smart beach cup Nürnberg: Gelungene Revanche

smart beach cup Nürnberg, 15. - 17.08.2014

Fuchs/Kaczmarek und Kiesling/Köhler gewinnen in zwei hochklassigen Finalspielen den ersten smart beach cup vor atemberaubender Kulisse in Nürnberg.

"So etwas habe ich noch nie gesehen"

Fallrückzieher, einarmige Annahme, Bälle, die bis über die Tribüne fliegen und eine kaputte Sonnenbrille: Die Finalspiele der Frauen und Männer boten so ziemlich alles, was man sich beim Beach-Volleyball so vorstellt. Inklusive eines unfassbaren Zuschauerandrangs auf dem Hauptmarkt in Nürnberg.

"Ist das ein krasses Finale", entfuhr es Tim Holler, der es sich nach der gewonnen Bronzemedaille auf der Tribüne bequem gemacht hatte. Er beobachtete aus sicherer Entfernung, wie sich Dollinger/Flüggen und Fuchs/Kaczmarek die Bälle um die Ohren schlugen. Besonders Fuchs beeindruckte wieder mit seinen kraftvollen Aufschlägen. Im ersten Satz stellt er sich bei 19:19 an die Grundlinie und zimmerte den Ball unter lautem Stöhnen zum 20:19 ins gegnerische Feld. "So etwas habe ich noch nie gesehen", staunte Tim. Auch Sebastian Dollinger war beeindruckt. So sehr, dass er den darauffolgenden Cut direkt ins Aus setzte.

Die Aufschläge von Sebastian und Sebastian

Im zweiten Durchgang war allerdings Sebastian Dollinger der Mann mit dem stärksten Service. Zwei Serien, von 8:11 auf 13:11 und von 13:13 bis 17:13 gelangen dadurch. 20:16 ging Satz zwei damit an Dollinger/Flüggen. Im Tie-break gelang es Fuchs/Kaczmarek früh, sich abzusetzen (7:3). Die Führung ließen sie sich nicht mehr nehmen, so dass Fuchs, der zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt wurde, am Ende nach dem 15:8 vor dem Publikum den Hampelmann tanzte.

Zur wertvollsten Spielerin wurde Elena Kiesling gekürt. Nach dem Sieg in Kühlungsborn gelang es ihr zum zweiten Mal, mit einer Interimspartnerin einen Cup zu gewinnen. Diesmal war es Jana Köhler, die ihre Partnerin in den höchsten Tönen lobte: "Ela ist so eine starke Beach-Volleyballerin. Sie ist immer so wissbegierig und erträgt mein Gerede mit stoischer Gelassenheit."

Wunderbare Elena

In zwei Sätzen hatten sich Jana und Ela in einem hochkarätigen Finale gegen Isabel Schneider und Teresa Mersmann durchgesetzt (21-18, 25-23). Bronze holten Cinja Tillmann und Katharina Schillerwein. Sowohl Köhler/Kiesling als auch Fuchs/Kaczmarek ist damit die Revanche gegen das Team geglückt, dass sie jeweils in der dritten Gewinnerrunde auf die Loserseite geschickt hatte. Nun blicken alle nach Timmendorf, da wird Ela wieder mit einer anderen Partnerin antreten: Chantal Laboureur. Ob ihr da der dritte Sieg in Folge gelingt? "Ich wollte diese Saison eigentlich eine junge Spielerin aufbauen, jetzt stehe ich hier und finde es einfach cool", sagte die 32-Jährige nur.


Halbfinals Männer: Eine Blockserie und eine Premiere

Den letzten Ball servierte Thomas Kaczmarek auf die linke Seitenlinie. Danach ballte er die Faust und grinste breit. 21:18 und 21:16 hatte er gerade mit Sebastian Fuchs gegen die an eins gesetzten Jonas Schröder und Tim Holler gewonnen. "Das ist genau der Ball, den wir im Training immer üben und das erste Mal, dass er so Spiel entscheidend klappt", sagte Sebastian.

Schon im ersten Durchgang klappten die Aufschläge. Besonders Sebastian konnte so immer wieder Druck auf die Studenten-Europameister ausüben. "Der Sand hier ist so hart, das ist für so einen athletischen Spieler wie mich natürlich von Vorteil", räumte er ein. Im Zweiten Satz lief dann auch zunächst nicht mehr allzu viel zusammen. Jonas und Tim brachten eine starke Block-Abwehr in den Sand und setzten sich 12:9 ab.

Die Zuschauer spekulierten schon auf einen dritten Durchgang, aber dann startete Sebastian Fuchs eine eindrucksvolle Blockserie, mit der er Jonas und Tim zur Verzweiflung trieb und den Spielstand auf 17:13 drehte. Davon animiert, griff auch Tim Holler wieder ein paar Bälle ab und verkürzte auf 16:17. Die letzten vier Punkte gehörten dann Thomas Kaczmarek, der stark abwehrte und eben den letzten Ball auf die Linie setzte.

