+++ WM-Newsblog: K.o.-Runde +++

Beach-WM Wien 28.07.2017 - 06.08.2017

Goooold für Deutschland bei der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft in Wien! Laura Ludwig und Kira Walkenhorst holen sich nach Olympiagold auch die WM-Krone, bei den Herren erfüllen Doppler/Horst die Medaillen-Hoffnungen der heimischen Fans: Alle Informationen dazu findest du in unserem Newsblog.

WM-Tag 10: Sonntag, 06.08

 

+++18:23 Uhr: Dem Fahnenmeer getrotzt +++

Die Euphorie ihrer Heim-WM hat Clemens Doppler und Alexander Horst bis ins Finale getragen, dort fand ihr Märchen aber ein jähes Ende: Die neuen Weltmeister Andre/Evandro aus Brasilien waren im Endspiel das erste Duo, das gegen sie und 10.000 Zuschauern angekommen sind.

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+++16:46 Uhr: Herren-Gold an Evandro/Andre +++

Der letzte Teil ihres Märchens blieb ihnen verwehrt: Alexander Horst und Clemens Doppler unterliegen in einem spannenden WM-Finale den Brasilianern Evandro/Andre mit 0:2 (23:21) und gewinnen die Silbermedaille. Getragen vom lautstarken Publikum spielten sich Doppler/Horst im ersten Satz in einen kleinen Rausch und hatten insgesamt fünf Satzbälle – drei davon wehrte Evandro mit krachenden Assen ab.

Die Brasilianer konnten ihrerseits den ersten Satzball nutzen. Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, in dem Evandro/Andre allerdings meist vorne lagen. Doppler/Horst gelang es zwar, noch einmal auszugleichen, Andre verwandelte den zweiten Matchball schließlich mit einem Block – und hielt so die Ehre Brasiliens aufrecht. 

Hatten die Brasilianer bei der letzten Weltmeisterschaft noch fünf der sechs Medaillen geholt, stand bisher nur die Bronzene Larissa/Talitas. Nun fügten Evandro/Andre noch eine Goldene dazu. Den Österreichern Doppler/Horst bleibt bei ihrer Heim-WM die Silbermedaille, die den größten Erfolg ihrer langen Karriere darstellt.

Das Spiel um Platz drei konnten unterdessen die Russen Nikita Liamin und Viacheslav Krasilnikov mit 2:0 (21:17, 21:17) gegen das niederländische Duo van Garderen/Varenhorst für sich entscheiden. Der dritte Platz ist für Russland erst die zweite WM-Medaille überhaupt.

Weitere Informationen und Stimmen folgen...

+++14:02 Uhr: Hamburg darf auf WM 2019 hoffen +++

Das Turnier auf der Donauinsel bekommt tatsächlich ein Traumfinale mit österreichischer Beteiligung, Doppler/Horst spielen um 15 Uhr gegen Andre/Evandro aus Brasilien um Gold. Und weil heute morgen schon eine Stunde vor Spielbeginn die Eingangstore wegen Überfüllung geschlossen wurden, lässt sich sagen: Die Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft in Wien ist ein voller Erfolg. Warum das so ist und warum Hamburg 2019 eine WM bekommen könnte:

> Weiterlesen: Hamburg darf auf Beach-WM 2019 hoffen

+++ 9:55 Uhr: Finaltag der Herren in Wien +++

Maarten van Garderen trainiert seit drei Monaten Beach-Volleyball und steht trotzdem im Halbfinale der Weltmeisterschaft in Wien – dabei hat sich der Holländer noch nicht einmal endgültig für den Wechsel von der Halle in den Sand entschieden.

> Weiterlesen: Wenn ein Hallen-Spezialist die Beach-Szene aufmischt

 


WM-Tag 9: Samstag, 05.08

 

+++ 19:26 Uhr: WM-Traum in rot-weiß-rot +++

Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo Österreich her: Clemens Doppler und Alexander Horst schreiben die österreichische Beach-Geschichte neu und ziehen ins Halbfinale der Weltmeisterschaft in ihrem Heimatland ein.

