Super cup Hamburg: Der Finaltag

smart beach tour Supercup Hamburg, 30.05. - 01.06.2014

Es waren Medaillen, Ruhm und Ehre zu vergeben in der Hansestadt Hamburg. Die Harburger Schlossinsel hatte sich rausgeputzt für den Finaltag des super cups, Walkenhorst/Windscheif und Schillerwein/Tillmann gewannen das Turnier.

17:23 Nummer zwei für Walkenhorst/Windscheif

Man kann sich so richtig vorstellen, wie Alexander Walkenhorst seine Schwester Kira schon früher im Sandkasten zurechtgewiesen hat. Und er hat es wieder getan: Vor dem Finalspiel sagte Kira einen Sieg Erdmann/Matysiks voraus, was ihren Bruder wohl dermaßen an der Ehre packte, dass er kurzerhand mit Partner Stefan Windscheif den Hamburger super cup gewann. Im hochklassigen Endspiel setzten sie sich gegen Jonathan Erdmann und Kay Matysik in drei Sätzen durch (21-23, 21-17, 15-13). Alex selbst besiegelte den zweiten Turniersieg nach Münster mit einem Diagonalschlag am diagonal gestellten Block von Erdmann vorbei - diagonaler ins Glück sozusagen.

Ende des ersten Satzes machte es Erdmann besser, wehrte erst mit zwei Blocks Satzbälle ab, ehe Windscheif mit einem Schlag ins Aus das 21-23 aus seiner Sicht besiegelte. Im zweiten Satz waren Walkenhorst/Windscheif souverän, im Tiebreak des guten Spiels waren sie einen Tick besser als die WM-Dritten des vergangenen Jahres. „Alex und Stefan haben besser aufgeschlagen als wir und für schwierige Situationen echt gute Lösungen gefunden. Die Niederlage heute ist enttäuschend, aber gerechtfertigt“, meinte Jonathan Erdmann nach dem Finale.

15:18 Kein Frauenfinale in Hamburg

Das Frauenfinale wird ausfallen, Katrin Holtwick verließ niedergeschlagen den Warm-Up Court - ein Magen-Darm Virus macht ein Finalspiel unmöglich. Siegerinnen damit Katharina Schillerwein und Cinja Tillmann.  Für das Nationalduo hat die Europameisterschaft in der kommenden Woche Priorität, bereits gestern Abend hatte Katrin mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Beide hatten es trotzdem versucht, haben sich für das Finalspiel warm gemacht, ehe Ilka und Trainer Tilo Backhaus die Notbremse zogen: „Wir waren gerade auf dem Weg zum Center-Court für die letzte Aufwärmphase, da ist Katrin wieder zusammengebrochen. Es macht so natürlich keinen Sinn“, so Backhaus gegenüber Sky.


15:05 Platz drei für Lohmann/Wacker

Manuel Lohmann und Tim Wacker sichern sich Platz drei in Hamburg, in drei Sätzen besiegten sie das Interimsduo Benedikt Doranth/Malte Stiel mit 21-19, 18-21, 15-9.

14:03 Bronze für die Comeback-Mädels

Melanie Gernert und Tatjana Zautys haben mit dem Sieg im kleinen Finale gegen Jenny Heinemann/Anika Krebs einen guten Abschluss gefunden. Im Spiel um Bronze setzten sich Mehl und Tati im Tiebreak durch (21-16, 12-21, 15-12) und gewannen ihre fünfte gemeinsame Medaille auf der smart beach tour. Die letzte allerdings holten sie vor fünf Jahren, als sie schon einmal gemeinsam spielten. Beide pausierten in der vergangenen Saison mehr oder weniger freiwillig - Tati hatte auf Grund eines laufenden Vertrags in der Halle ein Spielverbot, Mehl musste verletzungsbedingt passen.


