WM: Für Holtwick/Semmler geht es um Bronze

WM - GER im Spiel um Platz 3

Katrin Holtwick und Ilka Semmler kassierten eine deutliche Niederlage im Halbfinale der Weltmeisterschaft. Für das Nationalduo geht es nun um eine Bronzemedaille - es wäre erst die dritte für ein europäisches Frauenduo überhaupt.

Gefasste Verliererinnen

Taiana de Souza Lima wiederholte einfach ihr Kunststück. Die nur 1,75m große Brasilianerin hatte damit ja schon im ersten Satz Erfolg. Also warf sie sich den Ball zum Aufschlag an und setzte ihn an die gegnerische Seitenlinie, unerreichbar für Ilka Semmler. Wieder ein Ass, wieder eine 1:0 Führung für Brasilien in diesem ersten Weltmeisterschafts-Halbfinale in Den Haag. So chancenlos wie Semmler bei diesen beiden Aufschlägen zu Beginn beider Sätze war, so chancenlos war sie mit ihrer Partnerin Katrin Holtwick beim 0:2 (12:21, 15:21) auch die gesamt Partie über gewesen.

„Wir haben nicht so richtig in unser Spiel gefunden“, erzählte Semmler hinterher, „das ist natürlich nicht so schön, vor so vielen Leuten auf dem Center Court zu verlieren.“ Die 29-jährige Blockspielerin und ihre um zwei Jahre ältere Partnerin wirkten sehr gefasst in der Mixed-Zone. Gerade weil diese Niederlage so deutlich ausgefallen war. „Wir wurden überrollt und müssen akzeptieren, dass die beiden besser waren“, meinte Holtwick.


Starke Brasilianerinnen und vermeidbare Holtwick/Semmler-Fehler

Lima und ihre Partnerin Fernanda Alves, die 1,89m hochgewachsene Blockspielerin mit dem wunderbaren Ballgefühl, waren schon von Beginn an das bessere Team. Lima bot neben ihren Aufschlägen einen sicheren Sideout, Fernanda schob ihre langen Arme immer wieder an die richtige Stelle des Netzes und ließ einige Angriffe des deutschen Nationalduos daran abprallen.

Dazu kamen viele vermeidbare Fehler von Holtwick und Semmler, die nicht nervös wirkten, sondern einfach keinen Zugang zu diesem Spiel fanden. „Du wirst am Anfang schon durch die beiden Asse verunsichert“, analysierte Trainer Tilo Backhaus hinterher, „und wenn du dann nicht für einige gute Aktionen belohnt wirst, ist das bitter. Die Brasilianerinnen haben so sicher gespielt, da kommst du dann nicht mehr ran.“


Hungrig auf die Medaille

Auch wenn sein Team die erste Niederlage in diesem Turnier kassierte, könnte gerade die Deutlichkeit ein Vorteil für die Berlinerinnen sein. „Wir haben jetzt 24 Stunden und damit genug Zeit, das Spiel abzuhaken“, meinte Holtwick. Ihre morgigen Gegnerinnen im kleinen Finale (19:45 live auf sportdeutschland.tv), Maria Antonelli und Juliana Felisberta kennen beide ebenfalls sehr gut: In drei direkten Duellen im vergangenen Jahr waren Holtwick/Semmler dreimal gegen die Brasilianerinnen erfolgreich.

Im Endspiel am Samstag (20:45 live auf sportdeutschland.tv) stehen neben Lima/Fernanda noch Ágatha Bednarczuk und Bárbara Seixas, die Antonelli/Juliana ebenfalls deutlich in zwei Sätzen bezwangen. Für Backhaus und sein Team geht es nun um Bronze und ein wenig auch um die europäische Beach-Ehre. Ein rein brasilianisches Frauen-Podium gab es zwar auf der FIVB World Tour bereits 22 Mal, auf einer WM aber gab es das noch nie. Und überhaupt wären Holtwick und Semmler erst das dritte europäische Team mit einer WM-Medaille. „Die beiden haben sich gleich nach dem Spiel in den Arm genommen. Ich glaube sie werden morgen so hungrig sein, so viel Bock haben auf die Medaille“, so Backhaus.

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