Weniger Zuschauerplätze beim Beach-Volleyball in Rio?

Olympia 2016

Das Organisationskomitee der Olympischen Spiele 2016 in Rio kürzt anscheinend die Stadionkapazität des Copacabana Beach Stadions. Geplant waren 12.000 Sitzplätze, doch daraus wird vorerst wohl nichts. Grund dafür: Zu geringe finanziellen Mittel und die Sorge, das Budget zu überschreiten.

Etatkürzung um 30 %

Die Olympischen Spiele in Rio sind noch einige Monate hin, trotzdem scheint das Großevent das Gastgeberland finanziell schon jetzt in die Knie zu zwingen. Einer Meldung der internationalen Nachrichtenagentur Reuters zufolge sollen von den geplanten 12.000 Zuschauerplätzen für das Copacabana Beach Stadion einige wegfallen, um Kosten zu sparen. Dass ausgerechnet beim Beach-Volleyball gespart wird, dürfte den Brasilianern nicht gefallen: 2012 noch war das Beach-Volleyball-Finale das meistgesehene Olympia-Event in Deutschland und eines der meistgesehenen der Welt - und kommt jetzt an die Copacabana, wo die Spieler um Emanuel Rego Stars sind und Beach-Volleyball Nationalsport ist.

Die Einsparungen betreffen demnach aber nicht nur die nach Fußball zweitbeliebteste Sportart der Brasilianer. Andere Ausgaben der Olympischen Sommerspiele 2016 wurden bereits heruntergeschraubt. So wurde beispielsweise die Zahl der Volontäre von 70.000 auf nur noch 50.000 herabgesetzt, eine schwimmende Zusatzbühne für die Ruderstrecke wurde komplett gestrichen. Insgesamt kürzt das Olympische Komitee das Budget umgerechnet um 30% der ursprünglich vorgesehenen ca. 1,4 Milliarden Euro, was schon Ende vergangenen Jahres publik wurde. Gründe dafür sind eine steigende Inflationsrate, die verminderten finanziellen Mittel der Regierung und der schlechte Kurs der brasilianischen Währung (Real).

Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung: Denn beim Weltverband FIVB weiß man derzeit noch nichts von einer Reduzierung der Sitzplätze. Außerdem sind die Beach-Volleyball-Spiele traditionell echte Straßenfeger, schon in London vier Jahre zuvor war das Stadion bestens besucht. Ob sich die Veranstalter die so gut wie sicheren Einnahmen aus den Ticketverkäufen also entgehen lassen, bleibt abzuwarten.

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