Thole/Wickler bringen das Stadion zum Beben

WM 2019

Julius Thole und Clemens Wickler liefern sich mit den norwegischen Favoriten einen heißen Kampf. Am Ende entscheiden die Aufschläge Wicklers das Spiel zugunsten der Deutschen, die damit morgen den Titel bei ihren Heim-Weltmeisterschaften gewinnen können.

Edelmetall ist sicher

Noch vor knapp 15 Monaten standen sich Julius Thole und Clemens Wickler und die Norweger Anders Mol/Christian Sørum in der Qualifikation zum Vier-Sterne-Event in Xiamen gegenüber und stritten sich um einen Platz im Hauptfeld. Mol/Sørum behielten die Oberhand, während die Deutschen schon in der Qualifikation scheiterten. Knapp ein Jahr später war das Setting ungleich größer: Statt um die Teilnahme an einer World Tour-Turnier ging es nun um den Einzug in das Finale der Weltmeisterschaft; um die Möglichkeit, um Gold spielen zu dürfen. 12 000 Zuschauer verfolgten im Rothenbaum-Stadion das Halbfinale der Weltmeisterschaften.

Heute waren es Clemens Wickler (24) und Julius Thole (22), die den Center Court zum Beben brachten und nach einem 2:1-Sieg (21:17, 21:16, 15:12) in das WM-Finale einzogen. Das Nationalteam spielt damit bei seinem WM-Debüt gegen Krasilnikov/Stoyanovskiy aus Russland um Gold, während Mol/Sørum davor um Bronze kämpfen werden. Der Final-Einzug ist schon jetzt der größte Erfolg der deutschen Herren seit der Bronzemedaille von Jonathan Erdmann und Kai Matysik vor sechs Jahren in Polen.

Mit dem Publikum im Rücken

Es war ein umkämpftes und hochdramatisches Spiel, in dem eine Aufschlagserie von Clemens Wickler für die Entscheidung sorgte: Beim 11:11 ging Wickler zum Service und legte mit einem Ass und zwei weiteren druckvollen Sprungaufschlägen den Grundstein für den Erfolg. „Ich weiß selber nicht genau, wie ich das gemacht habe. Mir ist in dem Moment durch den Kopf geschossen, dass unsere Psychologin unser Mentor immer sagen, dass man so eine Chance ergreifen und das Risiko eingehen muss“, erzählt Wickler, „ich hätte aber auch ganz schön verziehen können.“

Dabei hatte es im Tiebreak schon nach einem Sieg der Norweger ausgesehen, als sie mit 5:2 in Führung gehen konnten. „Da hatte ich schon ein gutes Gefühl. Dann sind sie aber so schnell zurückgekommen, danach war es eng“, betont Sørum. Wickler sagt dazu nur: „Gegen die beiden kann man immer in Rückstand geraten, da muss man aber ruhig bleiben. Aber in einem anderen Stadion hätten sie wahrscheinlich gewonnen. “ Auch Thole betonte, wie wichtig das lautstarke Publikum war: „Das hat mich so viel stärker gemacht, da kann man einfach nicht aufgeben.“

Teil des Generationenwechsels

So oder so repräsentieren diese beiden Duos die Zukunft des Beach-Volleyballs, wie Veranstalter Hannes Jagerhofer betont. Die Entwicklung aller Sportler ist rasant, sie schicken sich an, die Generation um Spieler wie Phil Dalhausser (39) oder Alison Cerutti (33) abzulösen. „Wir sind stolz, dass wir Teil dieses Generationenwechsels sind. Ich bin mir sicher, dass wir in Zukunft noch viele Halbfinals und Finals gegen Thole/Wickler spielen werden“, sagt Mol.

 „Wenn sie dieses Level halten – und das wird schwer, weil das schon so hoch ist – auch wenn sie ein Level runterkommen, und das für ein paar Jahre spielen, werden sie das beste Team sein, das jemals auf der Tour gespielt hat“, sagt Dalhausser über das norwegische Duo. Vor wenigen Minuten waren es aber die Deutschen, die ein umkämpftes und hochklassiges Spiel für sich entscheiden konnten. Und damit morgen um 14 Uhr um Gold spielen.

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