Ralf Iwan ab Sommer nicht mehr Sportdirektor beim DVV

Ralf Iwan verlässt DVV

Lange hatte der Deutsche Volleyball-Verband eine geeignete Person für den Posten des Sportdirektors gesucht. Nach zwei Jahren mit Ralf Iwan geht die Suche nun von vorn los. Dafür können die deutschen Männer wegen Doping in Russland vielleicht doch noch an den Olympischen Spielen teilnehmen.

Abschied von Ralf Iwan

"Am Sport Volleyball lag es nicht." Das sagte Ralf Iwan am Mittwoch im Gespräch mit beach-volleyball.de. Der Sportdirektor des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag mit dem DVV nicht verlängern, seine Begeisterung für Volleyball soll das aber nicht schmälern, sagte der ehemalige Zehnkämpfer und Leichtathletiktrainer, der sich vor seiner Zeit als DVV-Sportdirektor sowohl in Manchester als auch in Katar um den Aufbau und das Management von Leistungssportzentren gekümmert hatte.

"Ich habe ein Angebot, für eine Personalberatungsagentur im Sportbereich in Berlin zu arbeiten und Teilhaber zu werden", erklärte er den Entschluss. Seinen Lebensmittelpunkt haben er und seine Familie ohnehin schon seit einer Weile nach Berlin verlegen wollen. "Wir haben dort schon seit zehn Jahren eine Wohnung und wollen schon länger wieder dahin", sagt er. Auch seine Frau wird sich beruflich wieder in Richtung Hauptstadt orientieren. Am Mittwoch hat er alle Trainer im Rahmen einer Telefonkonferenz informiert.

Deutsche Männer haben vielleicht doch noch Chance auf Olympiateilnahme

Auf die Frage, ob die Verlegung des Lebensmittelpunktes sich nicht mit den Tätigkeiten beim DVV hätte verbinden lassen, sagte Iwan: "Die Frage hat sich nicht gestellt." Iwan ist ein Querdenker, ein Macher, der international in der Leichtathletik schon diverse Projekte auf den Weg gebracht hat, auch deshalb hielt DVV-Präsident Thomas Krohne ihn beim seinem Amtsantritt am 1. Juli 2014 für den richtigen Mann auf der Position des Sportdirektors.

Allerdings drang von seinen Taten während der Zeit beim DVV nicht viel nach außen. Er habe nicht viel auf den Weg gebracht, heißt es aus internen Kreisen. Er habe immer wieder mit den Strukturen gehadert, die es ihm nicht ermöglichten, seinen Gestaltungsspielraum auszuschöpfen, schreibt das Volleyball Magazin. DVV-Generalsekretär Jörg Ziegler ließ auf der DVV-Website hingegen verlauten: „Ralf Iwan hat seit seinem Amtseintritt gute Arbeit geleistet. Vor allem im Bereich der Struktur- und Nachwuchsentwicklung hat er sich erfolgreich eingebracht."

Iwan will ein Resümee über seine Zeit als Sportdirektor, die im Sommer zwei Jahre beträgt, erst nach Ende seiner Amtszeit ziehen. "Ich bin noch voll in den Strukturplan eingebunden und will das, was ich angefangen habe, sauber zu Ende bringen", sagte er. Beim DVV geht es momentan um die strategische Ausrichtung für den nächsten Olympiazyklus, die einige Veränderungen mit sich bringen wird, vor allem auch, weil sich keines der Hallen-Nationalteams für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifizieren konnte.

Allerdings sagt man ja so schön, jedem Ende wohnt ein Anfang inne. Und so wurde nach dem Doping des russischen Volleyballspielers Alexander Markin heute bekannt, dass die deutschen Volleyballer sich vielleicht doch noch Hoffnungen auf die Olympiateilnahme machen können ->mehr.

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