Wie schon in den Runden zuvor gingen sie als Außenseiter in die Partie gegen Kantor/Losiak aus Polen – doch auch in diesem Viertelfinale ließen sie sich von einer Stimmungs-Urgewalt von den Tribünen tragen und gewannen vor 10.000 euphorisierten Fans mit 2:1 (31:33, 21:18, 15:11). Damit spielen Doppler und Horst morgen im Halbfinale gegen die Russen Krasilnikow/Liamin, das andere Spiel um den Finaleinzug machen Andre/Evandro aus Brasilien und die Holländer van Garderen/Varenhorst unter sich aus.

Wie die Österreicher sind auch die Holländer eine der großen WM-Überraschungen – zumal van Garderen gerade mal seit drei Monaten Beach-Volleyball spielt und sich noch nicht endgültig für den Wechsel von der Halle in den Sand entschieden hat:

> Weiterlesen: Wenn ein Hallen-Spezialist die Beach-Szene aufmischt

Die Halbfinals werden um 10 Uhr und um 11 Uhr ausgespielt, die Finalspiele folgen um 13.45 Uhr und 15 Uhr.

 

+++ 17:15 Uhr: Eine bleibende Ära begründet +++

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst gewinnen Gold bei der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft in Wien. Und es ist derzeit kein Team in Sicht, dass sie auf längere Zeit dabei aufhalten könnte, weiter Titel um Titel zu sammeln.

> Weiterlesen: Die Ära Ludwig/Walkenhorst geht mit WM-Gold weiter

+++ 16:02 Uhr: Es ist Goooooold für Deutschland +++

352 Tage, nachdem sie bei den Olympischen Spielen Gold gewonnen haben, holen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst bei der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft in Wien schon wieder einen Titel: Sie gewinnen die Goldmedaille auf der Donauinsel, ohne auch nur ein Spiel zu verlieren. Und das, obwohl das Team im Vorfeld mit allerlei Widrigkeiten in Form von Verletzungen zu kämpfen hatte. 

Sportlich ist dieses WM-Gold von Wien auch noch höher einzuschätzen als der Olympiasieg im vergangenen Jahr: Denn im 48 Teams umfassenden Teilnehmerfeld gibt es im Gegensatz zu den Olympischen Spielen eine lockere Länderbeschränkung, heißt: Starke Beach-Nationen wie Brasilien, die USA und Deutschland können bis zu vier Teams stellen. Und diese stellten in Wien auch das Podium: Bronze für Larissa/Talita (Brasilien), Silber für Fendrick/Ross (USA) und Gold für die Deutschen Ludwig und Walkenhorst.

Im Finale brauchte es dafür allerdings eine echte, Kraft-, Energie- und Teamleistung, um nach verlorenem ersten Durchgang das Spiel gegen April Ross und Lauren Fendrick aus den USA mit 2:1 (19:21, 21:13, 15:9) zu gewinnen. „Es ist unglaublich, was wir erreicht haben. Es ist definitiv unser Team, dass uns zu solchen Leistungen fähig macht. Und es sind wir, die immer besser ins Turnier gekommen sind“, sagte Ludwig.

 

+++ 14:13 Uhr: Larissa/Talita gewinnen Bronze +++

In einem zumindest im Tiebreak spannendem kleinen Finale holen sich Larissa und Talita aus Brasilien einen Tag nach der Niederlage gegen Ludwig/Walkenhorst WM-Edelmetall. Mit einem 2:1 (21:12, 16:21, 18:16) gegen Humana-Paredes/Pavan aus Kanada sichern sich die Südamerikanerinnen einen Platz auf dem Podium.

