„Wir alle haben zahlreiche Ideen für die Beach-Saison 2014“

Interview mit Frank Mackerodt, Martin Michel und Udo Ludwig

Die smart beach tour steht kurz vor ihrer zweiten Saison nach dem Einstieg von Sky. Doch wie geht es weiter mit der Tour? Das fragten wir in unserer Interviewrunde Martin Michel, Udo Ludwig und Frank Mackerodt - die mit beach-volleyball.de über die Zukunft des Sports, über die Standorte der Serie und über die erste Saison sprachen.

Die ranghöchste deutsche Beach-Volleyball Serie, die smart beach tour, und ihr Vermarkter Sky Media Network gehen ins Jahr Nummer zwei ihrer Zusammenarbeit. Wir brachten in Martin Michel (Geschäftsführer Sky Media Network), Udo Ludwig (Head Of Other Sports, Sky Sportredaktion) und den Tourorganisator Frank Mackerodt die Personen zusammen, die für die deutsche Tour verantwortlich sind.

 

Wen von Ihnen trifft man denn am häufigsten auf dem hauseigenen Beach-Court in Unterföhring an?   

Udo Ludwig: „Vermutlich Martin… Außer Frank Mackerodt hat ohne mein Wissen mittlerweile ein Außenbüro in Unterföhring aufgeschlagen.“

Martin Michel: „Wenn es die Zeit zulässt, spiele ich einmal in der Woche mit meinem Team. Mehr ist auch kaum möglich, da der Platz beinahe rund um die Uhr ausgebucht ist – sogar bei schlechtem Wetter und am Wochenende.“


Also haben Sie drei auch noch nie gegeneinander gespielt?

Frank Mackerodt: „Gegeneinander nicht, aber dafür miteinander. Martin und ich haben beim Event zum Finale des Mitarbeiterturniers im vergangenen Jahr mit dem Sky Vorstand Carsten Schmidt, dem DVV-Präsidenten Thomas Krohne und zwei Sky Kolleginnen zusammen gespielt. Und gewonnen!“


Hat der Einstieg von Sky in das Beach-Volleyball-Geschäft ihr Spielverhalten geändert?

Michel: „Ja, man schaut dann doch mal genauer hin, wie die Profis das so machen.“


Wie haben Sie denn die erste Saison der smart beach tour empfunden?

Michel: "Mit Faszination, Erleichterung und natürlich auch mit Stolz. Die Stimmung auf den Rängen und den Courts war für mich als „Neuling“ faszinierend. Ganz egal, wie das Wetter war, das Publikum war immer dabei. Ich habe selten Events mit einer solch grandiosen Stimmung erlebt. Erleichtert waren wir dann nach dem großen Finale in Timmendorfer Strand: Das war ein tolles Abschlussevent unserer ersten Saison. Wir haben einige Punkte mitgenommen, die wir in diesem Jahr weiter verbessern und ausbauen wollen, aber unterm Strich war die erste Saison mehr als eine hinterlegte Visitenkarte. Wir konnten die smart beach tour in allen Bereichen, angefangen mit der Tourorganisation, den TV-Übertragungen und natürlich auch der Vermarktung einen Schritt nach vorne bringen. Das macht uns auch ein wenig stolz.“

Ludwig: „Da kann ich mich nur anschließen. Wir haben uns über die Jahre hinweg eine sehr große Expertise in der Live-Sportberichterstattung erarbeitet, aber beim Beach-Volleyball hat uns eine komplett neue Umgebung erwartet. Es hat Spaß gemacht, sich in die neue Sportart einzuarbeiten und zu sehen, wie sich die Übertragung bei jedem Turnier ein Stückchen weiterentwickelt hat. Natürlich auch Dank der guten Zusammenarbeit mit den Spielern vor Ort. Mit der Übertragung aus Timmendorfer Strand hat das Team aus meiner Sicht erstklassige Arbeit geleistet und neue Maßstäbe gesetzt. Die Bilder können sich auch im Vergleich mit internationalen Produktionen sehen lassen."


Waren Sie zufrieden mit dem ersten Jahr als Vermarkter der Tour?

Michel: Im Hinblick auf die wenige Zeit, die wir damals als Vorlauf zum Saisonstart 2013 hatten, sind wir mit dem Vermarktungserfolg sehr zufrieden. Wir konnten leicht positiv abschließen. Wenn wir den hohen Aufwand der Veranstaltungskosten, der TV-Produktionen, der Preisgelder, die wir erhöht haben und der Lizenzkosten betrachten, ist das ein klasse Ergebnis. Wir wissen aber auch: da ist noch mehr drin.


Sky war bis zum vergangenen Jahr nicht im Beach-Volleyball aktiv. Woher haben Sie sich das Know-how für eine Vermarktung geholt?

Michel: „Im Bereich Vermarktung in erster Linie von Frank Mackerodt. Er war von der ersten Sekunde an dabei. Insgesamt konnten wir außerdem erheblich von den Tour-Erfahrungen von Sara Goller und Jonas Reckermann profitieren. Sie standen uns nicht nur vor der Kamera, sondern auch dahinter mit ihrer Expertise zur Verfügung.“


Welche Veränderungen haben Sie an der Tour für den kommenden Sommer geplant, auf die sich die Fans sowohl vor Ort auf den Tribünen als auch am Fernseher zu Hause freuen dürfen?
 

