Zwei Studentenweltmeister für 2019

Neues Duo

Eric Stadie spielt in der kommenden Saison an der Seite von Dan John, mit dem er 2018 Gold bei der Studenten-Weltmeisterschaft gewann. Für den Deutschen Vize-Meister von 2017 ist es nach Querelen mit dem Verband nicht Plan A, aber eine gute Alternative.

Ein Turnier, ein Titel

Auf ihrem ersten gemeinsamen Turnier sind sie direkt Studenten-Weltmeister geworden, jetzt wollen Eric Stadie (22) und Dan John (20) nach ihrem Erfolg im Juli 2018 in München eine ganze Saison gemeinsam auf dem Beach-Volleyball-Feld spielen. Stadie, Deutscher Vize-Meister von 2017, fällt dabei die Rolle des erfahrenen Spielers zu.

Denn John schaffte zwar an der Seite seines Jugend-Partners Simon Kulzer (spielt jetzt mit Armin Dollinger) im Jahr 2017 das Kunststück, den Titel der Deutschen U20-Meisterschaft zu verteidigen – im Erwachsenenbereich auf der Techniker Beach Tour spielte er aber erst wenige Turniere.

„Ich bin sehr froh, dass das funktioniert hat. Dan ist eine echte Motivationsrakete auf dem Court, das hat bei unserem bisher einzigen Turnier super harmoniert“, sagt Stadie. Zudem sei er froh, so kurzfristig überhaupt noch einen Partner gefunden zu haben – denn vor wenigen Tagen noch saß Stadie vor einem Scherbenhaufen.

Ein Facebook-Post, der Wellen geschlagen hat

Genau zwei Wochen ist es her, da ließ Eric Stadie seinem Unmut freien Lauf. Eigentlich wollte er mit dem Nachwuchstalent Robin Sowa (19) in die neue Saison starten, doch der entschied sich für einen Partnerwechsel und spielt künftig an der Seite von Lukas Pfretzschner (19). Oder besser gesagt, er musste den Partner wechseln, wie Stadie es empfindet.

In einem viel diskutierten Facebook-Beitrag unter der Überschrift „Zwangstrennung durch den Verband“ berichtete er seine Sicht der Dinge über den Verlauf dieser Entwicklung. So hieß es dort etwa: „Nach einigen "eindringlichen" Telefonaten zwischen dem Verband und Robin, wurde Robin schnell klar gemacht, dass er entweder mit Lukas ein neues Team bilden "kann", oder ihm andernfalls ein Dutzend Steine in seine zukünftige sportliche Laufbahn gelegt werden würden.“

Sowa nahm er in Schutz, in dem er schrieb: „Hierbei tut es mir vor allem für Robin leid, der bis zum Schluss für uns als Team gekämpft hat! Aber welcher Spieler entscheidet sich schon mit 19 Jahren für seinen eigenen Weg, wenn ihm gleichzeitig mit Förderungsentzug und weiteren Konsequenzen gedroht werden?“ Keiner, ergänzte er noch und beklagte außerdem, dass sich trotz Anfrage bei DVV-Sportdirektor Niclas Hildebrand keiner bei ihm gemeldet habe.

Hildebrand: „War überrascht, dass Robin meiner Empfehlung gefolgt ist“

Das sieht Hildebrand anders und sagt, dass er Stadie mit einer E-Mail geantwortet habe. Er berichtet, dass er Sowa einen Partnerwechsel zu Lukas Pfretzschner empfohlen hat – dazu gezwungen habe er aber niemanden, sagt Hildebrand. Er könne den Frust von Stadie zwar verstehen, seine Aufgabe als Sportdirektor des Verbandes sei es aber, die Perspektivduos bestmöglich aufzustellen.  

„Wir schauen perspektivisch auf die Olympischen Spiele 2024. Da reden wir heute über Wahrscheinlichkeiten, welche Spieler dann dort starten“, sagt Hildebrand. Das Potential dafür sehe er da eher bei den Athleten Robin Sowa und Lukas Pfretzschner – und nicht bei Eric Stadie. „Ich war überrascht, dass Robin dann meiner Empfehlung gefolgt ist“, so Hildebrand. Er räumt ein, dass er „einmal mehr den Telefonhörer in die Hand“ hätte nehmen können.

Das hat sich mittlerweile ergeben, zwischen Hildebrand und Stadie gab es ein erstes Telefonat, ein persönliches Gespräch in einer Runde auch mit Robin Sowa soll in den kommenden Wochen folgen. Schließlich wird Stadie als Kaderspieler beim Verband geführt – jetzt hofft er, dass er sich mit seinem neuen Partner Dan John auf die Saison konzentrieren kann. Ohne, dass etwas dazwischenkommt.

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