Vier weitere WM-Startplätze für deutsche Teams – Ludwig/Kozuch erhalten Wildcard

WM 2019 in Hamburg

Schon jetzt macht sich der Heimvorteil bei der Weltmeisterschaft in Hamburg bezahlt: Deutschland erhält vom Weltverband vier weitere WM-Startplätze. Eine der Wild Cards ging (natürlich) an Titelverteidigerin Laura Ludwig und deren Partnerin Margareta Kozuch.

Zehn deutsche Teams dabei

Wie gut, dass Deutschland in diesem Jahr einen Heimvorteil bei der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft hat. Vier Männer- und sechs Frauen-Teams werden bei den Titelkämpfen am Hamburger Rothenbaum vom 28. Juni bis zum 7. Juli die deutschen Farben vertreten. Am Montag hat der Weltverband über die Vergabe der Wild Cards entschieden.

Bislang waren bei den Männern Julius Thole und Clemens Wickler sowie Nils Ehlers und Lars Flüggen (über den garantierten zweiten Nationenplatz des Ausrichters) qualifiziert. Jetzt kommen zwei Wild Cards für Philip-Arne Bergmann und Yannick Harms sowie für Alexander Walkenhorst und Sven Winter dazu.

Im Feld der Frauen – gespielt wird in beiden Geschlechtern mit jeweils 48 Teams – hatten Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur, Karla Borger/Julia Sude, Victoria Bieneck/Isabel Schneider und Kim Behrens/Cinja Tillmann einen Startplatz garantiert. Mit den Wild Cards für die Duos Margareta Kozuch/Laura Ludwig und Leonie Körtzinger/Sarah Schneider ist das halbe Dutzend voll.

„Eine total andere Dimension”

Natürlich löst die Nachricht überall Freude aus. DVV-Sportdirektor Niclas Hildebrand konnte damit das ein oder andere Team schon am Wochenende in Münster beglücken. Für Alexander Walkenhorst wird es nach 2015 in den Niederlanden (17. Platz) die zweite WM-Teilnahme. Sein zehn Jahre jüngerer Partner Sven Winter, der 2014 U18-Eurpameister wurde, feiert seinen WM-Einstand: „Ich habe schon einmal eine Junioren-WM gespielt, aber das ist natürlich eine ganz andere Kiste.”

Nachdem Bergmann/Harms die direkte WM-Qualifikation hauchdünn verpasst hatten, war die Erleichterung nun umso größer. „Das wird sicher riesen Spaß machen, in dem großen Stadion zu spielen. Wir haben dort mal die deutsche Tour gespielt, aber WM ist nochmal etwas ganz anderes, eine total andere Dimension”.

Groß war die Überraschung im Team Körtzinger/Schneider und setzt wohl Kräfte frei: „Wir wollen Vollgas geben und alle Gegner ärgern soweit wir können”, sagt Sarah Schneider. Körtzinger/Schneider gelten im Verband als Perspektivteam.

Für Margareta Kozuch wird es ein außergewöhnliches Erlebnis: „Ich habe so viel im Ausland gespielt und habe nun endlich die Gelegenheit, in meiner Heimatstadt an einem so großen Event teilzunehmen.”

USA und Italien auch nachträglich dabei

Der Deutsche Volleyball-Verband hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um möglichst viele Teams in Hamburg aus dem eigenen Stall zu präsentieren. Dazu mussten die Wild Cards personengebunden beantragt werden. Dass ein illustrer Name wie der von Laura Ludwig ziehen würde, galt als sicher. Schließlich ist die 33-Jährige als Olympiasiegerin, Weltmeisterin und World Tour-Final-Gewinnerin die erfolgreichste Akteurin der letzten Jahre. An ihr wären die Verantwortlichen bei der FIVB und der Major Series als WM-Veranstalter nicht vorbei gekommen.

Das galt auch für die US-Amerikanerin Kerri Walsh Jennings, die mit ihrer Partnerin Brooke Sweat ebenfalls eine Wild Card erhielt. Walsh Jennings (40) hat drei WM-Titel sowie drei Mal Olympiagold gewonnen. Welche Rolle bestimmte Bonuskriterien spielen, zeigt auch die Vergabe einer Wild Card bei den Männern an Alex Ranghieri und Marco Caminati aus Italien: 2021 findet die nächste WM der Beacher in Rom statt.

→ Hier gibt es alle Informationen rund um die WM 2019 in Hamburg

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