Wie sich die Techniker Beach Tour verändern wird

Techniker Beach Tour 2019

Mehr Preisgeld, viele TV-Zeiten und ein neuer Modus ohne Qualifikation – was sich auf der Techniker Beach Tour 2019 verändern wird.

Ein Überblick

Am 10. Mai startet die Techniker Beach Tour in die neue Saison. Die ranghöchste deutsche Beach-Volleyball-Serie umfasst für die Saison 2019 acht Turniere und wird auf dem Münsteraner Schlossplatz ihren Auftakt geben – der krönende Abschluss sind wie gehabt die Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand. Wir haben die wichtigsten Fakten und Änderungen für 2019 zusammengefasst.

 

Was ändert sich für die Zuschauer?

Das Beste vorweg: Der Eintritt in die Arenen von Münster, Kühlungsborn und Co. bleibt kostenlos. Für die Zuschauer vor Ort bringt der Wegfall der Qualifikation sogar einen echten Mehrwert: Anders als noch in der Vorsaison gehen Deutschlands beste Beach-Profis bereits am Freitag ab 14 Uhr mit Beginn der Gruppenphase in den Sand. Der Spielplan wird entzerrt, am Sonntag gibt es einen echten Finaltag mit allen Medaillenspielen auf dem Center-Court.

Fans, die für ihr Lieblingsteam eine längere Anreise in Kauf nehmen würden, werden sich den Aufwand allerdings überlegen. So kann es durchaus sein, dass ihr Team bereits am frühen Samstag nach dem zweiten Gruppenspiel ausscheidet. Dann bleibt immerhin noch der Pluspunkt der TV-Übertragung für die Zuschauer zu Hause.

Wie sind die TV-Zeiten und Livestreams?

Für bewegte Bilder auf TV, PC, Tablet oder Smartphone ist die Turnierserie ähnlich gut abgedeckt wie schon 2018. Die ersten vier Stadtturniere in Münster, Düsseldorf, Nürnberg und Dresden werden im Livestream von ran übertragen. Ende Juli geht es an die Strände der Nord- und Ostsee: Für die Events auf Fehmarn, in St. Peter-Ording, Zinnowitz auf Usedom und in Kühlungsborn steigt dann auch ProSieben MAXX mit der Übertragung ein und überträgt jedes Wochenende ein Turnier. Die Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand werden ebenfalls live im Free-TV übertragen.

Wie schon im vergangenen Jahr besteht das ran-Team aus den Moderatoren Funda Vanroy (ProSieben, Galileo) und Max Zielke, Experte, Olympiasieger und Gewinner des deutschen Journalistenpreises Julius Brink sowie Kommentator Dirk Berscheidt.

Auf beach-volleyball.de wird es wie gewohnt den Livestream zu allen Turnieren inklusive der Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand geben.

Wann spielen die Nationalteams um Ludwig/Kozuch und Thole/Wickler?

Das lässt sich noch nicht mit Sicherheit sagen. Aber der erste Turnierstopp in Münster liegt günstig, denn parallel findet kein Turnier der FIVB World Tour statt; sodass die Chancen nicht schlecht stehen, dass sich die Nationalteams um Laura Ludwig und Margareta Kozuch, Karla Borger und Julia Sude oder Julius Thole und Clemens Wickler in Münster blicken lassen. Ansonsten liegt für diese Duos der Fokus ganz klar auf der internationalen Weltserie – denn im kommenden Jahr finden die Olympischen Spiele in Tokio statt, für die sich die Teams qualifizieren müssen.

Was ändert sich in der Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes?

Kurz gesagt: Auf den Turnieren der Techniker Beach Tour wird es in der kommenden Saison keine Qualifikation mehr geben. Stattdessen stehen nun direkt 16 Teams im Hauptfeld und spielen um die Turniertitel. Das ist ein großer Einschnitt, denn das hat es auf der nationalen Tour bisher so noch nicht gegeben. Vorbei ist die Zeit also, in der es ein Außenseiter aus der Qualifikation zum Publikumsliebling schaffte und die Großen der Branche ärgerte.

Einer der Gründe für den Wegfall der vorgeschalteten Qualifikation ist der enge Zeitplan mit den durch die TV-Zeiten am Sonntag festgelegten Finalzeiten; teilweise wurde im Vorjahr dafür am Samstag bis zum Sonnenuntergang gespielt – was nicht nur den Athleten, sondern auch den ehrenamtlichen Helfern zu schaffen gemacht hat.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Verband am Spielsystem gebastelt, mit beinahe verheerenden Folgen: Ein Spielerstreik konnte vor dem ersten Turnier in Münster gerade so abgewendet werden. Für die neue Saison wurden die Spielervertreter um Melanie Gernert und Daniel Wernitz in der Winterpause in die Entscheidungen des Verbandes, der seit 2018 die Tour wieder selbst vermarktet, mit einbezogen. „Wir haben jetzt das Gefühl, dass wir Gehör finden“, sagt Wernitz.

Spielen dann nicht immer die gleichen Teams auf der Tour?

Dass es Änderungen im Spielmodus geben würde, war klar. Eine Mehrheit der Athleten entschied sich in internen Abstimmungsrunden für das nun vorgestellte System und damit gegen die Qualifikation. Um zu verhindern, dass sich eine geschlossene Gemeinschaft bildet, erreichten die Athleten im Umkehrschluss eine stärkere Bedeutung der Landesverbandsturniere. „Der sportlich faire Austausch muss funktionieren. Die Teams, die nicht auf der Techniker Beach Tour spielen, sollen die Möglichkeit haben, sich in die höchste deutsche Tour hineinzuspielen“, so Wernitz.

Das soll den Duos auf den Turnieren der Landesverbände gelingen, auf denen nun mehr Ranglistenpunkte verteilt werden. Das heißt: Wer gut abschneidet auf der Techniker Beach Tour, bleibt im Hauptfeld. Wer schlecht spielt läuft Gefahr, von anderen Teams im Laufe der Saison verdrängt zu werden.

Da selbst die Spielervertreter „nicht zu 100 Prozent zufrieden“ (Wernitz) mit dem neuen Modus sind, blieb auch Kritik von den Athleten nicht aus. Über das soziale Netzwerk Facebook tauschten sich einige von ihnen per Post und zugehörigen Kommentaren aus und erarbeiteten Lösungsvorschläge. Gernert hält die jetzige Lösung für einen „fairen Kompromiss“, auch wenn sie betont, dass sich das System erst in der Praxis bewähren müsse.

Wie hoch ist das Preisgeld?

Auf jedem Turnier der Tour werden insgesamt 30.000 Euro Preisgeld verteilt (Vorjahr: 25.000 Euro), die Siegerteams erhalten davon jeweils 3.000 Euro (Vorjahr: 2.500 Euro). Bei den Deutschen Meisterschaften werden, wie im Jahr 2018 auch, insgesamt 60.000 Euro Preisgeld ausgeschüttet – die Deutschen Meister werden für den Titel mit 10.000 Euro entlohnt.

 

→ Alle Infos und Termine zur Techniker Beach Tour 2019 gibt es hier

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