, dass diese Teams nicht ausgeschlossen werden von einer Förderung. Er sagt aber auch: „Wir werden nicht die gesamten Jahre 2019/2020 vier bis fünf Teams fördern.“ Dafür stehen dem Verband nicht ausreichend Mittel zur Verfügung, eine Reduzierung der Teams kommt demnach denen zu Gute, die die aussichtsreichsten Olympiachancen haben.

Zwei Olympiaplätze gibt es pro Nation in Tokio und man kann davon ausgehen, dass sich zwei deutsche Teams über das Olympic Ranking* (Erklärung siehe unten) direkt in das olympische Turnier spielen werden. „Bei den Frauen haben wir im olympischen Sinne ein Überangebot“, sagt auch Julius Brink, Olympiasieger von 2012.

Wenn Ludwig/Walkenhorst im kommenden Jahr auf die World Tour zurückkommen, gibt es ein weiteres Problem: Auf der Weltserie hat jede Nation nur vier Startplätze (drei im Hauptfeld, einen in der Qualifikation), Deutschland könnte aktuell fünf Hauptfeldplätze besetzen. 2019 soll es wieder eine Country Quota geben, die vor Turnierbeginn darüber entscheidet, welches vierte Team auf der World Tour startet.

Die Situation bei den Herren

Bei den Herren hingegen ist die Situation nicht ganz so luxuriös, in Julius Thole und Clemens Wickler kommt das erste deutsche Duo in der Weltrangliste auf Rang 26. Die frisch gekürten Deutschen Meister haben jedoch das Potential, sich weiter nach oben zu arbeiten, das bewiesen sie in dieser Saison. Das sieht man auch beim Verband so. „Mehr in den Fokus rücken werden Thole/Wickler und Nils Ehlers/Lars Flüggen. Hier sehen wir Potential, dass sie sich sehr stark entwickeln. Das sind die beiden Teams, die wir stärker in den Fokus nehmen“, sagt Hildebrand.

„Team drei werden Philipp Arne Bergmann/Yannick Harms sein, aber mit einem anderen Fokus“, so der Sportdirektor weiter. Wie die genaue Förderung dann aussehen werde, entscheidet sich auch anhand der Fördergelder, die dem Verband zur Verfügung stehen – das ist wohl auch der Grund, warum Hildebrand in diesem Zusammenhang noch eher zurückhaltend von Fokus spricht und klare Aussagen vermeidet.

Neben dem Olympic Ranking qualifizieren sich außerdem die Sieger der Weltmeisterschaft 2019 in Hamburg direkt für Tokio, eine weitere Möglichkeit gibt es über das Continental Cup Final. Das wird 2020 ausgetragen, der Sieger bekommt ebenfalls einen Startplatz. Das Turnier der Männer will der DVV nach Deutschland holen. „Wir stehen im Gespräch mit dem Hamburger Senat. Zu Hause hast du als Ausrichter einen Platz im Turnier sicher – und natürlich den Heimvorteil auf deiner Seite“, sagt Hildebrand.

*Olympic Ranking: In das Olympic Ranking fließen maximal zwölf Wertungen aus WM, World Tour und kontinentalen Titelkämpfe (bspw. EM) mit ein, vom 1. September 2018 bis 15. Juni 2020 werden die Punkte gezählt.

„Es war für mich die perfekte Woche…“

Mehr und mehr „Play & Holiday“ Termine bringen Beach-Volleyballbegeisterte zusammen. Doch wie läuft so eine Woche ab? Und wie kommt unser neues Angebot an? Zurück aus dem Urlaub im Breakers haben wir Teilnehmer um Feedback gebeten.

Wochenend-Trip: Jetzt kannst du planen!

Beach-Volleyball auf höchstem Niveau im Stadion erleben, interessante Städte erkunden und dabei vielleicht noch Freunde besuchen. Der Besuch eines Beach-Volleyball-Turniers ist ein toller Kurzurlaub. Unsere Ausflug-Tipps für das kommende Jahr.

    beach-volleyball.de Partner

    • Mikasa
    • Schauinsland Reisen
    • Techniker Beach Tour
    • Die Techniker
    • sportwetten.de