Das Interview mit Ester Volicerova

 

Ester Volicerova kennen die Volleyball-Fans vor allem aus der Halle. Die 31-jährige gebürtige Tschechin spielt seit 2002 beim USC Münster. Mit Erfolg wie sich zeigt. Allein in diesem Jahr wurde ihr Damenteam Meister in der ersten Bundesliga sowie Pokalsieger. All ihre Erfolge aus der Vergangenheit aufzuführen würde an dieser Stelle aber zu weit führen. Es sind einfach zu viele. Das Thema Beach-Volleyball hatte bei Ester in den vergangenen beiden Jahren nicht oberste Priorität. In dieser Saison will sie mit Partnerin Julia Krumbeck aber noch einmal richtig angreifen. Allerdings muss sich das Duo derzeit noch mühsam durch Landesturniere kämpfen, um das leere Punktekonto wieder aufzufüllen.Im Interview mit beach-volleyball.de spricht Ester über ihren späten Start in die Beach-Saison, ihre schwere Verletzung und über das mühsame Sammeln von Ranglistenpunkten.

 

 

Erst einmal Herzlichen Glückwunsch zum Meistertitel und Pokal-Sieg. Entsprechend bist Du bis vor einigen Tagen mit dem USC Münster noch in der Halle aktiv gewesen. Seid wann trainierst Du wieder im Sand?

 

Meine Partnerin Julia Krumbeck und ich trainieren seit dieser Woche zusammen im Sand. Vorletzte Woche habe ich auch schon mal im Sand trainiert, aber insgesamt war ich in dieser Saison bisher kaum beachen.

 

Und wie war Dein Eindruck?

 

Ja klar, das ist ein bisschen was anderes. Aber ich gehöre ja nun einmal zu den älteren Spielerinnen und mit Erfahrung, Ballgefühl und drei oder viermal Training in der Woche im Sand, dann wird das hoffentlich wieder besser. Also, als ich das erste Mal im Sand war (im Jahr 1999), ist es deutlich schlimmer gewesen.

 

In den vergangenen zwei Jahren hast Du aufgrund Deiner schweren Verletzung ja nur vereinzelt Beach-Volleyball-Turniere bestritten.

 

Ich habe ja schon 2002 mit Julia zusammen eine Saison gebeacht. Und dann bin ich zum USC Münster gewechselt. Dort habe ich mir einen Kreuzbandriss im Knie und einen Knorpelschaden geholt. Damit musst ich sechzehn Monate pausieren. Erst im August 2004 habe ich wieder mit dem Balltraining angefangen, also erst ganz langsame Bewegungen. Ich habe dann auch in der Halle weiter gemacht und versucht zurück zu kommen bzw. wieder richtig Volleyball zu spielen. Jetzt war ich beim USC Münster zwar als Auswechselspieler aktiv, aber die Einstellung war immer da. Mein Knie ist zwar nicht wie früher, aber es geht und ich werde es auch weiterhin versuchen und mal einfach schauen.

 

Hast du denn heute im Spiel immer noch Schmerzen?

 

Also das Knie reagiert nach der Belastung noch etwas, mal mehr, mal weniger. Aber es ist jetzt schon viel besser als zu dem Zeitpunkt als ich mit dem Training begonnen habe und ich muss einfach immer schauen wie es weiter gehtŽs.

 

Jetzt hast Du und Deine Partnerin aufgrund der Verletzungsauszeit ja kaum Ranglistenpunkte und müsst Euch derzeit sozusagen von unten nach oben kämpfen. Was sind denn die nächsten  Turnierpläne?

 

Am Wochenende war gerade der A+ Premium Cup in Marl. Insgesamt ist es sehr schwierig für uns, in die größeren Turnieren reinzukommen, weil es nur wenige Masters und ein deutlich kleineres Hauptfeld gibt. Derzeit werden wir mit den Punkten nicht mal zur Quali. zugelassen und eine Wildcard werden wir nach Aussage des DVV auf keinen Fall bekommen. Wenn wir uns in

diesem Jahr für ein Masters-Turnier qualifizieren könnten, wäre das somit total gut. Und bei den Cups müssen wir natürlich in der Qualifikation gut spielen und auch dort versuchen Punkte zu sammeln.

 

Ein mühsamer Weg.

 

Genau. Also für uns ist klar, dass wir immer die Qualifikation spielen müssen, sonst geht es einfach nicht. Aber Julia ist auch ein kämpferischer Typ und wir spielen einfach alles, was geht.

 

Du hast in der Halle wirkliche viel erreicht, wieso spielst Du noch Beach-Volleyball? Bist Du einfach noch so hungrig nach dieser Sportart?

 

Es ist natürlich ein bisschen was anderes als Hallen-Volleyball. Und ich es sehe es auch so, dass man als älterer Spieler seine Erfahrung auch umsetzen kann. Zudem bin ich ein Typ, der einfach viel Energie hat und ich will einfach etwas anderes ausprobieren. Wenn ich sehe, dass das nicht funktioniert, weil ich einfach zu schlecht bin, dann sehe ich das ein. Aber Beach-Volleyball ist mittlerweile sehrt populär und es macht einfach viel Spaß.

 

Vielen Dank für das Interview.

 

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