+++ 11:00 Uhr: Vorschau: Es geht um Gold +++

In wenigen Stunden treffen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst auf die US-Amerikanerinnen Fendrick/Ross A. - und spielen dort um die erste WM-Medaille ihrer Karriere. Die Herren spielen heute ihre Viertelfinals aus, die größten Hoffnungen des heimischen Publikums liegen im österreichischen Duo Doppler/Horst.

Alles, was ihr wissen müsst, findet ihr in unserer ausführlichen Vorschau zu WM-Tag 9.


 

WM-Tag 8: Freitag, 04.08

 

+++ 18:20 Uhr: Finaaaaale! +++

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst haben es erneut geschafft, auf den Punkt da zu sein. Die gesamte Saison über kämpfte das Duo mit enormen Verletzungsproblemen, spielte kaum ein Turnier. Sogar ihr Trainer Jürgen Wagner machte sich Gedanken, ob sein Duo für die Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft gut vorbereitet ist – schließlich fehlte Ludwig/Walkenhorst „der Spielrhythmus.“

Mittlerweile lässt sich sagen, an diesem achten Tag der WM in Wien: Laura Ludwig und Kira Walkenhorst sind gut genug, um in ein WM-Finale einzuziehen. Mit 2:0 (21:19, 21:16) besiegten die Olympiasiegerinnen im Halbfinale Larissa/Talita aus Brasilien und spielen am morgigen Samstag um WM-Gold. Schon jetzt ist sicher: Deutschland hat nach 2013 die zweite WM-Medaille bei den Frauen überhaupt sicher.

Im Finale treffen Ludwig/Walkenhorst auf Lauren Fendrick und April Ross. Die US-Amerikanerinnen setzten sich im zweiten Halbfinale mit 2:1 (19:21, 21:16, 15:11) gegen die Laboureur/Sude-Bezwingerinnen Pavan/Humana-Paredes durch. 

> Ausführlicher Bericht inkl. Stimmen

+++ 17:32 Uhr: Doppler/Horst weiter im Rausch +++

„Wir haben gestern schon gedacht, dass es nicht mehr besser geht. Und dann kommen wir heute hierher und die Fans machen hier so eine Stimmung – Wahnsinn.“ Alexander Horst war überwältigt, wieder einmal. Gestern zogen er und sein Partner Clemens Doppler ins Achtelfinale der WM ein, heute legten sie noch einen drauf: Das 2:0 der Österreicher gegen Katar machte das Viertelfinale perfekt und machte aus dem voll besetzten Center Court einen tobenden Hexenkessel.

Dafür sorgten auch die knappen Sätze (26:24, 24:22), in denen Doppler und Horst jeweils in der Endphase die Nerven behielten. Platz fünf hat das Duo sicher, und es soll noch weiter gehen: Gegen die an Position sieben gesetzten Polen Piotr Kantor und Bartosz Losiak spielen sie morgen im Viertelfinale des Turniers. In diesem Jahr trafen beide Duos bislang einmal aufeinander, das Duell ging klar an Polen.

Doch die haben es morgen nicht nur mit Doppler und Horst, sondern auch mit 10.000 weiteren überwiegend österreichischen Gegnern zu tun. Und die werden dafür sorgen, dass Alex Horst noch einmal von der Kulisse überwältigt wird.

 

+++ 13:51 Uhr: Laboureur/Sude unterliegen im WM-Viertelfinale +++

Sie stellten sich als zu große Hürde heraus: Chantal Laboureur und Julia Sude scheiden im Kampf um den Einzug in die Runde der letzten Vier gegen die Kanadierinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Parades nach einem 0:2 (15:21, 16:21) aus. Vor allem im Angriff hatten die Weltranglisten-Zweiten das ganze Spiel über Probleme, die Punkte zu machen. Sie kämpften sich zwar immer mal wieder heran, letztlich mussten sie sich aber geschlagen gegeben. Dennoch steht für Laboureur/Sude am Ende aber ein immer noch hervorragender fünfter Platz.

