Überraschungsmeister in Timmendorfer Strand

DM Timmendorfer Strand - Finale

Clemens Wickler und Armin Dollinger sichern sich allen Widrigkeiten zum Trotz ihren ersten Titel bei der Deutschen Meisterschaft. Mit dem hatten sie wohl am wenigstens gerechnet, als sie ohne Vorbereitung und nach einer Verletzungsphase zur Titelvergabe anreisten. Wickler legt noch einen Superlativ on top.

Spielerisch überlegen

Diesen Jubel haben die Zuschauer in der Ahmann-Hager-Arena in Timmendorfer Strand in den vergangenen Tagen schon mehrmals gesehen, doch in keinem Moment zuvor war die Freude von Armin Dollinger und Clemens Wickler so groß wie am Sonntagnachmittag. Allen Widrigkeiten zum Trotz - Dollingers Verletzung, die Wechselgerüchte um seinen Partner und eine nicht vorhandene Vorbereitung - haben sie sich den Titel des Deutschen Meisters 2015 gesichert. Sie sind erst 24 und 20 Jahre alt, auf dem Feld agierten Dollinger und Wickler aber so abgebrüht, als gehörten sie schon zu den alten Hasen. Im Finale besiegten sie die Favoriten Kay Matysik und Jonathan Erdmann in drei Sätzen 18:21, 23:21, 15:11. Um Worte ringend, schuf Dollinger eine Neukreation: "Das ist Raketenbombe."

Dann rannten die beiden Athleten nach dem Sieg wieder an den Rand des Center-Courts und klatschten mit ihren Physiotherapeuten Alex Finzel und Henner Rötting ab. Immer wieder betonte Dollinger im Turnierverlauf, dass die beiden mit dafür verantwortlich waren, dass er wieder spielen könne. Und nicht nur athletisch, sondern auch spielerisch waren sie der deutschen Nummer eins erneut ebenbürtig und in der Endphase des Tiebreaks sogar überlegen.


Wickler jüngster Deutscher Meister

Da nämlich waren beide Teams bis zum 9:9 gleichauf, bis die Favoriten mit zwei direkten Angriffsfehlern von Erdmann und einem von Matysik das Spiel aus der Hand gaben. So ungläubig, wie sie nach dem Matchball jubelten, so souverän blieben sie in den letzten Momenten, in denen es um den wichtigsten nationalen Titel ging. Dass der 20-jährige Wickler sich damit zum jüngsten Deutschen Meister aller Zeiten krönte, dürfte er in diesem Moment sicherlich nicht gewusst haben.

Dabei sollten sie nach Meinung ihres Trainers Markus Dieckmann dort eigentlich noch gar nicht stehen. Nach dem Achtelfinalsieg am Freitag gegen das Nationalduo Erdmann/Matysik sagte der nämlich: „Das Spiel gerade war ein gutes Beispiel - das Team auf der anderen Seite spielt so konstant, das können wir noch gar nicht. Und das wäre auch komisch.“ Sein Team belehrte ihn bei der diesjährigen Meisterschaft eines besseren, verlor nur eine Partie und bewies am Finaltag mit zwei Siegen im Tiebreak Nervenstärke.


„Entweder man hat es verdient, oder nicht“

Die hat bei ihren Finalgegnern anscheinend gefehlt. Trotz der Niederlage wirkte Matysik hinterher entspannt. „Man kann im Leben nichts erzwingen“, meinte er, „entweder man hat es verdient, oder nicht. Wir haben es beim 9:9 mit drei eigenen Fehlern aus der Hand gegeben.“ Für die entthronten Titelträger von 2014 blieb nur Rang zwei und damit Silber. „Die Niederlage geht in Ordnung. Die beiden haben sehr gut, vielleicht auch über ihren Verhältnissen, gespielt, während wir nicht an unser Limit gegangen sind“, so Marcus Benthien, Trainer von Erdmann und Matysik.

Alle Infos rund um die Deutsche Meisterschaft findet ihr in unserem DM-Special.

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