Slowake Olejnak wird Bundestrainer

Bundestrainer männlich

Kurz vor Jahresende präsentiert der Deutsche Volleyball-Verband mit Martin Olejnak endlich den Bundestrainer Beach-Volleyball männlich. Der 46-jährige Slowake hat schon einige Erfolge vorzuweisen.

Nach dem Beispiel der Polen

Martin Olejnak war nicht überrascht von der Anfrage. Vor zwölf Jahren lernten er und DVV-Vizepräsident Andreas Künkler sich beim Beachline Festival in Riccione kennen. Olejnak trainierte damals die Österreicher Robert Nowotny/Peter Gartmayer, die er zu den Olympischen Spielen in Athen führte, Künkler war als Trainer des späteren Olympiasiegers Julius Brink und Kjell Schneider vor Ort.

Nun wollen die beiden Männer zusammen an den Zielen im deutschen Beach-Volleyball arbeiten: Martin Olejnak wird Bundestrainer für die deutschen Männer. 2015 beim Turnier in Yokohama haben er und Künkler sich zum ersten Mal über das neue Konzept in Deutschland ausgetauscht, erzählt der Slowake. Seit vier Jahren war er Headcoach der polnischen Männer. In Polen wird seit Jahren mit einem zentralisierten System gearbeitet. In den vergangenen sechs Jahren kümmerte Olejnak sich um die Nachwuchsförderung im polnischen Verband, der mit Fijalek/Prudel, Losiak/Kantor, Kosiak/Rudol, Kadziola/Szalankiewicz und Bryl/Kujawiak fünf Teams hervorbrachte, die erfolgreich auf der FIVB World Tour spielen. 

Zurück an die Weltspitze

So stellt der DVV sich das auch vor, der im Männerbereich zuletzt Probleme hatte: Zum ersten Mal seit der offiziellen Einführung von Beach-Volleyball bei Olympia konnte das Land nur ein Männerteam zu den Spielen schicken. „Wir brauchen Veränderungen“, sagte DVV-Präsident Thomas Krohne. Zu seinem Glück ging es Martin Olejnak ähnlich: „Ich hatte das Gefühl, dass ich nach der langen Zeit in Polen mal aus der Struktur raus muss und etwas Neues brauche“, sagt er. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung in Deutschland.“

Seinen Lebensmittelpunkt wird Olejnak wie gehabt in Bratislava behalten. Vorläufig sucht er sich eine Bleibe im Wohnheim des Olympiastützpunktes in Hamburg für die Zeit, in der er in Deutschland sein wird. Die erste Einheit unter dem neuen Mann steht am 2. Januar an. Sein Team besteht aus Markus Böckermann/Lars Flüggen, Tim Holler/Clemens Wickler, Jonathan Erdmann/Armin Dollinger und Nils Ehlers/Max Betzien. „Ich habe mit allen bereits gesprochen“, sagt Olejnak. „Ich habe ein gutes Gefühl bei dieser Sache.“

„Die Deutschen sind vernünftiger“

Olejnak hat auch schon die ersten Unterschiede zwischen seinem alten und dem neuen Team ausgemacht: „Ich möchte die Polen nicht beleidigen, aber die Deutschen wirken ein bisschen vernünftiger und zielorientierter“, sagt er. „Alle studieren nebenbei und machen sich Gedanken darüber, was nach ihrer Karriere passiert." Jetzt liegt aber aller Fokus auf den ersten Trainingseinheiten, in denen sich die neue Konstellation erst beschnuppern muss. "Mal schauen, wie alles funktioniert, ich bin guter Dinge“, sagt Olejnak.

Von 2004 bis 2012 hat der 46-Jährige die österreichischen Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger trainiert. Die Stelle als Bundestrainer der Frauen habe ihn aber nicht interessiert. „Wenn ich die Wahl habe, bleibe ich lieber bei den Männern“, sagt er. Der Posten Bundestrainer weiblich ist nach wie vor unbesetzt. Die Bewerbungsgespräche laufen...

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