> Weiterlesen: Laboureur/Sude werden WM-Fünfte

+++ 13:09 Uhr: Halbfinale mit historischer Dimension +++

Man hört sie von den Sportlern immer wieder, die von-Spiel-zu-Spiel-Floskel. Laura Ludwig und Kira Walkenhorst zeigen bei der Weltmeisterschaft in Wien, dass bei ihnen was dahintersteckt: Mit einem eindrucksvollen Auftritt auf dem Center Court besiegten sie Brooke Sweat und Summer Ross aus den USA mit 2:0 (21:15, 21:14) und zogen beinahe im Vorbeigehen ins Halbfinale dieses Turniers ein.

Wobei dieser Erfolg im Viertelfinale und das damit Erreichte schon eine fast historische Dimension hat: Vor vier Jahren waren Karla Borger und Britta Büthe das erste europäische Team, das überhaupt eine WM-Medaille gewinnen konnte – in Wien schicken sich die Olympiasiegerinnen Ludwig/Walkenhorst an, einen ähnlichen Coup wie in Rio vergangenes Jahr zu landen.

Doch bevor die Gedanken um das Finale am Samstag kreisen, müssen sie bereits heute Nachmittag den ersten richtig starken Gegner in diesem Turnier auf der Donauinsel besiegen: Larissa Franca und Talita Antunes aus Brasilien spielten in Wien bisher richtig guten Beach-Volleyball.

„Sie spielen eine starke Saison, haben Turniere gewonnen und richtig gute Spiele abgeliefert. Für uns gilt es jetzt, uns schnell zu erholen und dann möglichst frisch in das Halbfinale reinzugehen. Wir kommen unserem besten Spiel immer näher“, meinte Ludwig nach der Partie. Das Halbfinale gegen die Brasilianerinnen, gegen die sie in dieser Saison bereits zweimal verloren haben, wird entweder um 17.30 Uhr oder 18.45 Uhr ausgespielt.

+++ 12:04 Uhr: Favoritensterben im Herren-Turnier +++

Die Titelverteidiger Alison/Bruno: raus, Platz 9. Die Weltmeister 2013 Brouwer/Meeuwsen: raus, Platz 17. Die Olympiazweiten Lupo/Nicolai: raus, Platz 17. Die Weltranglistenzweiten Álvaro Filho/Saymon: raus, Platz 17. Und die World-Tour-Gesamtsieger des vergangenen Jahres, Samoilovs/Smedins: raus, Platz 9.

Das, was in den ersten beiden K.o.-Runden der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft in Wien ablief, darf man getrost als Favoritensterben bezeichnen. Die Spiele auf den Center- und Sidecourts in Wien zeigen einmal mehr, wie hoch das Niveau in der Weltspitze ist, wie eng die Teams dort zusammengerückt sind.

„Ich würde sagen, dass es einfach so geblieben ist von diesem engen Niveau, das auch in Rio schon sehr hoch war. Die Teams können sich alle untereinander schlagen und hier kommt noch der Faktor hinzu, dass durch das große Teilnehmerfeld die großen Nationen noch mehr gute Teams stellen. Da läufst du schnell Gefahr, schon früh im Achtelfinale auszuscheiden“, meint Ex-Profi Julius Brink, der in seiner aktiven Karriere an der Seite von Jonas Reckermann Weltmeister- und Olympiatitel gewann.

Wer im Achtelfinale noch aufeinandertrifft und welche Teams bereits im Viertelfinale stehen, seht ihr hier in der Ergebnis-Übersicht.

+++ 11:16 Uhr: WM-Vorschau Tag 8 +++

Zwei brasilianische, zwei kanadische und zwei amerikanische Duos: Laura Ludwig, Kira Walkenhorst, Chantal Laboureur und Julia Sude sind die einzig verbliebenen europäischen Teams im Wettbewerb. Heute geht es im Viertelfinale gegen die USA und Kanada, das Halbfinale würde ggf. am Abend ausgetragen werden. Alle weitere Infos und Empfehlungen gibt es in der Vorschau zu WM-Tag 8.

