Zwei aus vier

Techniker Beach Tour Nürnberg, 29.06. bis 01.07.2018

Mit Phillip Arne Bergmann und Yannick Harms sowie Teresa Mersmann und Cinja Tillmann haben in Nürnberg Duos gewonnen, die damit bereits ihre zweiten Erfolge auf der nationalen Beach-Tour einfuhren.

Schwächephase genutzt

Wenn der emotionale „Vulkan“ Alexander Walkenhorst ganz ruhig wird und versucht auf seinen Partner einzuwirken, läuft normalerweise etwas schief: Weil Sven Winter und Alexander Walkenhorst im entscheidenden Satz völlig den Faden verlieren, gewinnen Phillip Arne Bergmann und Yannick Harms das Herren-Finale von Nürnberg mit 2:1 (15:21, 21:19, 15:8).

Wendepunkt des Spiels war dabei vor allem das Ende des zweiten und der Beginn des dritten Durchgangs, in dem Sven Winter mehrere Fehler am Stück unterlaufen, die den 20-Jährigen aus dem Tritt gebracht haben. Obwohl Walkenhorst mit seiner ganzen Routine noch versucht, auf seinen Partner einzuwirken, kommt der nicht mehr ins Spiel zurück. Das wussten Bergmann/Harms auszunutzen.

Spielen, spielen, spielen

Für das Nationalduo ist es nach dem Erfolg in Düsseldorf bereits der zweite Sieg auf der nationalen Tour in Folge. Bemerkenswert ist das auch, weil sie eigentlich gar nicht in Nürnberg sein wollten. Unter der Woche scheiterten sie aber noch in der Qualifikation für das 4-Sterne-Turnier in Warschau, reisten dann doch noch nach Nürnberg. Dass das Scheitern in Warschau mental noch nachgewirkt hat, davon hat man nichts gemerkt. Bis zum Finale gingen sie souverän durch das Turnier gaben sie keinen einzigen Satz ab, ließen sich auch von den sehr warmen Bedingungen nicht aus dem Konzept bringen.

Weil Bergmann nach seiner dreiwöchigen Krankheitspause dringend Spielpraxis braucht, hatten sie vorsorglich auch für die nationale Tour gemeldet. „Aktuell arbeiten wir jedes Mal an unserem Spiel, um uns nach der dreiwöchigen Krankheitspause zurück zu kämpfen. Man sagt, dass man rund vier Wochen braucht, um wieder an das ursprüngliche Leistungsniveau heranzukommen“, erklärte Bergmann am Samstag. 

Erneut Podium für Becker/Schröder

Ihr viertes Podium im vierten Turnier sicherten sich unterdessen Paul Becker und Jonas Schröder. Nachdem sie im Halbfinale noch Walkenhorst/Winter unterlegen waren, siegten sie gegen die Qualifikanten Peter und Georg Wolf souverän mit 2:0 (21:14, 21:16). Nach der Niederlage in der Vorschlussrunde musste Schröder zugeben, dass die Erfolge nicht nur Vorteile mit sich bringen: „Die vielen Spiele kosten gerade mental schon Kraft, gerade wenn es sehr warm oder relativ kühl wie in Düsseldorf ist. Wir haben unsere Trainingssteuerung deswegen auch ein bisschen angepasst, trainieren etwas weniger, um den Rhythmus beibehalten zu können.“ 

Alexander Walkenhorst und Sven Winter treten ebenso wie Bergmann/Harms in der nächsten Woche in der Qualifikation für das 4-Sterne-Turnier in Portugal an. Für Becker/Schröder heißt es dagegen erst einmal Pause, bevor es in zwei Wochen in Kühlungsborn mit dem ersten Strandturnier weitergeht und sie ihren Rhythmus wiederaufnehmen wollen.

Zwei Starts, zwei Siege

Bei den Damen marschierten Teresa Mersmann und Cinja Tillmann zu ihrem zweiten Turniererfolg. Nach ihrem überraschenden Auftakterfolg beim Heimevent in Münster siegten sie nun verdient in Nürnberg, weil sie das konstanteste Team vor Ort waren. Nachdem sie mit vier deutlichen Siegen ins Finale eingezogen waren, ließen sie auch Kira Walkenhorst und Leonie Körtzinger keine Chance und gewannen mit 2:0 (21:16, 21:14). Für Mersmann/Tillmann bedeutete das der zweite Sieg beim zweiten Turnierstart.

Gerade die „nur“ 1,74 Meter große Tillmann wusste im Turnierverlauf zu überzeugen, war auf dem Feld eigentlich überall zu finden. Angesprochen darauf, was sie an ihrer Partnerin am meisten schätzte, antwortete Mersmann nach dem Halbfinale dementsprechend: „Sie bringt unglaublich viel Energie auf das Feld.“ Andersrum bringe sie Teresa „immer runter, gerade in engen Phasen ist das manchmal sehr gut“. 

Zu engen Phasen kam es im Endspiel gegen Körtzinger/Walkenhorst nur selten. Das liegt auch in der Stärke von Mersmann/Tillmann, durch ungenaue Annahmen und Zuspiele brachten sich Körtzinger/Walkenhorst aber auch selber oft in Probleme. Ihr Trainer Jürgen Wagner gab nach dem gewonnenen Halbfinale Einblick in den körperlichen Zustand Walkenhorsts: „Kira ist so bei 70-80 Prozent. Das Augenmerk liegt ganz klar auf der vollständigen Regeneration und da mussten wir die Ziele ganz anders definieren. Wichtig ist, dass sie mit Freude daran arbeitet und da ist sie völlig angekommen. In der Bewegung ist sie schon wieder sehr gut, die Schulterbelastung wollen wir noch nicht ausreizen.“ Im Finale wurde dieser Ansatz noch einmal deutlicher: Im zweiten Satz stellte Walkenhorst auf Aufschläge von unten um.

Die Bronzemedaille holten sich Sarah Schneider und Anna Behlen. In einem Spiel, das erst nach 50 Minuten entschieden war, behielten sie gegen Natascha Niemczyk und Sabrina Karnbaum mit 2:1 (21:19, 21:23, 15:8). Nach drei internationalen Podiumsplätzen ist es für Behlen/Schneider das erste Edelmetall auf der nationalen Tour.

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