Satz, Spiel, Sieg

Techniker Beach Tour Dresden 15.06. - 17.06.2018

Paul Becker, Jonas Schröder, Margareta Kozuch und Karla Borger hatten in Dresden eines gemein: Die Duos blieben im kompletten Turnierverlauf ungeschlagen und sind damit verdiente Sieger des Events.

Maximale Erfahrung

Karla Borgers erste Worte nach dem Finale des Turniers in Dresden waren an ihre Partnerin gerichtet: „Maggie hat auf jeden Fall noch einmal einen riesigen Schritt gemacht. Sie sammelt immer mehr Erfahrung, ist immer mehr drin.“ Spielpraxis und Erfahrung hat Margareta Kozuch an diesem Wochenende in jedem Fall gesammelt. 

Sie traten zu fünf Spielen an, fünfmal siegten sie. Das wurde mit einer Goldmedaille belohnt: Das Traumfinale gegen das zweite Nationalduo vor Ort, Victoria Bieneck und Isabel Schneider, entschieden sie verdient mit 2:0 (21:18, 21:19) für sich. Der Erfolg in Dresden ist nicht nur gut für die Stimmung, sie soll auch Auftrieb für die nächsten, internationalen Herausforderungen geben. Denn ab Mittwoch starten sie beim Vier-Sterne-Event in Ostrava und wollen da ihre bisher gute Saison weiter bestätigen.

 

Die Basis für internationale Auftritte legen

Ebenfalls in Tschechien werden auch die Zweitplatzierten, Bieneck/Schneider, aufschlagen. Das Nationalteam sieht die Starts in Deutschland vor allem als Test: „Die deutschen Teams sind sehr spielfähig, das ist immer eine gute Vorbereitung. Da kann man Sachen ausprobieren. Weil das hier aber immer sehr viele Spiele in nur zwei Tagen sind und wir ja auch direkt unter der Woche wieder spielen, können wir nicht so oft da sein“, sagte Bieneck nach dem Halbfinale. 

Auch Borger/Kozuch wollen die Spiele auf der nationalen Tour nutzen, um ihr Spiel testen zu können. In Dresden sah man unter anderem häufiger einen einbeinigen Angriff Kozuchs – meist mit Erfolg. Ihre Partnerin erklärte, warum sie diesen Spielzug integrieren wollen: „Maggie fühlt sich sehr wohl damit, weil sie den natürlich kennt. Es steckt schon noch viel Halle in ihr, das kann sich aber auch ergänzen und wollen wir nutzen. Da steckt noch viel mehr Potenzial in ihr“. Potenzial, das sie in den nächsten Wochen noch weiter hervorbringen wollen.

 

Becker/Schröder für Interimsduo eine Hürde zu hoch

Viel Talent hat auch Robin Sowa. Der Nachwuchsspieler vom VC Olympia Berlin war kurzfristig für den verletzten Julius Thole eingesprungen – und hat sich an der Seite des Nationalspielers Clemens Wickler bis ins Finale gespielt. Und das nachdem er zuvor noch nicht einmal im Hauptfeld gestanden hatte. Im Endspiel scheiterten sie aber an einem Team, das schon in der vergangenen Woche nur vom starken polnischen Team geschlagen wurde: Paul Becker und Jonas Schröder haben das Finale der Herren nach souveräner Leistung mit 2:0 (21:15, 21:16) gewonnen.

„Wir wissen, dass größere Spieler über unseren Block schlagen. Wir suchen dann aber unsere eigenen Lösungen und sind damit erfolgreich“, sagte Becker nach dem Spiel. Gegen Sowa/Wickler sah das so aus, in der Annahme konsequent Robin Sowa unter Druck zu setzen. Das kannte dieser zwar schon von den Spielen zuvor, dieses Mal konnte er den Sideout aber nicht so sicher halten. Becker und Schröder gelang es dadurch, den Angriff des 2,05m großen Blockspielers entscheidend zu entschärfen. 

 

Beckersches Understatement

Trotz des Sieges stapelt Becker weiterhin tief: „Wir werden versuchen, uns mit unseren Mitteln durchzuschummeln und konstant unser Spiel zu spielen.“ Durchschummeln, das heißt bei Becker und Schröder bei bisher zwei Turnieren zweimal auf dem Podium zu stehen. Beim nächsten Stopp in Leipzig wird das Duo ebenfalls spielen. Und sich wahrscheinlich wieder bis auf die vorderen Plätze „durchschummeln“.

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