 

WM-Tag 7: Donnerstag, 03.08

 

+++ 18:37 Uhr: Doppler/Horst halten Österreichs Medaillen-Hoffnung am Leben +++

Die Menschen standen Schlange an diesem Donnerstagnachmittag, in der Hoffnung, noch einen Platz auf dem Center Court der Weltmeisterschaft in Wien zu ergattern. Sie sollten vergeblich warten, denn auf dem Court, bei gemessenen 65 Grad Sandtemperatur, spielten gerade Clemens Doppler und Alexander Horst Beach-Volleyball.

Auf den beiden Österreichern liegen die großen Hoffnungen der heimischen Fans, sie haben von den heimischen Teams die größten Chancen, weit in dem WM-Turnier zu kommen. Dass sie mit einem Tiebreak-Erfolg über die US-Amerikaner Brunner/Patterson gerade mal ins morgige Achtelfinale einzogen, war den 10.000 Zuschauern völlig egal – auf den Tribünen war die höchste Eskalationsstufe erreicht.

„Es ist für uns ein so schweres Turnier“, sagte Doppler mit brüchiger Stimme nach dem Spiel ins Stadionmikrofon, „aber ihr macht es so leicht für uns.“ Und der Jubel nach diesem Sieg war schon so groß, dass man sich fragt, was passiert, wenn die beiden Österreicher tatsächlich noch weiter kommen sollten als bisher.

 

+++ 17:47 Uhr: Wenn Kira Walkenhorst sprachlos ist +++

+++ 17:12 Uhr: Den Nachwuchs abgewehrt, ins Viertelfinale eingezogen +++

Und da ist Team zwei für Deutschland im morgigen WM-Viertelfinale! Und, was fast noch wichtiger ist: Laura Ludwig und Kira Walkenhorst sind angekommen bei dieser Weltmeisterschaft in Wien. Mit 2:0 (21:16, 21:16) besiegten die Olympiasiegerinnen Sara Hughes und Kelly Claes aus den USA und feierten den fünften Sieg in Folge auf der Donauinsel. „Das war vielleicht noch nicht unsere High Performance, aber ich bin sehr stolz und zufrieden mit unserer Teamleistung“, so Ludwig.

Und das, obwohl Kira Walkenhorst nach dem Spiel gestern Abend noch mit Schulterproblemen zu kämpfen hatte. „Ich konnte den rechten Arm nicht richtig heben und hätte nicht gedacht, dass ich heute hier so auf den Ball hauen kann“, meinte Walkenhorst. Bei der Spielerpräsentation haben sie noch ganz entspannt Fotos gemacht und Hände geschüttelt, dabei wartete ein Gegner, der sie schon zweimal besiegt hat. Im Achtelfinale trafen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst auf das junge Duo Claes/Hughes.

Und die erst 21- und 22-jährigen Amerikanerinnen bewiesen gleich mal ihren Spielwitz und zeigten, warum sie als die größten Talente in ihrem Land gelten: Vor dem prall gefüllten Center Court überraschten sie die Olympiasiegerinnen zu Beginn ein ums andere Mal mit kurzen Bällen, beim Stand vom 4:7 nahmen die schließlich die Auszeit. Danach zeigte die Taktik, Kelly Claes mit Aufschlägen einzudecken, Wirkung. Zur Technischen Auszeit übernahmen sie die Führung und gaben sie im Anschluss nicht mehr her. So ging der Satz letztlich deutlich mit 21:16 an die Deutschen.

Unter den Augen der versammelten deutschen Beach-Volleyball-Prominenz, u.a. ließen sich Jonas Reckermann und Julius Brink sowie Karla Borger und Victoria Bieneck das Match nicht entgehen, ging es im zweiten Satz zunächst umkämpft weiter. Erneut gelang es aber zuerst den Deutschen den Schalter umzulegen. Zum Satzende hin spielten sie ihre Stärken aus und brachten den Sieg souverän nachhause (21:16). „Wir haben mittlerweile genug Tools an der Hand, mit denen wir so ein Spiel entscheiden können“, sagt Ludwig.