Ludwig: „Wir sind noch mitten in den Planungen für diese Saison. Fest steht in jedem Fall, dass wir unser On-Air-Team mit einem zweiten Kommentator verstärken werden. Die Live-Strecke am Timmendorfer Strand ist für einen Kommentator alleine kaum leistbar. Zudem ist Simon Südel in dieser Saison auch als Formel-1-Moderator im Einsatz, so dass es bei zwei Terminen zu Überschneidungen kommt.“

Mackerodt: „Auch vor Ort bei den Turnieren wird es bei dem Entertainment-Programm die ein oder andere Veränderung geben, das war im vergangenen Jahr nicht immer optimal. Wir haben in der Winterpause alle Events analysiert und eine Liste mit Anregungen der Spieler durchgearbeitet. Darüber hinaus stehen wir derzeit mit allen Veranstaltern vor Ort und auch mit den Sponsoren in engem Kontakt, was das Rahmenprogramm betrifft. Wir alle haben zahlreiche Ideen und werden sehen, welche wir davon in 2014 umsetzen können.“


Im neuen Turnierkalender ist Norderney nicht mehr als Austragungsort berücksichtigt, was zu einigen Diskussionen unter den Beach-Fans geführt hat. Wie kann man sich einen solchen Entscheidungsprozess für die Wahl der Turnierorte vorstellen?

Michel: Dank der sehr erfolgreichen Saison 2013 haben wir eine Vielzahl von neuen, attraktiven Bewerbungen erhalten. Wir möchten auch neue Turnierorte ausprobieren, was im Umkehrschluss natürlich heißt, dass ein Standort herausfallen muss."

Mackerodt: "Der Entscheidungsprozess ist wie ein großes Puzzle. Wir sammeln viele einzelne Informationen, die für die Vergabe der Turniere wichtig sind, und daraus bauen wir Stück für Stück den Tourplan.“


Welche Faktoren spielen dafür eine Rolle?

Mackerodt: Die entscheidenden Faktoren sind die Anforderungen und Bedürfnisse aller Beteiligten. Dazu zählen natürlich die Teams, die ihre Termine mit dem Tourkalender der FIVB (Weltverband Volleyball, d. Red.) in Einklang bringen müssen, der DVV (Deutscher Volleyball-Verband, d. Red.), das TV-Produktionsteam sowie die Sponsoren der Tour. Auch unsere eigenen Eindrücke fließen mit ein. Ein weiterer Gesichtspunkt ist, dass wir als nationale Serie in allen Regionen Deutschlands vertreten sein wollen – also auch in den Städten, im Süden, Osten und Westen.“


Ihre Zusammenarbeit mit dem DVV ist vertraglich bis 2016 geregelt. Was muss sich tun, damit Beach-Volleyball einen höheren Stellenwert in Deutschland erreicht?

Michel: „Die Grundlage dafür ist der sportliche Erfolg der Athleten. Angefangen mit dem sensationellen Olympiasieg von Julius Brink und Jonas Reckermann in London 2012 haben die deutschen Beach-Volleyballerinnen und Beach-Volleyballer in den vergangenen beiden Jahren Topleistungen gezeigt. Der Erfolg der Events vor Ort mit über 300.000 Zuschauern sowie eine TV-Fangemeinde von 450.000 bei Sky, die im vergangenen Jahr regelmäßig eingeschaltet haben, zeigen, dass Beach-Volleyball bereits einen festen Stellenwert in Deutschland hat. Wichtig für den Ausbau dieses Erfolgs ist, dass die deutschen Nationalteams ihre Heimspiele nutzen und auf der Tour präsent sind. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Sportlern, dem DVV und den Sponsoren dafür zu sorgen, dass die Aufmerksamkeit an der Sportart Beach-Volleyball und der nationalen Serie weiter wächst. 2016 wird Beach-Volleyball erneut groß im Rampenlicht stehen, da es um olympische Medaillen geht. Und dann mischen hoffentlich unsere Topteams wieder vorne mit.“


Meine Herren, vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg bei den Planungen für die anstehende Beach-Saison.

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Über Sky und die Personen

Als führende Vermarktungsgesellschaft im Bereich Pay-TV in Deutschland verantwortet die Sky Media Network GmbH den Werbezeitenverkauf u.a. für Sky Deutschland. Seit 2013 ist die Firma auch für die Vermarktung der ranghöchsten deutschen Beach-Volleyball Serie, der smart beach tour, verantwortlich.

Martin Michel ist Geschäftsführer der Sky Media Network. Udo Ludwig ist "Head of Other Sports" der Sportredaktion im Sender Sky. Die Zusammenarbeit von DVV und Sky führte auch zum Comeback von Frank Mackerodt, der die Beachtour in ihren Anfängen maßgeblich mit entwickelt hat. Mackerodt stampfte mit seiner Agentur die Masters-Serie aus dem Boden, seinerzeit die drittgrößte Beach-Serie der Welt. Doch im Oktober 2003 musste das bis dahin so erfolgreiche Unternehmen Insolvenz anmelden. Im Jahr 2013 wurde Mackerodt mit der "Beach Services GmbH" mit der Planung und Durchführung der Tour vertraut.

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