Regelwerk schlägt Kaczmarek/Walkenhorst

Deutsche Meisterschaft Timmendorfer Strand

Dass Thomas Kaczmarek und Alexander Walkenhorst nicht bei der Deutschen Meisterschaft starten dürfen, war abzusehen. Dennoch scheiden sich, nachdem der Sonderantrag vom Vorstand des Volleyball-Verbandes abgelehnt wurde, an dem Urteil die Geister - und für beide Seiten gibt es Argumente.

Antrag abgelehnt

Lange hat sich eine Entscheidung hingezogen. Was sich in der vergangenen Woche aber schon angedeutet hatte, wurde nun heute bestätigt: Thomas Kaczmarek und Alexander Walkenhorst dürfen nicht gemeinsam bei der Deutschen Meisterschaft am Timmendorfer Strand starten. Ein von den Athleten entsprechend gestellter Sonderantrag wurde nach einigem hin und her vom Beach-Volleyball Ausschuss (BVA) und dem Vorstand des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) abgelehnt.

„Es war ein heikles Thema, welches wir auch ausgiebig diskutiert haben. Nach ausgiebiger Prüfung allerdings haben wir festgestellt, dass das Regelwerk keinen Start des Teams zulässt“, erklärt Rüdiger Sauer, der als Referent Veranstaltungen Beach-Volleyball beim DVV mit im Beach-Volleyball Ausschuss vertreten ist. Letztendlich sei man immer wieder auf das Problem gestoßen, dass ein Team benachteiligt werden würde, das alle Kriterien erfüllt und sich sportlich für die DM qualifiziert habe - Kaczmarek und Walkenhorst spielten keine zwei Turniere gemeinsam und erfüllten demnach die Startvoraussetzungen nicht.


Pro und Kontra

In diesem Fall dürften Max Betzien und Mirko Schneider aufatmen, die bei einer Genehmigung  des Sonderantrags aus dem Starterfeld gefallen wären. Sicherlich wird der Beschluss des Verbandes einige Diskussionen nach sich ziehen. Die, die Kaczmarek und Walkenhorst gerne bei der DM sehen würden, argumentieren, dass zwei der besten Spieler des Landes fehlen und dadurch ein Team starten darf, das ohne die Teamtrennungen nicht dabei wäre. Auf der anderen Seite stehen das Regelwerk mit seinen Vorgaben und die Befürchtung, eine Starterlaubnis könnte als willkürliche Entscheidung ausgelegt werden.

So oder so, für Kaczmarek ist die Nachricht „ein Schlag ins Gesicht. Wenn man es ganz rational betrachtete, war uns schon klar, dass wir kaum Chancen hatten. Wir haben trotzdem gehofft, dass eine sportliche Entscheidung zu unserem Gunsten ausgefallen wäre.“ Der Meisterschaftszweite des vergangenen Jahres meinte außerdem: „Für mich hätte das ein richtiger Saisonabschluss werden können, jetzt bin ich ziemlich traurig.“

Kaczmarek hatte sich von seinem Partner Sebastian Fuchs getrennt, Fuchs spielt seit der Trennung des Nationalteams Walkenhorst/Windscheif mit Abwehrspieler Stefan Windscheif. Wie eine Niederlage fühlte sich das auch für Walkenhorst an, der allerdings über einen anderen Weg zur Deutschen Meisterschaft kommt - er spielt mit Marcus Popp. > weiterlesen

Welche Teams starten bei der DM, wer sind die Favoriten, wer könnte das Feld von hinten aufräumen? > Alle Infos dazu findet ihr in unserem DM-Special

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