+++ 12:25 Uhr: Laboureur/Sude im WM-Viertelfinale +++

Es ist nach dem zwei Turniersiegen auf der Major Series zweifelsohne der größte Erfolg ihrer Karriere: Chantal Laboureur und Julia Sude stehen im Viertelfinale der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft in Wien. Beim 2:0 (21:17, 21:19) gegen Taru Lahti und Riikka Lehtonen aus Finnland blieben sie wie schon in den vier Spielen zuvor ohne Satzverlust. Und so wie sie in diesem Achtelfinale aufgetreten sind, ist ihnen für dieses Turnier auch noch mehr zuzutrauen, als dieser bislang sichere fünfte Platz.

Trotz der frühen Stunde hatten schon einige Zuschauer den Weg zum Center Court gefunden – unter ihnen auch eine beachtliche Zahl finnischer Fans, die Taru Lahti und Riikka Lehtonen lautstark unterstützten. Aber auch Chantal Laboureur und Julia Sude genossen große Unterstützung, die sich laut bemerkbar machte. Nach einem ausgeglichenen Start übernahm das deutsche Duo schnell das Kommando.

Mit druckvollen Aufschlägen auf Taru Lahti setzten sie die Finninnen so unter Druck, dass die entweder Fehler begingen oder Laboureur die Bälle in der Abwehr aus dem Sand fischen konnte. Auch eine Auszeit änderte daran wenig, Laboureur/Sude brachten den Satz routiniert zu Ende (21:17).

Nachdem sie auch im zweiten Satz zunächst die Führung übernahmen, sah alles nach einem souveränen Sieg aus. Doch die Finninnen wehrten sich nach Kräften und führen beim 11:10 erstmals. Danach entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, in dem es den Deutschen in den entscheidenden Momenten gelang, die Ruhe zu bewahren und die Punkte zu machen.

Das machte auch Chantal Laboureur als Schlüssel zum Sieg fest: „Entscheidend war vor allem unsere Beharrlichkeit, wir haben unsere Taktik fast konstant durchgezogen. Momentan macht uns das Spielen einfach unheimlich Spaß“. Julia Sude bekannte, dass sie zunächst von der Taktik der Finninnen etwas überrascht waren: „Sie haben ihr Spiel ein bisschen geändert da haben wir erst einmal gebraucht, um herausfinden, was das war“.

Im Viertelfinale am Freitag wartet nun das kanadische Duo Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes, die sich gleichzeitig gegen die Schweiz durchsetzten. Für Chantal Laboureur sind die beiden nicht gänzlich unbekannt: „Wir haben ganz am Anfang der Saison einmal gegen sie gespielt und gewonnen. Seitdem sind sie aber durch die Decke gegangen und das in ihrer ersten Saison! Wir müssen uns jetzt erst einmal ein paar Videos anschauen und gucken, was sie seit unserem Match so geändert haben“. Der Zeitpunkt des Duells um den Einzug ins Halbfinale steht noch nicht fest. 

+++ 10:18 Uhr: Mit kubanischem Blut aufs Podium +++

Kuba überrascht bei der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft in Wien, mal wieder. Während Nivaldo Diaz und Sergio Gonzalez hohe Ziele haben, sind die Frauen Lidiannis Echeverria und Leila Martinez froh, überhaupt spielen zu dürfen.

> Weiterlesen: Mit kubanischem Blut aufs Podium

+++ 09:27 Uhr: WM-Vorschau: Tag 7 +++

Aus sechs mach zwei: Am siebten Turniertag sind noch zwei deutsche Damen-Teams übrig, die die Chance auf das Viertelfinale haben. Eine Einschätzung zu den beiden Duellen sowie einen Tipp für Beach-Volleyball-Begeisterte gibt es in > unserer WM-Vorschau für Donnerstag.

