Über Stabilität in den Grundlagen zum Titel

Deutsche Meisterschaften 30.08. – 02.09.2018

Victoria Bieneck und Isabel Schneider erfüllen sich ihren Traum von Gold bei den Deutschen Meisterschaften. Keinem anderen deutschen Team ist so eine konstante Saison gelungen wie den Hamburgerinnen.

Endlich ganz oben

Neunmal. Neunmal ist Victoria Bieneck schon bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand gestartet. Zweimal war sie schon kurz davor, sich Edelmetall zu sichern, zweimal war es am Ende der vierte Platz. Mit dem Finaleinzug stand schon gestern fest, dass sich der Traum einer Medaille in diesem Jahr endlich erfüllen würde. Am Ende ist es sogar die Goldmedaille geworden, denn die 27-jährige Bieneck und ihre Partnerin Isabel Schneider (27) haben vor 6.000 Zuschauern das Finale der diesjährigen Deutschen Meisterschaft gewonnen. Sie siegten im Endspiel gegen Sandra Ittlinger und Kim Behrens mit 2:0 (21:16, 21:18), sind neue Deutsche Meisterinnen und gewinnen 10.000 Euro Preisgeld.

Für das Nationalteam ist es der perfekte Abschluss einer beeindruckenden Saison. Beeindruckend ist sie deshalb, weil die Hamburgerinnen jedes einzelne Turnier, bei dem sie angetreten sind, unter den Top 10 abgeschlossen haben. Eine Leistung, die auch beim Deutschen Volleyball-Verband (DVV) gewürdigt wird: „Die Saison war sensationell. Das hätte gerade Tori vor drei Jahren keiner zugetraut“, sagt Niclas Hildebrand, Sportdirektor des Verbandes. 

 

Über die Grundlagen verbessert

Vor allem im athletischen Bereich hat sich Bieneck weiterentwickelt, aber auch spielerisch haben sie und ihre Partnerin den nächsten Schritt gemacht. „Wir haben vor allem an unseren Grundlagen gearbeitet und unsere Techniken noch einmal komplett umgestellt“, sagt Schneider, „man hat gesehen, dass wir da eine absolute Stabilität entwickelt haben.“

Die Arbeit am Olympiastützpunkt in Hamburg habe sich bezahlt gemacht, hebt Hildebrand hervor. „Das ist der Verdienst von Morph Bowes“, findet er. Deswegen möchte der Verband mit dem Chef-Bundestrainer der Damen ebenso den Vertrag verlängern wie mit dem Chef-Bundestrainer der Herren, Martin Olejnak. Beim DVV werden Bieneck und Schneider aktuell als Nummer drei eingestuft – hinter den Spitzenteams Laboureur/Sude und Ludwig/Walkenhorst, sofern die Weltmeisterinnen so stark zurückkommen, wie sie in die Pause gegangen sind. 

 

Top-5 ist das nächste Ziel

Im Hinblick auf die Olympia-Qualifikation ist der Titel in Timmendorfer Strand nun ein Statement. Auch wenn besagte Top-Duos an der Ostsee in dieser Form nicht am Start waren: Gerade, wenn man in der Favoritenrolle ist, kann es noch schwerer sein, den Titel tatsächlich zu gewinnen. „Es ist immer gefährlich, darüber nachzudenken, wer Favorit oder Underdog ist. Der mentale Fokus ist da sehr wichtig“, sagt Schneider. 

Mit dem Erfolg im Rücken wollen Bieneck/Schneider nun den nächsten Schritt gehen und in die absolute Weltspitze vordringen: „Wir wollen die guten Situationen, in die wir uns mit unserem Aufschlag bringen, konsequenter in der Block-Abwehr nutzen und im Sideout variabler werden“, erklärt Bieneck den Plan dafür.

 

Größter Erfolg für die Finalistinnen

Auch Sandra Ittlinger (24) und Kim Behrens (25) können mit ihrer Silbermedaille mehr als zufrieden sein: Für beide ist es die erste Podiumsplatzierung bei einem Großereignis. Für die Berlinerinnen ist es außerdem ein Beweis dafür, für sich den richtigen Weg gefunden zu haben. Anfang des Jahres hatten sie sich dazu entschieden, in Berlin unter Trainer Kay Matysik zu trainieren und sich dort so professionell wie möglich aufzustellen. 

Behrens weist Matysik eine besondere Bedeutung zu: „Wir haben alle viele Ecken und Kanten, haben es aber immer geschafft, auf einen Nenner zu kommen.“ Mit den Ergebnissen der Saison ist sie zufrieden, der nächste Schritt sei gemacht. Jetzt wollen Behrens/Ittlinger ihr großes Ziel Olympia-Qualifikation angehen. Dafür werden sie im Oktober bei den Events in China starten. Ganz anders Victoria Bieneck und Isabel Schneider, für die die Saison beendet ist. Für die neuen Deutschen Meisterinnen steht jetzt nur noch eines auf dem Plan: „Ein schönes Bier.“

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