"Wir gehören zu diesen wenigen Menschen"

Youth Olympic Games

Bei den Youth Olympic Games in Buenos Aires geht es für die jungen deutschen Beach-Volleyballer Filip John und Lukas Pfretzschner nicht nur um sportliche Ziele. Mindestens genauso wichtig ist es für das Duo den viel zitierten "Olympischen Geist" aufzusaugen und sich mit Sportlern aus anderen Sportarten und Nationen auszutauschen.

Beeindruckendes Event

Zweites Spiel, zweiter Sieg für Filip John und Lukas Pfretzschner. Gegen Sheikh Colley/Jahara Koita aus Gambia hatten die Deutschen heute nur im ersten Satz etwas Mühe (2:0; 21:15, 21:8). Am Sonntag konnten John/Pfretzschner bereits die amtierenden U18-Europameister aus Schweden schlagen (2:1; 17:21, 21:18, 15:9) und sind dadurch auf dem besten Weg die Gruppe C zu gewinnen. Am Donnerstag treffen sie im letzten Gruppenspiel um 19 Uhr auf Micah Glasgow und Enrico Louraine aus dem Inselstaat St. Vincent und die Grenadinen.

Ein Spiel, wie das Heutige gegen Gambia, steht sinnbildlich für den kulturellen Austausch und das gelebte Miteinander, das – bei allen berechtigten Kritikpunkten um das IOC – eine große Errungenschaft des Sports und speziell der olympischen Spiele ist.

Das neu errichtete Olympische Dorf für die Youth Olympic Games in Buenos Aires zeigt den Stellenwert dieses Events. Hier sollen die Nachwuchssportler sich so fühlen, wie die Profis vor zwei Jahren in Rio und in zwei Jahren in Tokio. „Wir sind dankbar, dass wir das Glück haben im richtigen Jahrgang geboren zu sein und wir die Möglichkeit bekommen bei den Youth Olympic Games teilzunehmen. Denn solche Erfahrungen können nur sehr wenige Menschen machen und deswegen wissen wir zu schätzen, dass wir zu diesen wenigen Menschen gehören“, schätzt sich Pfretzschner glücklich.

Medaille keine Pflicht

Der Großteil der Teams im Beach-Volleyball-Wettbewerb ist auch für John/Pfretzschner ein unbeschriebenes Blatt. Dennoch zählen die amtierenden U19-Vizeweltmeister sicher zum Favoritenkreis. Eine Medaille, so Pfretzschner, „ist kein Primärziel“. Auch wenn sie „ein Traum und mega geil“ wäre, gehe es den Deutschen erst einmal nur darum so weit wie möglich zu kommen. Denn die Erwartungen an die Youth Olympic Games sind zweigeteilt. Neben den sportlichen Zielen gibt es noch die außersportlichen Ziele. Darunter verstehen John und Pfretzschner: „Wir wollen alles aufsaugen, Erfahrungen sammeln und das Event genießen. Das Gute an dieser Sache ist, dass wir eigentlich nur gewinnen können.“

Viele außersportliche Aktivitäten, die den Team-Spirit sowohl im deutschen Team, als auch zwischen Sportlern unterschiedlicher Nationen, sollen den Olympischen Gedanken stärken. „Dass darauf so viel Wert gelegt wird, gefällt mir besonders gut. Man kommt mit Sportlern aus anderen Sportarten oder Nationen in Kontakt – das ist doch das Schöne an den Youth Olympic Games – und da muss man auf jeden Fall ein Lob an die Organisatoren aussprechen“, sagt Pfretzschner.

Sowohl John als auch Pfretzschner seien zwar erst einmal erschlagen gewesen von den vielen Eindrücken, fühlen sich jetzt jedoch sehr wohl. Falls es dann sogar noch mit einer Medaille klappen sollte, dann wird dieses „rundum gelungene Event“ auf jeden Fall in Erinnerung bleiben.

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