Svenja Müller: Nachwuchs-Ass auf dem Weg zum Profi

Nachwuchs

Die erfolgreiche Nachwuchs-Beach-Volleyballerin will eine Profikarriere einschlagen. Gold bei bei U-19-DM und U-18-EM sowie Platz vier bei der U-21-WM sollen erst der Anfang sein.

Randvoller Terminkalender – Techniktraining mit Markus Dieckmann

Für ein kurzes Telefoninterview mit beach-volleyball.de hat Svenja Müller Zeit. Ansonsten ist der Terminkalender des ambitionierten Beach-Volleyball-Talents randvoll. Kein Wunder, denn die Deutsche U-19-Meisterin muss derzeit Abiturvorbereitungen, leistungsbezogenen Beach-Volleyball und Drittliga-Volleyball in der Halle unter einen Hut bringen.

„Das ist manchmal echt nicht einfach und stressig”, erklärt Svenja Müller. „Zumal ich alles selber organisieren muss.” Denn die 18-Jährige lebt in Dortmund und somit noch nicht an einem Bundesstützpunkt. So fährt sie einmal in der Woche aus ihrer Heimatstadt zum Beach-Volleyball-Training nach Düsseldorf. Dort trainiert sie unter der Regie des ehemaligen Europameisters und mehrfachen Deutschen Meisters, Markus Dieckmann. „Die Zusammenarbeit mit Markus ist super und das Techniktraining bringt mir total viel”, ist Svenja Müller trotz der Pendelei begeistert. „Selbst Außenstehende sagen, dass ich mich in letzter Zeit technisch verbessert habe.”

In Eigenregie stehen darüber hinaus wöchentlich noch dreimal Krafttraining und zweimal Hallentraining mit ihrem Verein, dem TV Hörde, in Dortmund an. Zum Kreis ihrer Unterstützer gehört auch Erfolgstrainer Jürgen Wagner, Olympiasieger mit Brink/Reckermann (2012) und Ludwig/Walkenhorst (2016), der Svenja Müller bereits seit ihrem 14. Lebensjahr berät und beim behutsamen Aufbau hilft, damit hier nicht ein Talent frühzeitig verheizt wird. 

Erfolgreiche Saison 2019 – Klare Ziele für die Zukunft

Der große Aufwand zahlt sich aus. Svenja Müller blickt auf eine „insgesamt erfolgreiche Beach-Volleyball-Saison zurück”. Schließlich hat sich die Dortmunderin 2019 nicht nur die Krone als Deutsche U-19-Meisterin aufgesetzt, sondern wurde kurz nach ihrem 18. Geburtstag auch Vierte bei der U-21-Weltmeisterschaft in Thailand. „Das kam schon sehr überraschend und war das Highlight der Saison. Zumal ich zwei Jahre jünger war als alle anderen.” Bei der anschließenden U-20-EM in Göteborg (Schweden) sprang dann noch ein neunter Rang heraus. „Da hatten wir etwas Lospech und mussten leider schon im Achtelfinale gegen die späteren Siegerinnen aus Russland spielen”, sagt Müller, die das Turnier schnell abgehakt hat.

Natürlich soll es auch in Zukunft so erfolgreich weitergehen. Und damit sie sich dann nicht auf „Überraschungen” verlassen muss, hat die 1,93 Meter große Blockspielerin klare Vorstellungen: „Ich spiele die Saison in der Halle noch zu Ende, danach konzentriere ich mich komplett auf Beach-Volleyball.” Denn eins ist klar: Svenja Müller will Profi werden. Daher will sie nach dem Abitur im Sommer 2020 auch an den Olympiastützpunkt nach Hamburg wechseln. „Hier ist alles auf einem Fleck und es gibt optimale Bedingungen.” Für die Dortmunderin ist es der logische Schritt Richtung Profikarriere. Parallel hat sich Müller in der Hansestadt schon für eine Ausbildung bei der Polizei beworben.     

2020 auf Deutschland-Tour etablieren – Fernziel ist Olympia

Auch die Pläne für das Beach-Jahr 2020 werden konkreter. Nachdem die 18-Jährige in der vergangenen Saison mit gleich drei Partnerinnen im Sand erfolgreich war, bildet sie nun mit Lea Kunst ein festes Duo. „Lea und ich sind 2018 schon als Team U-18-Europameisterinnen geworden. Wir haben die gleichen Ziele – das passt.” Im nächsten Schritt wollen sie sich auf der Deutschland-Tour etablieren: „Wir wollen möglichst viele Turniere der Techniker-Beach-Tour spielen”. Zudem warten auch in diesem Jahr wieder internationale Highlights wie die U-20-EM in Tschechien und die U-22-EM in den Niederlanden auf die Nachwuchs-Asse. Bei beiden Events wäre Müller gern dabei und rechnet sich Chancen aus, dann auch vorne mitzumischen.

Wenn dann im Spätsommer nach den Olympischen Spielen in Tokio die Karten neugemischt und potenzielle neue Nationalteams gesucht werden, steht Svenja Müller bereit. Denn sie würde lügen, wenn sie nicht jetzt schon mit einem Auge Richtung Paris und Los Angeles schielt. Dort finden 2024 und 2028 die nächsten Olympischen Spiele statt. Schließlich ist die Olympiateilnahme das große Ziel eines Profisportlers. Und dafür nimmt Svenja Müller Einiges auf sich – schon jetzt.  

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