„Versucht erstmal unseren Spaß zu brechen“

Techniker Beach Tour Leipzig

Auf ihrem Heimturnier trumpfen sie auf: Felix Glücklederer (28) und Niklas Rudolf (22). Mit dem fünften Platz machen sie ihre Teilnahme bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand klar.

Neu formiertes Duo rockt die Techniker Beach Tour

Es passiert nicht oft auf der Techniker Beach Tour, dass die Stimmung an einem Nebencourt besser ist, als auf dem Center Court. Geschehen ist dieses Ereignis am heutigen Samstag, den 28. Juli, in Leipzig auf dem dritten Court. "Eine relativ große Gruppe von Freunden hat echt sehr gut Stimmung gemacht. Das scheint uns gut zu bekommen", sagt Glücklederer nach dem 2:1-Sieg (21:13, 19:21, 15:10) gegen das Interimsduo Nils Ehlers/Manuel Lohmann. Statistisch ist es vielleicht noch nicht belegt, doch Glücklederer erinnert sich, dass "bei unseren beiden Leistungsausreißern nach oben in Dresden und Kühlungsborn, als wir trotz starker Konkurrenten ins Halbfinale gekommen sind, auch unsere Freunde vor Ort waren. Es hilft uns auf jeden Fall unsere Leistung von 100 auf 110 Prozent zu heben."

Sowohl Rudolf, der sogar in Leipzig geboren wurde, als auch Glücklederer leben und trainieren in Leipzig. Daher spielt der Faktor Heimvorteil eine große Rolle für ihren Erfolg in der sächsischen Messestadt. Und das trotz eines dreiwöchigen Urlaubs von Glücklederer vor dem Tourstopp in Leipzig. "Wir haben nicht gemeinsam trainiert und uns nur an den Wochenenden in Kühlungsborn und St. Peter-Ording gesehen. Deswegen macht es viel aus hier in den eigenen vier Wänden zu schlafen und mit dem Fahrrad zum Turnier fahren zu können", sagen Rudolf und Glücklederer. Die Leipziger sind als "Strandathleten" Teil der Beach-Community "BeachL". "Das ist ein gemeinnütziger Verein aus Leipzig, gegründet von Studenten für größtenteils Hobby-Beach-Volleyballer, aber eben auch für ambitionierte Beach-Volleyballer", erklärt Glücklederer. Beide geben dort auch Training und werden im Gegenzug in Leipzig von den Teilnehmern frenetisch angefeuert.

Ziel: Center Court bei der Deutschen Meisterschaft 

Durch den Sieg gegen Ehlers/Lohmann haben sie ihre Gruppe gewonnen und sind direkt ins Viertelfinale eingezogen. Dort war zwar gegen Paul Becker/Jonas Schröder Schluss, dennoch haben sie damit ihre Teilnahme bei der Deutschen Meisterschaft in trockene Tücher gebracht. "Wir haben es immer sehr nach hinten geschoben, weil wir uns ungerne darauf ausruhen wollten und es schon das große Ziel war. Manchmal wird man ja dann doch noch überrascht. Jetzt können wir aber auf ein gutes Punktepolster blicken, sodass wir mit der Deutschen Meisterschaft rechnen, sofern sich keiner von uns verletzt", sagt Rudolf bescheiden. 

Für Glücklederer wäre das seine erste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft, der sechs Jahre jüngere Rudolf wäre dann bereits zum dritten Mal in Timmendorfer Strand. "Mein Ziel oder Traum ist es einmal auf dem Center Court bei der DM zu spielen", sagt Glücklederer. Die Kombination aus einem jüngeren, aber erfahreneren Spieler und einem älteren, aber - auf diesem Niveau noch - unerfahreneren Spieler ist dann doch etwas seltener. Dennoch haben beide große Ziele, zumindest wenn man der Antwort Glauben schenkt, die der 28-jährige Glücklederer scherzhaft gab: "Olympia 2032! Das wäre schön, ich bin ja auch noch sehr jung." Auch Rudolf meinte mit einem Augenzwinkern, dass er sportlich noch viel lernen könne von Glücklederer, ob seines großen Erfahrungsschatzes aufgrund des Altersunterschieds.

Allein diese Antworten beweisen: Die Chemie bei den Leipzigern stimmt und den Spaß lassen sich die beiden nicht nehmen. Rudolfs Kampfansage an die nationale Konkurrenz für die Deutsche Meisterschaft lautet folgerichtig: "Versucht erstmal unseren Spaß zu brechen!" Das Leipziger Duo zeigt bei ihrem Heimturnier, dass mit ihnen zu rechnen ist – auch bei der Deutschen Meisterschaft. Bleibt nur zu hoffen, dass in Timmendorfer Strand ihre Freunde dabei sind, denn statistisch gesehen springt dann mindestens das Viertelfinale, wenn nicht sogar das Halbfinale raus.

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