Schümann/Thole werden überrascht und überraschen dann selbst

smart Major Hamburg - Qualifikation

Die Geschichte des Tages sind Schümann/Thole. Sie rutschen in die Quali nach, schlagen die an Rang drei gesetzten und ziehen als einziges deutsches Männerteam ins Hauptfeld ein.Bei den Frauen lautet die Bilanz Zwei aus Vier.

Aktualisiert: Thole/Schümann im Hauptfeld 

Überraschung am Abend

Julius Thole setzte sich auf die Wiese vor dem Tennisstadion Rothenbaum und konnte gar nicht mehr aufhören zu grinsen. Ein bisschen sah er aus wie ein Tourist, wie er da mit seinem grünen T-Shirt und dem Rucksack angelaufen kam, und sich unter einem der Schatten spendenden Bäume auf dem Turniergelände niederlassen wollte. Als Lorenz Schümann dazu kam und sich beide auf den Rasen legten, war das Bild perfekt, das sich die beiden Beach-Volleyballer eigentlich für das smart Major Hamburg ausgemalt hatten: „Eigentlich dachten wir, wir machen komplett frei“, sagte Julius. 

Mit Mini-Trainingseinheit zum Sieg

Vom Veranstalter hatte das Team, das einen der letzten Plätze auf der Nachrückerliste belegte, bereits eine Absage erhalten. Zu viele andere Duos standen vor ihnen – keine Chance, in ihrer Heimatstadt in die Qualifikation zu rutschen. Doch dann kam um 19.30 Uhr der Anruf. „Wir sind als letztes Team nachgerückt, dann sind wir noch schnell eine halbe Stunde trainieren gegangen“, erzählt Thole. Die Blitz-Trainingseinheit hat ausgereicht: Am Dienstag besiegten die an Rang 30 gesetzten Hamburger das gestandene World-Tour-Team Giginoglu/Gögtepe (TUR) in zwei Sätzen (21:15, 25:23). In der zweiten Qualirunde trafen sie im deutschen Duell auf Tim Holler und David Poniewaz, die sich nach hartem Kampf gegen die Norweger Reterholt/Bergerud durchgesetzt hatten (17:21, 21:13, 17:15).

Von Beginn an wirkten Thole/Schümann wie im Tunnel, Annahme, Angriff, Block-Abwehr - es klappte alles und die beiden Hamburger gewannnen Satz eins souverän 21:13. Dann aber schienen sie sich vor sich selbst zu erschrecken, wurden zögerlich und nervös, Holler/Poniewaz zudem immer besser, so dass Satz zwei 14:21 verloren ging. "Wir wussten, dass wir hier eine einmalige Chance haben", sagte Schümann nach der Partie. Die nutzen die beiden Athleten dann auch und holten sich den dritten Durchgang 15:9. Damit ziehen sie bei ihrem ersten gemeinsamen internationalen Turnier ins Hauptfeld ein.

"Ich dachte, die Saison wäre gelaufen"

Die Geschichte ist umso erstaunlicher, weil Julius Thole und Lorenz Schümann ihre erste gemeinsame Saison schon fast abgeschrieben hatten. Erst verletzte sich der 19-jährige Blockspieler am Ellenbogen, dann am Schienbein. „Ich dachte eigentlich, die Saison wäre gelaufen, toll, dass das jetzt so eine Wendung nimmt“, freute sich Thole. 

Fuchs/Windscheif konnten ihren Erfolg von der EM vergangene Woche nicht wiederholen. In Biel hatten sie Kotsilianos/Zoupanis noch besiegt, in Hamburg scheiterten sie denkbar knapp an dem griechischen Duo (12:21, 21:19, 13:15), das zuvor bereits Dollinger/Harms in der ersten Quali-Runde aus dem Turnier beordert hatte (21:17, 21:12).

Zwei aus Vier und starke Auftritte bei den Frauen

Victoria Bieneck und Julia Großner stehen im Hauptfeld. Die Berlinerinnen zeigten eine souveräne Leistung gegen Ribera/Fernandez Navarro (21:6, 21:16). Gleiches gilt für Teresa Mersmann und Isabel Schneider, die 2:0 gegen die Russinnen Barsuk/Makroguzona gewannen.

Lisa Arnholdt und Anni Schumacher beeindruckten in ersten Spiel der Quali mit einem deutlichen 2:0 gegen die Italienerinnen Cicolari/Sorokaite (21:18, 21:13), die bereits beim smart super cup nicht weit kamen. Gegen die Top gesetzten Brasilianerinnen Elize Maia/Duda zeigten sie auch eine starke Partie, mussten sich dann aber 16:21, 19:21 geschlagen geben. Sandra Ittlinger und Yanina Weiland sind bereits in Runde eins gegen die Tschechinnen Kolocova/Kapilova ausgeschieden (19:21, 17:21).

> Alle Infos rund um das smart Major in Hamburg auf der Turnierseite

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