 


WM-Tag 6: Mittwoch, 02.08

 

+++ 19:42 Uhr: Böckermann/Flüggen scheitern in "Lucky Loser"-Runde +++

Lars Flüggen und Markus Böckermann verfolgt auch bei der Weltmeisterschaft das Pech. Im Spiel um den Einzug in die K.o.-Runde unterliegen sie Italien - statt weiter in Wien zu spielen, wird Flüggen in Hamburg zu einem MRT-Termin erwartet. „Unterm Strich ist es wahrscheinlich eine schwere Verletzung, und es könnte das Saisonaus sein“, so Böckermann.

> Weiterlesen: Platz 33 für Böckermann/Flüggen in Wien

+++ 17:11 Uhr: Borger/Kozuch mit Rang 17 raus +++

Lange, lange saßen Karla Borger und Margareta Kozuch nach Spielende noch auf den Spielerbänken. Ein Handtuch auf dem Kopf, eine Falsche Wasser in der Hand. Und nach und nach kamen die Tribünen auf dem Nebencourt 3 der WM in Wien in den Zustand, der sicherlich auch auf das Duo zutraf: leer.

Mit 0:2 (16:21, 19:21) verloren Borger und Kozuch gegen Heather Bansley und Brandie Wilkerson aus Kanada. Die Weltmeisterschaft ist damit für sie passé, mit Platz 17 schieden sie in der ersten K.o.-Runde aus. Man kann ihnen nicht den Vorwurf machen, nicht gekämpft zu haben. Allerdings waren sie in der Partie nicht gut genug, um in die Runde der letzten 16 Teams einzuziehen: Vor allem die Angriffe der beiden Spielerinnen blieben zu oft ohne nennenswerte Wirkung.

Sicherlich ist das Team mit höheren Erwartungen nach Wien gekommen, die letztlich enttäuscht wurden. Und auch der weitere Saisonverlauf hält vorerst kein weiteres Highlight bereit. Während sich Nadja Glenzke und Julia Großner auf die Europameisterschaft in Lettland vorbereiten können, sind Borger/Kozuch dafür nicht qualifiziert.

+++ 15:52 Uhr: Ludwig/Walkenhorst & Laboureur/Sude im Achtelfinale +++

Wäre es nach der Lautstärke der Zuschauerunterstützung gegangen, wäre das Duell ein deutliches geworden: Die Gunst der Zuschauer des Center Courts galt den Olympiasiegerinnen aus Deutschland. Auf dem Platz sah das zu Beginn des Satzes ganz anders aus. Die Chinesinnen Yue/Wang deckten vor allem Laura Ludwig zunächst mit ihren Aufschlägen ein, die aber nach einigen unpräzisen Zuspielen von Walkenhorst Mühe hatte, den Ball im Feld unterzubringen. Eine Auszeit verschaffte den beiden die nötige Ruhepause, im Anschluss drehten die Deutschen auf und gingen wenig später erstmals in Führung. Yue/Wang hielten danach allerdings noch weiter mit, hatten jedoch nun selber Mühe Punkte zu machen. Der zweite Satzball brachte Ludwig/Walkenhorst schließlich den Satzgewinn (21:19).

Trotz 62 Grad Sandtemperatur drehte das deutsche Duo im zweiten Satz auf und konnte sich beinahe kontinuierlich absetzen. Zwar gelang es den Chinesinnen noch einmal etwas ranzukommen, Ludwig/Walkenhorst ließen sich nun aber überhaupt nicht mehr aus der Ruhe bringen und gewinnen das Spiel letztlich ohne viel Mühe mit 2:0 (21:19, 21:14).

