Timeout! - Versuch’s mal mit Gemütlichkeit

Ich bin Hamburger. Ich bin mit dem Rad hier. Aber es gibt ja auch diese schrecklich-peinlichen E-Roller oder dieses gesunde Flanieren, von dem immer alle reden.

Hier kommen also places to go, falls ihr in einer Pause (zum Beispiel zwischen Frauenfinale und Herren-Bronze) mal dem Trubel entfliehen wollt.
Auf dem Bild seht ihr den Autor dieser Zeilen – beim Elektrolytekonsum in eben solch einer Spielpause. Es ist auf der Krugkoppelbrücke, nur gut 1km von hier - mit dem Rad sind’s keine 3-4, zu Fuß 10-12 Minuten. Getränke gibt’s 100m vor Ankunft. Gönnt euch!

Little did you know: bis zur Alster – der schönen Seite! – sind’s nur 600m; einfach raus, links, dann immer der Nase nach die Alsterchaussee runter. Dort gibt’s Schatten, Sonne, Wasser, mobile Eisbuden, flanierende A- bis F-Promis, diesdas. Savoir-vivre - einfach mal ne halbe Stunde leben wie Gott in Frankfurt.

 

Bewegtbilder vom Hamburger Sand … aus Bukarest

Auf Court 2 spreche ich Florin an, der mit starkem rumänischem Akzent gutes Englisch spricht. Er ist Kameramann. Florin schickt mich zu seinem Chef, …der Florin heißt und „Head of Graphics“ ist. Ich erfahre: bis zu 64 Kameras fangen die Bilder vor Ort live ein, im enorm wuchtigen Media-Truck hinter dem Stadion wird das finale Bild produziert, welches Ihr zuhause im Stream zu sehen bekommt. In den 2-6 Sekunden (hier in Hamburg sind es 2) war das Material einmal in Bukarest, der Zentrale. Alle Angestellten kommen aus Rumänien. Sie gehören auf besondere Art zur Beachvolleyball-Familie, reisen mit dem World-Tour-Kalender um die Welt. Ins Gespräch mit Florin, dem Kameramann, kam ich, weil ich bisher hier in Hamburg keine Kommentator*innen gesehen habe. Falls ihr – wie ich – den Stream über Volleyballworld schaut und euch – wie ich – auch immer schon gefragt habt, wo die Kommentator*innen sitzen, kommt hier die Antwort:

Keine Ahnung! Florin kann es mir nicht sagen: „actually, i don’t care, haha“. 
Im Pressebereich verrät mir Julius Brink, der nach vielen Spielen die Interviews auf dem Center-Court macht, dass auch er nicht immer weiß, wo konkret der Kommentar herkommt. „Volleyballworld setzt häufig Experten ein, zum Beispiel ehemalige Spieler, die sich für bestimmte Begegnungen besonders eignen, aber die Standardkommentatoren sitzen immer am selben Ort.“ 

Aber eben nicht vor Ort. 

Am Ende des Gesprächs mit Florin und seinen sympathischen Angestellten, die teils noch nicht mal Florin heißen, werde ich von einem netten Herrn noch gebeten, die „most touristic spots in Hamburg“ zu nennen, damit sie in den 5 Stunden Hamburg, die ihnen morgen nach dem Finale noch bleiben, Fotos für ihre Familien machen können. „But only for 2 hours, for the last 3 hours I want a bar, where I can drink good german beer!”

„Was glaubst du eigentlich, wer du bist?”

Bullshit-Bingo mit der sympathischen Security
Ich unterhalte mich mit seit 3 Minuten mit Alex, der regelmäßig mit dem Rapper Kollegah verwechselt wird, und schon kommt mir die Idee, ein Bullshit-Bingo für Security-Angestellte zu entwerfen. Das‘ ne Marktlücke! Ich frage nach typischen Sätzen, die oft gehört werden. Hier für euch eine kleine Auswahl:

  • „Was glaubst du eigentlich, wer du bist?” (Spitzenreiter)
  • „Du bist der übelste Spielverderber, ey.”
  • „Du bist ne unterbezahlte Wurst.“ 
  • „Mit Abitur hättest du nen richtigen Job bekommen.“

 

Es gibt aber auch Positives; so berichtet eine nette Kollegin, sie habe "noch überhaupt kein Fehlverhalten bisher" erlebt. Ein oft gehörter Satz sei auch "ihr macht nen super Job!" – auch von Leuten, mit denen es vorherig Stress gegeben hatte. Der Satz, der die meisten Gäste aber in lästigen Diskussionen überzeugt, ist: "Es geht um eure Sicherheit" Anekdote des Tages: aufgrund der Verkabelung und dem Knopf im Ohr werden die Jungs und Mädels auch gern mal für den Geheimdienst oder wahlweise das SEK gehalten … oder sind sie’s…?