12:40 Finalspiele fix

Nun stehen sie fest, die Finalspiele des Hamburger super cups. Und es ist so, wie man es zuvor auch vermuten konnte, denn es spielen jeweils die Nummer eins und zwei der Setzliste gegeneinander: Im Frauenfinale versuchen Katharina Schillerwein/Cinja Tillmann, dem Nationalduo Katrin Holtwick/Ilka Semmler die absolute Favoritenrolle streitig zu machen. Bei den Männern kommt es zum mit Spannung erwarteten Duell zwischen den Nationalteams Jonathan Erdmann/Kay Matysik und Stefan Windscheif/Alexander Walkenhorst. Letztere hatten in ihrem Halbfinalspiel gegen Doranth/Stiel ein hartes Stück Arbeit zu verrichten, vor allem im ersten Durchgang hielten die vermeintlichen Außenseiter lange dagegen und schubsten den Satz gegen die super cup-Gewinner von Münster in die Verlängerung (28-30). Im zweiten Satz erst hatten Stefan und Alex die alleinige Kontrolle und zogen letztlich souverän und verdient ins Finale ein (21-12). 

Und da kündigte Sky-Experte Jonas Reckermann nicht weniger an, als dass es um die "Vorherrschaft" im Männer-Beach-Volleyball geht. Kira Walkenhorst, die den super cup im Vorfeld wegen einer Rückenverletzung absagte, gab einen Experten-Tipp für beach-volleyball.de ab: "Ich denke, dass dieses Mal noch Kay und Joni das Rennen machen werden, auch wenn es auf jeden Fall spannend wird."

 

9:27 Moin, moin

Mama, Papa, Frau und eineinhalb Töchter haben mitgefiebert: Familie Wacker hat die Daumen gedrückt und es hat geholfen, denn Tim Wacker ist mit Partner Manuel ins Halbfinale eingezogen. Tims schwangere Frau und Tochter sind sicher stolz und für den Rest der Familie zu Hause gibt es auch was zu schauen, denn die Fernsehpräsenz bei Sky ist dem neuformierten Team so gut wie sicher. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft und wir schon so eingespielt sind. Und wir haben heute Morgen sogar gewonnen, obwohl ich kein Frühaufsteher bin“, so Tim. Leidtragende der freudigen Familienbande sind Lorenz Schümann und Dominik Stork, die nach zwei Mal Bronze im Juniorenbereich (U19 2010 und U20 2011) jedoch im Geschäft der Erwachsenen angekommen zu sein scheinen - Platz fünf jedenfalls ist ihr mit Abstand bestes Ergebnis, in den Jahren zuvor gewannen sie erst ein Spiel im Hauptfeld der smart beach tour.

Ebenfalls ein überraschendes Gesicht im Halbfinale der Männer ist Benedikt Doranth, der Malte Stiel als Interimspartner aushilft und mal eben um die Medaillen des super cups mitspielt. Der mehrfache bayrische Meister spielt eigentlich mit Max Hauser, für die kommenden Spiele auf dem Center-Court will er sich eine Geheimsprache für die Auszeiten überlegen; wohl wissend, dass Sky die Gespräche aus den Spielerautos gerne mitsendet. Bei Hochdeutsch bleibt es dabei wahrscheinlich nicht: „So richtig tief bayrisch kann ich ja nicht reden, aber wenn ich erst einmal im Flow bin, kann ich meinen Herrschinger Slang auspacken“, so Benedikt.

„Routine, Erfahrung, Spaߓ, sind die Erfolgszutaten laut Melanie Gernert, mit denen sie und ihre Partnerin Tatjana Zautys einen Platz im Halbfinale erspielten. Bereits zum zweiten Mal in der Saison, denn in Münster in der Vorwoche spielten beide ihr erstes Turnier nach einer einjährigen Pause und wurden dort auf Anhieb Vierte - so stellt man sich wohl ein gelungenes Comeback vor. Mehl, wie sie liebevoll genannt wird, muss sich auf dem Feld nicht nur mit den Gegnerinnen, sondern auch mit komplizierten Rechnungen durchschlagen: „Viele der Gegnerinnen sind so viel Jünger als wir, wenn ich dann drüben die Teams sehe und 19 plus 19 rechne, ist das viel weniger als 27 plus 34“, so Mehl. Bei so viel Rechengeschick traut man dem Team vielleicht auch eine Überraschung gegen das Nationalduo Holtwick Semmler zu.


Unser Fotograf: Peter Weber

Für die fotografischen Höhepunkte ist in Hamburg wieder einmal unser Fotograf Peter Weber verantwortlich. Von ihm bekommt ihr beste, bildhafte Einblick ins Turniergschehen in unserer Bildergalerie. Alle Fotos von Peter findet ihr auch auf seiner Homepage.

=> Alles zum Turnier in Hamburg gibt es hier in der Übersicht

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