Ein Duo für die Zukunft

Beach national

Mit Leonie Körtzinger und Sarah Schneider bilden zwei Spielerinnen ein Team, von dem man sich beim DVV für die Zukunft viel verspricht. Für die Perspektive „Medaille bei Olympia 2024“ wechselt Schneider auf die Abwehrposition.

Neue Stadt, neue Position

Sie gelten als zwei der größten Talente im deutschen Beach-Volleyball und sind Hoffnungsträgerinnen für die Zeit nach den Olympischen Spielen 2020 in Tokio: Leonie Körtzinger (21) und Sarah Schneider (22) gehen ab sofort gemeinsam an den Start. Gerade für Schneider bedeutet das eine große Umstellung: Nicht nur, dass sie dafür umgezogen ist, sondern vor allem, dass sie die Position wechselt: Vom Block in die Abwehr.

Zwar kommen bei Schneider deswegen manchmal kleine Zweifel auf, sie gibt aber auch zu, dass „Leo im Block höher und stabiler ist“. Und: „Wenn ich nicht davon überzeugt wäre, würde ich es nicht machen.“ Niclas Hildebrand, Sportdirektor beim Deutschen Volleyball-Verband (DVV), zeigt für die Überlegungen Verständnis: „Aus ihrer Sicht sind das aber eben erst einmal zwei bis drei Schritte zurück, das fällt natürlich schwer“, erklärt er. Das Vertrauen in Zeit und Trainer sei aber groß, sagt Schneider.

An der Seite von Olympiasiegerinnen und Deutschen Meistern weiterentwickeln

In der Vergangenheit hatte sie immer wieder mit körperlichen Problemen zu kämpfen, die Saison 2018 absolvierte sie erstmals verletzungsfrei. Das zahlte sich aus, gemeinsam mit Anna Behlen war sie national wie auch international erfolgreich. Da ist der Schritt, als unerfahrene Abwehrspielerin neu anzufangen, groß: „Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, auch weil die Saison mit Anna super gut war“, sagt Schneider deswegen, „gerade wenn man sich von unten wieder hochgekämpft hat, ist es schwerer loszulassen und sich wieder auf etwas komplett Neues einzulassen.“ Aber: „Wir glauben, dass sie in der Abwehr noch stärker als im Block sein kann“, erklärt Hildebrand. Langfristig könne sie mit dem Wechsel und einer Technikumstellung nach dem Modell Ludwig/Walkenhorst ganz oben ankommen.

Schneider ist dafür kürzlich nach Hamburg gezogen, wo sie gemeinsam mit Körtzinger in einer Trainingsgruppe mit Ludwig/Walkenhorst und Victoria Bieneck/Isabel Schneider am Olympiastützpunkt arbeiten wird. Gerade nach dem Wechsel auf die Abwehrposition bietet das für Schneider die Möglichkeit, viel von den erfahrenen Kolleginnen Ludwig (32) und Schneider (27) zu lernen. „Ich bin seit zwei Wochen hier und bin gerade von Morph (Bowes, Chef-Bundestrainer der Damen, Anm. d. Red.) begeistert. Schon jetzt habe ich einen anderen Blick auf professionelles Volleyball bekommen“, erzählt sie.

Körtzinger mit wechselhaften Leistungen

Leonie Körtzinger durfte bereits erste Erfahrungen in diesem Umfeld sammeln: Die vergangene Saison absolvierte sie zu großen Teilen an der Seite von Kira Walkenhorst. „Mit ihrer individuellen Entwicklung sind wir zufrieden. Die Entwicklungsschritte waren allerdings auch nicht größer als geplant“, bilanziert Hildebrand. 

Die Diskrepanz zwischen Trainings- und Spielleistung sei oft zu groß. Mit ihrer Körpergröße von 1,88 Meter ist Körtzingers Präsenz im Block groß, allerdings mangelt es ihr noch an Technik und Stabilität. Dazu muss die Annahme sicherer werden. Dennoch hielt Hildebrand fest: „Wie gut sie sein kann, hat im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft gegen Borger/Kozuch gesehen. Da hat sie sensationell gespielt.“

Edelmetall in Paris?

Beide Spielerinnen sollen nun im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2024 gezielt aufgebaut werden. Dafür werden sie in der nächsten Saison nicht nur national Erfahrungen sammeln und an der Technikumstellung arbeiten. Entwickeln sie sich wie erhofft und funktioniert Schneider tatsächlich auch in der Abwehr, ist Hildebrand von einer großen Zukunft überzeugt: „Individuell haben sowohl Sarah als auch Leonie das Potenzial, in Paris die nächsten Medaillen für uns zu holen.“ 

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