Pipi in Takka Tukka Schland

Mit diesem Beitrag erfüllt der Autor auf vielen Ebenen seinen Bildungsauftrag; hier ist ein Info-Post für FLINTA (es ist ok, wenn ihr das nachschlagt): das sind die Herrentoiletten. „Spül, Satz und Sieg“ – was ist hieran – neben der 3-fach-Alliteration – nun gut? Humor für Tennisspielende (Tennis to society!), weil sich der Gag an die Sportart anpasst wie ein Chamäleon an seine Flora, aber gleichzeitig versteckt sich hinter dem Stilmittel das behavioral-psychologische Phänomen des „Nudging“. An dieser Stelle dürft ihr das zweite Mal ins Internet abbiegen … und dann winkt die nächste Challenge (Achtung, Aufgabenbereich 3): 

Wer als erstes den Autor dieser Zeilen findet und ihm erörtert, in welcher Form hier Nudging greift, bekommt neben dem Super-Seat direkt neben dem Center-Court ein Getränk oder eine Portion Pommes ausgegeben. Bei den Preisen vor Ort – Hauptpreis! Wenn die Aussicht darauf mal nicht Anstupser genug ist … ;-)

 

Das ist Hilde

Das ist Hilde. Hilde verhält sich wie ein Teenie auf einem Konzert von Billie Eilish. Sie macht ein Video nach dem anderen und wiederholt ständig Sätze wie „Die sind so süüüß!“, „Wie die sich bewegen!“ oder „Wahnsinn, wie genau das ist!“. Hilde hat sich in die Line-Jugdes verliebt. Keine Bewegung entgeht ihr. Bewundernd will sie jede Bewegung aufsaugen, will verstehen, was welche Zeichen bedeuten. Hildes Ehemann sitzt konsterniert-resigniert daneben und versucht sich auf’s Spiel zu konzentrieren. Klappt so mittel.

 

Das ist Jojo

Doch doch, da ist jemand drauf. Auch die Security wusste heute morgen nicht, ob sie ihn rauswerfen soll, ob er „noch“ oder „schon“ da war. Es gab aber keine Schlägerei am Vorabend, nach welcher er liegen geblieben ist, die Schürfwunden an Knie- und Ellenbogengelenken stammen noch vom letzten K.I.Z-Konzert, erklärt er auf Nachfrage. 

Jojo hat sozusagen ein Abo auf das erste Spiel. Jeden Tag. Er ist der Freund von Sarah Schulz und natürlich immer am Start. Laboureur/Schulz haben am Mittwoch die Qualifikation mit dem 8:00 Uhr-Spiel eröffnet. Donnerstag im Hauptfeld gebührte ihnen wieder der 8:00 Uhr-Slot … and guess what … Freitag auch. Wenn das Finale auf 8:00 Uhr verlegt wird, mache ich mir keine Sorge um den Turniersieg für Sarah und Chanti – nur um das Schlafdefizit von Jojo.

You’re all over the place!

Hier ein absoluter Live-Hack, wie Ihr den Überblick behaltet, beispielsweise, wenn es mal synchron auf Court 1+2 spannend wird. Das Video zeigt die Möglichkeit, den beach-volleyball.de-Stand, reiche rüstige Rentner beim Tennisspielen, den Warm-Up-Court, Court 2 UND den Center-Court zu sehen. 

Einfach nur, wow, wissen wir. A propos wow – an dem Ort, an dem das Video entstanden ist, liegt ein beach-volleyball.de-Schlüsselband. Wer es findet, darf es behalten – und bekommt am beach-volleyball.de-Stand ebenfalls einen Gutschein von uns und darf das nächste Spiel mit Begleitung in den Liegestühlen direkt hinterm Feld verfolgen. Dann seid ihr nicht mehr in der Vogelperspektive, sondern maximal nah dran.

Better be quick!

 

„Nach Rolltreppen stehen bleiben...“

Schon die Hamburger Kult-Band Fettes Brot stellte fest, dass es keine gute Idee sei: „nach Rolltreppen stehen bleiben.“ Das gilt wohl auch für normale Treppen. Stellt euch gut mit der Security, lernt sie entweder später bei anderer Gelegenheit oder potentiell gar nicht kennen … und geht ein paar Meter weiter nach rechts oder links, um euch dann im Stadion zu orientieren.

Wir machen eine Challenge draus: wer zuerst ein Foto ohne(!) stehende Menschen macht und am beach-volleyball.de-Stand vorzeigt, darf das nächste Spiel mit Begleitung in den Liegestühlen hinterm Feld verfolgen.