Viele Fragezeichen rund um die EM in Jurmala

Europameisterschaft 2020

Die Europameisterschaft könnte das Beach-Volleyball-Highlight des Jahres werden, wenn denn bis zum Start am 15. September alle Fragen und Unsicherheiten geklärt sind. Ein Überblick über den Stand der Dinge.

Der Rahmen steht

Die Eckdaten für die diesjährigen Europameisterschaften im Beach-Volleyball stehen fest: Gespielt wird am Majori Beach in Jurmala am Rande von Riga, der lettischen Hauptstadt. Zeitrahmen: 15. bis 20. September. 32 Teams pro Geschlecht, ausgeschüttet werden jeweils 100.000 € Preisgeld. Da es im Zuge der Corona-Pandemie so gut wie keine anderen Veranstaltungen auf internationaler Bühne gibt, kann die Europameisterschaft das Highlight des Jahres werden. Kann. Muss aber nicht, denn dazu gibt es gut vier Wochen vor dem ersten Spieltag noch zu viele offene Fragen und Unsicherheiten.

Umgang mit den Corona-Anforderungen

„Wir haben noch kein hinreichend aussagekräftiges Hygienekonzept vorliegen”, sagt Niclas Hildebrand, Beach-Sportdirektor im Deutschen Volleyball-Verband. Für den Europäischen Volleyball-Verband (CEV) mit Sitz in Luxemburg antwortete Pressesprecher Federico Ferrari auf eine Anfrage von beach-volleyball.de: „Wir sind in ständigem Kontakt mit den Veranstaltern in Jurmala und arbeiten an allen Konzepten.” Der lettische Volleyball-Verband sei vorbereitet, Zuschauer und Zuschauerinnen den Eintritt zu gewähren, „aber letztlich bleibt alles abhängig von der Entwicklung beim Thema Corona”, so Ferraro. Die CEV will in jedem Fall erreichen, dass alle Teams, die startberechtigt sind, auch spielen können, gleich aus welchem europäischen Land sie kommen.

Zählt die EM für die Olympia-Qualifikation?

Dazu gibt es ein klares Ja, so der CEV-Pressesprecher: „Die bei der EM erworbenen Punkte zählen als Weltranglistenpunkte und gehen in das Ranking ein für die Olympia-Qualifikation.” Was mit Teams passiert, die corona-bedingt nicht starten können, ist mit Stand Anfang August unklar.

Dopingproben trotz Pandemie

„Wir wissen nicht, wie die CEV mit dem Thema Doping umgeht”, sagte Nationalspielerin Julia Sude am Rande des ersten Turniers der Top-Teams in Düsseldorf. In Deutschland sei trotz der Corona-Krise getestet worden, auch in der Rheinstadt kamen die Kontrolleure der Nada mehrmals vorbei. Beispielsweise wurde Olympiasiegerin Kira Walkenhorst unmittelbar nach dem Gewinn ihres DM-Tickets getestet. „Aber wie war das in anderen Ländern?”, fragt sich die Deutsche Meisterin Julia Sude.

Welche Teams dürfen starten?

Maximal vier Teams pro Nation sind erlaubt, Grundlage ist die Team-Rangliste der CEV. Die besten 32 Teams sind startberechtigt, bei den Männern sind das aus deutscher Sicht Julius Thole/Clemens Wickler und Nils Ehlers/Lars Flüggen. Der DVV macht sich Hoffnungen auf eine Wild Card.

Update: In einer früheren Version war die Rede von den besten 16 Teams der CEV-Rangliste. Tatsächlich sind es die besten 32. Deshalb sind auch Bergmann/Harms und Walkenhorst/Winter startberechtigt. Für das Duo Pfretzschner/Sowa hat der DVV eine Wild Card beantragt.

Komplizierter sieht es bei den Frauen aus. Unter den ersten 16 der Team-Rangliste der CEV sind gleich fünf deutsche Duos: Margareta Kozuch/Laura Ludwig, Karla Borger/Julia Sude, Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur, Kim Behrens/Cinja Tillmann und Victoria Bieneck/Isabel Schneider. Die drei erstgenannten Duos dürfen in Jurmala spielen. Aber Behrens/Tillmann und Bieneck/Schneider liegen mit jeweils 1680 Zählern auf Ranglistenplatz 16 – 16 starten bei der EM. „Wir wissen noch nicht, wie die CEV die Regeln auslegt und auf welche Lösung es hinausläuft”, so Niclas Hildebrand. Eine einfache Lösung wäre eine Wild Card für den DVV.

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