Dementsprechend zufrieden zeigte sich Laura Ludwig vor allem mit dem zweiten Satz: „Da sind wir unserem Trainer gefolgt und haben schon sehr vieles richtig gemacht, aber wir können und wollen das noch besser machen. Uns fehlt immer noch ein bisschen die nötige Ruhe, das Gefühl, dass wir es können. Gerade im ersten Satz haben wir unruhig und nervös begonnen, das hat ein bisschen gedauert".

Kira Walkenhorst, die direkt nach dem Spiel wieder eine Schulterschlinge trug, äußerte sich ähnlich: "Phasenweise haben wir schon richtig gut gespielt, teilweise war es noch ausbaufähig. Ich war heute wieder einmal sehr froh, Laura an meiner Seite zu haben. Sie hat mir viel Sicherheit gegeben, die ich gebraucht habe". Für die Olympiasiegerinnen geht es nun gegen die US-Amerikanerinnen Claes/Hughes, gegen die sie bereits zweimal verloren haben. 

Gleichzeitig fand auf dem Nebenfeld ein deutsches Duell statt: Chantal Laboureur und Julia Sude trafen auf Nadja Glenzke und Julia Großner. Obwohl sich beide Sätze zu Beginn ausgeglichen gestalteten, setzen sich Laboureur/Sude letztlich jeweils deutlich durch und gewannen das Spiel mit 2:0 (21:14, 21:12). Die Weltranglisten-Zweiten nutzten Schwächephasen des neuformierten Duos Glenzke/Großner routiniert aus und zeigten sich im Anschluss bis zum Satzgewinn ganz souverän.

"Im Spiel hat sich das Ergebnis nicht so deutlich angefühlt, wie es im Endeffekt geworden ist. Wir sind aber immer geduldig geblieben und haben auf unsere Chancen gewartet", erklärte Chantal Laboureur den Schlüssel zum Sieg. Bei letzten Weltmeisterschaften sind Laboureur/Sude nach einer ebenfalls starken Gruppenphase bereits im ersten K.o.-Spiel ausgeschieden, das wollten sie tunlichst vermeiden: "Im Spiel hat das keine Rolle gespielt, aber gestern habe ich da schon mal kurz drüber nachgedacht", berichtete Laboureur. Im Achtelfinale trifft das Duo nun auf Lahti/Lehtonen aus Finnland.

+++ 12:54 Uhr: Was heute ansteht +++

Während die Damen heute bereits in der Runde der letzten 32 Teams antreten, beenden die Herren heute erst ihre Gruppenphase. Für vier deutsche Damen-Teams geht es daher nun um alles oder nichts: Borger/Kozuch, Ludwig/Walkenhorst, Laboureur/Sude und Glenzke/Großner spielen am Nachmittag um den Einzug ins Achtelfinale.

Dort würden auch Markus Böckermann und Lars Flüggen gerne spielen. Da sie in ihrer Gruppe aber nur Dritter wurden, müssen sie den Umweg über die Playoffs nehmen. Das Hamburger Duo tritt deswegen heute Abend in der Lucky Loser-Runde um 18.45 Uhr gegen Adrian Carambula und Alex Ranghieri an - die Bilanz der bisherigen direkten Duelle spricht eindeutig mit 5:2 für die Deutschen gegen die Italiener.

> Ausführliche Informationen gibt es in der aktuellen Tages-Vorschau

 

Alle Spiele im Überblick:

14:30, Court 2: Glenzke/Großner vs. Laboureur/Sude
> Livestream auf der WM-Homepage*

14:30 Uhr, Center Court: Ludwig/Walkenhorst vs. Yue/Wang (CHN)
> Livestream auf sportschau.de
> Livestream auf der WM-Homepage*

15:30 Uhr, Court 3: Borger/Kozuch vs. Bansley/Wilkerson (CAN)
> Livestream auf der WM-Homepage*

18:45 Uhr, Center Court: Böckermann/Flüggen vs. Carambula/Ranghieri ITA
> Livestream auf der WM-Homepage*

* nach kostenloser Registrierung

 

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