"Ich wollte gewinnen!"

Beach International

55-mal traten Ben Saxton und Chaim Schalk gemeinsam auf der FIVB World Tour an, nicht einmal konnten die Kanadier ein Turnier gewinnen. Jetzt zog Schalk die Reißleine und wagt einen großen Schritt: Von nun an wird der 31-Jährige unter einer anderen Flagge starten.

Konstant unkonstant

Große Neuigkeiten in Podcasts zu veröffentlichen, scheint im nordamerikanischen Beach-Volleyball in Mode gekommen zu sein: Neben April Ross nutzte auch der Kanadier Chaim Schalk ein Interview, um das Ende seiner Partnerschaft mit Ben Saxton bekannt zu geben. „Ben und ich hatten einen guten Lauf und ich bin stolz auf das, was wir geleistet haben. Wir haben einige gute Resultate erzielt und waren wirklich ein tolles Team bezüglich Freundschaft und Wettkampflevel. Aber in der Saison hatte ich das Gefühl, dass wir uns nicht mehr in die Richtung bewegen, in die ich gehen wollte. Das hat die Frage 'Wenn das nicht länger der Weg ist, wo will ich hin?' aufgeworfen“, erklärte der 31-Jährige seine Entscheidung im SandCast Podcast.

Schalk und Saxton spielten seit 2013 zusammen, die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro blieb das Highlight. In dieser Saison tat sich das kanadische Duo schwer: Dem fünften Platz bei den Weltmeisterschaften in Wien stehen 17. und 25. Plätze bei den großen Turnieren der FIVB World Tour gegenüber. Ganz oben standen Saxton und Schalk auf internationaler Bühne nie – etwas, was an Schalk nagte: „Wir haben nie ein Turnier gewonnen. Jedes Team auf unserem Niveau hat ein Turnier gewonnen. Wirklich jedes Team. Und das war eines, was ich unbedingt tun wollte: Ich wollte gewinnen.“ 


Start unter US-amerikanischer Flagge

Um diesen Meilenstein endlich zu erreichen, hat sich Schalk nun für eine ungewöhnliche Maßnahme entschieden: „Ich bin immer noch jung und will noch eine lange Zeit Beach-Volleyball spielen, ich habe alle Optionen in Erwägung gezogen. Eine von ihnen war der Fakt, dass ich eine doppelte Staatsbürgerschaft (Anm. d. Red.: Schalks Mutter ist US-Amerikanerin) habe und die Verbände wechseln könnte. Das ist eine schwierige Entscheidung, aber ich denke, dass ich davon auf lange Sicht profitieren werde.“ 

Kanada ist eine klassische Wintersportnation, nicht nur die klimatischen Bedingungen sind für Beach-Volleyballer schwierig. Nicht ohne Grund trainieren die meisten der Spitzensportler in den USA, dazu kommt eine geringe finanzielle Unterstützung sowie ein problematischer Sponsorenmarkt. „In Kanada ist es schwierig, mit Beach-Volleyball sein Geld zu verdienen und etwas für seine Familie zurücklegen zu können. Ich liebe, was ich tue, aber ab einem gewissen Punkt muss ich davon auch leben können“, beklagt sich Schalk. 


Startverbot auf internationaler Ebene

Ein großes Risiko ist diese Entscheidung trotzdem, vor allem weil mit dem Verbandswechsel ein zweijähriges Startverbot für die FIVB World Tour mit einhergeht. Große Hoffnungen setzt der Olympionike deswegen in die US-amerikanische Tour AVP: „Ohne die AVP wäre der Wechsel nicht möglich gewesen. Man kann nicht einfach nicht spielen. Aber die AVP expandiert jedes Jahr, so wie es aussieht gibt es immer mehr Preisgeld. Das gibt mir die Möglichkeit, mich trotzdem weiterzuentwickeln.“ Mit wem er die Turniere spielen wird, ließ Schalk aber zunächst offen. 

Sein Ex-Teamkollege Saxton ist dagegen schon fündig geworden: Der 28-Jährige tat sich mit Grant O´Gorman (24) zusammen. Mit ihm ist dem Blockspieler nun der Erfolg gelungen, der ihm in 55 Turnieren mit Schalk verwehrt geblieben ist: Beim Zwei-Sterne-Event im australischen Sidney sicherte sich das Duo Saxton/O´Gorman gleich den ersten Platz und damit 200 Weltranglistenpunkte. 


Das Warten hat ein Ende

Einen besseren Start in eine neue Partnerschaft hätte man sich wohl nicht vorstellen können, dennoch trat Saxton im Anschluss auf seinem Blog der Beach Major Series ein wenig auf die Euphorie-Bremse: „Die Leute machen momentan ein bisschen Wirbel um meine erste Goldmedaille nach 88 World Tour Events, aber ganz ehrlich, sie setzen das nicht wirklich in den richtigen Kontext. Natürlich freue ich mich über den Turniersieg, es ist ein großartiges Gefühl ungeschlagen durch ein ganzes Event zu gehen, besonders, wenn man mit einem neuen Partner antritt. Aber das muss man in Relation setzen: Es war ein Zwei-Sterne-Event. Natürlich sind die Teams dort kein Fallobst, aber es ist trotzdem kein Vergleich zu einem Vier- oder Fünf-Sterne-Event; die großen Namen fehlten.“

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