Wenn Babyschwimmen zur Entschuldigung wird

Nationalteams

Die Nationalspieler Markus Böckermann und Lars Flüggen haben sich unter unterschiedlichen Voraussetzungen durch den Winter gekämpft und bereiten sich nun in der spanischen Sonne auf die anstehende Saison vor.

Nationalteam-Quartett auf Fuerteventura

Eigentlich sind die männlichen Beach-Volleyball Nationalteams nach Fuerteventura geflogen, um dem Winter in Deutschland zu entfliehen. Der Flug von Hamburg auf die spanische Insel hat sie zwar weit gebracht im Sinne der Entfernung – vom Wetter her hatten sie sich sicherlich bessere Bedingungen erhofft als die Regenfront, die sich in den vergangenen Tagen über der Insel breitmachte.

Die Aussichten für die kommenden Tage versprechen mehr Sonne, sodass die vier Duos Markus Böckermann/Lars Flüggen, Nils Ehlers/Lorenz Schümann, Julius Thole/Clemens Wickler und Philipp Arne Bergmann/Yannick Harms die Bedingungen vorfinden sollten, die sie sich erhofft hatten. Gemeinsam mit den Bundestrainern Martin Olejnak und Eric Koreng bereitet sich das Quartett auf die anstehende Saison vor, die mit dem Fort Lauderdale Major schon Ende des Monats beginnt.


Fünf Mal Kraft- und sechs Mal Balltraining. Pro Woche

Für das beste deutsche Männerduo der vergangenen Jahre, Böckermann und Flüggen, ist es der Outdoor-Auftakt in die vierte gemeinsame Saison. Seit etwas mehr als einem Jahr ist Hamburg das Trainingszentrum für die deutschen Beach-Volleyball-Nationalspieler, schon länger trainieren Böckermann und Flüggen dort zusammen. „Ich fühle mich wohl in Hamburg, wir haben hier super Bedingungen“, sagt Flüggen.

Am Olympiastützpunkt haben sie in den vergangenen Winter die Grundlagen gelegt für die weitere Vorbereitung, in der nun das Balltraining mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird. „In den vergangenen Monaten hatten wir fünf Kraft- und sechs Balleinheiten, das wird sich jetzt immer weiter verschieben“, berichtet Flüggen. Elf Einheiten, pro Woche wohlgemerkt. Für ihn war es ein besonderes hartes Stück Arbeit.

Im August wurde Flüggen am Meniskus operiert, Anfang Januar konnte er dann erstmals nach dem Eingriff wieder im Sand springen – die Verletzung hatte er sich bei der Weltmeisterschaft in Wien zugezogen und daraufhin wichtige Höhepunkte wie das World Tour Final und die Deutsche Meisterschaft verpasst. Sein Partner hatte eine nicht weniger aufreibende Phase hinter sich: Markus Böckermann wurde während der in Hamburg ausgetragenen World Tour Finals im August Vater, sein Sohn kam in der Nacht vor seinem Viertelfinalspiel zur Welt.


„Unsere Trainingssteuerung zielt auf die Turniere im Sommer“

Welche Änderungen das beruflich unter anderem neben dem Feld mit sich bringt, zeigte sich Ende Januar in Hamburg: Böckermann ließ sich bei der Pressekonferenz zur WM-Vergabe 2019 entschuldigen, weil er beim Babyschwimmen war. Das kam bei eigentlich allen gut an – denn wer die Entwicklung der beiden Profis in den vergangenen Jahren verfolgt hat, weiß, wie akribisch das Duo an sich arbeitet.

Flüggen ist nun wieder voll einsatzfähig, Böckermann hat die Familie mit ins Trainingslager genommen. Auf Fuerteventura sollen sie sich, wie die anderen Teams auch, wieder daran gewöhnen, unter freiem Himmel Beach-Volleyball zu spielen. Um beim Turnier der Major Series an der Küste Floridas beispielsweise wieder mit den besten der Welt mithalten zu können. Durch den frühen Saisonstart werden viele Teams nicht in Bestform in die USA reisen.

Denn auch wenn nach dem Major direkt ein 4-Sterne-Event in Doha ansteht – im Anschluss sind erneut beinahe sechs Wochen Wettkampfpause bis zum nächsten Top-Turnier der World Tour im chinesischen Xiamen. „Unsere Trainingssteuerung zielt eher auf die Turniere im Sommer“, sagt Flüggen. Dann steht beispielsweise die Europameisterschaft in Holland an oder auch das erneut in Hamburg ausgespielte World Tour Final. Höhepunkte, auf die sich Böckermann und Flüggen derzeit auf Fuerteventura vorbereiten. Und wo sich die Sonne vielleicht auch wieder blicken lässt.

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