Auf dem Nebencourt gewannen Dollinger/Flüggen weniger dramatisch gegen Doranth/Popp (21-12, 21-16). Für Sebastian und Lars ist es die erste Finalteilnahme, nachdem sie sowohl in Münster, als auch in Binz verletzungsbedingt abbrechen mussten.


Halbfinals Damen: Ein Auftritt nach Maß

Tatjana Zautys drehte sich achselzuckend zu ihrer Partnerin Melanie Gernert um. "Was soll man da machen?", schien die Geste zu bedeuten. Wieder einmal hatte Isabel Schneider mit ihrem Schlag genau die Linie getroffen. Teresa Mersmann servierte noch ein Ass genau auf die Seitenlinie hinterher und schon stand es 17:20 im ersten Satz, den Isabel mit einem kurzen Poke hinter den Block beendete.

Im zweiten Durchgang konnten sich Melli und Tatjana durch drei Breaks einen Vorsprung von drei Punkten erspielen (8-5). Doch die Münsteranerinnen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Wieder brachte eine starke Abwehrleistung von Isabel gefolgt von einem Ass von Teresa den Ausgleich (9-9). Melanie und Tatjana machten in dieser Phase ein paar Fehler zu viel, wehrten am Ende noch zwei Matchbälle ab, konnten aber am 21-17-Endstand nichts mehr ändern. So ganz zufrieden war Teresa Mersmann aber dennoch nicht: "Irgendwie hat noch nicht alles gepasst", sagte sie. Das will sie im Finale gegen Jana Köhler und Ela Kiesling noch besser machen. Am Samstag schickten sie das Interimsduo in die Loserrunde, "die wollen sich bestimmt revanchieren", sagte Teresa.

Dafür mussten sie auch einiges investieren. Bis zum 20:20 im ersten Satz lieferten sich Jana/Ela und Cinja/Katharina nämlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Dann aber griff Ela zweimal im Block zu und sicherte damit den Satzgewinn. Im zweiten Satz boten beide Teams den Zuschauern ebenfalls ein hochklassiges Spiel mit einem sicheren Side-out und spektakulären Abwehraktionen auf beiden Seiten. Mitte des Satzes gelang es aber Jana und Ela, sich um drei Punkte abzusetzen - die Führung ließen sie sich nicht mehr nehmen (21-17). "Puh, ich glaub, ich muss mich jetzt erst einmal hinlegen", stöhnte Jana. Aber nur kurz, dann wird das Finale gespielt.


Viertelfinals Männer: Das Bayerische Duell

Es war das erste Duell zwischen Bene Doranth und Max Hauser seit drei Jahren. "Das musste ich mich richtig anstrengen, er weiß ja immer, was ich mache", sagte Bene. So genau wusste es sein etatmäßiger Partner dann aber auch nicht. 17-21 und 15-21 unterlagen Hauser/Höfer Doranth und Popp, die sich nun im Halbfinale mit Sebastian Dollinger und Lars Flüggen messen dürfen.

Auf Court Zwei war die Angelegenheit noch klarer. Nache inem knappen ersten Satz (21-18) zogen Sebastian Fuchs und Thomas Kaczmarek merklich an. Sebastian schlug ein Ass ums andere, während Malte Stiel und Philipp-Arne Bergmann einfach nicht ins Spiel kam (21-14). Kopfschüttelnd verließ Philipp dann auch den Court. Am Rand beobachteten das Spiel Jonas Schröder und Tim Holler, die nun im Halbfinale auf Sebastian und Thomas treffen.


Viertelfinals Damen: Nur ein Wermutstropfen

Den besten Start erwischten heute früh Melanie Gernert und Tatjana Zautys. Mit einer starken Block-Abwehr und einem fehlerfreien Side-out gewannen sie 21:8 und 21:11 gegen Anna Behlen und Katharina Culav. "Für den frühen Morgen war das doch gar nicht so schlecht", witzelte Tatjana. Nun treffen die beiden im Halbfinale auf Teresa Mersmann und Isabel Schneider. Einziger Wermutstropfen: "Die Physio hat gesagt, ich hab mir vielleicht die Nase ausgerenkt", beklagte Melli nach dem Spiel. Sie hatte einen Angriffsschlag von Anna Behlen abbekommen, nahm es aber locker: "Ich glaub, die war schon vorher schief", sagte sie.

Auf dem Nebencourt sorgten Michaela Henry und Sabine Schulz beinahe für die nächste Sensation. Nachdem sie gestern noch schnell den Einzug ins Teilnehmerfeld der Deutschen Meisterschaften klar gemacht hatten, nahmen sie den Favoriten Jana Köhler und Elena Kiesling den ersten Satz ab (21-16). Jana und Ela kamen einfach nicht ins Spiel - im zweiten Satz fingen sie sich aber, gewannen 21-11 und holten sich im Anschluss auch Satz drei (15-10). Im Halbfinale warten nun Cinja Tillmann und Katharina Schillerwein.

 

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