Tomaten raus – Sand rein

Bayerische Beach-Volleyball-Meisterschaft Indoor

Warum die Bayerische Beach-Volleyball-Meisterschaft in einer Tomatenlagerhalle stattfindet.

FC Kirchweidach bringt Beach-Volleyball und Tomaten zusammen

In kurioser Umgebung finden am ersten Januar-Wochenende die Bayerischen Indoor Beach-Volleyball-Meisterschaften statt. Denn wer die Spielstätte von Frühjahr bis Herbst besucht, steht zwischen Bergen von Bio-Tomaten, Kisten und Verpackungsmaschinen. Gespielt wird nämlich in der Tomatenlagerhalle eines Gemüsehändlers der Gemeinde Kirchweidach im Chiemgau.

Ausrichter der 1. TomatOpen ist der dortige Sportverein FC Kirchweidach. Dessen Volleyball-Abteilung um den Vorsitzenden Christian Wolfertstetter kam auf die ungewöhnliche Idee. „Wir haben mit den Mannschaftskollegen immer wieder gewitzelt, doch mal in der Tomatenhalle Volleyball zu spielen“, lacht Wolfertstetter. „Als der Betreiber Wolfgang Steiner davon hörte, war er sofort hellauf begeistert.“

So wurde aus Spaß schnell Ernst. Zumal es nicht nur eine Jux-Veranstaltung werden soll. „Wir wollen den Menschen in der Region etwas bieten und natürlich Werbung für uns und den Beach-Volleyball machen“, erklärt der Vorsitzende. „Das geht nicht ohne hochklassigen Volleyball.“

Indoor-Meisteschaft rückt wieder in den Fokus

Folglich holten die Organisatoren den Bayerischen Volleyball Verband einfach mit ins Boot. Auch die BVV-Verantwortlichen waren von der Idee sofort überzeugt und ermöglichen den Kirchweidachern nun, die Bayerische Indoor Beach-Volleyball-Meisterschaft auszurichten. Diese fand in den vergangenen Jahren in München statt und wurde eher stiefmütterlich behandelt. Das soll sich nun ändern.  

Im Januar 2020 gibt es eine freie Bayerische Meisterschaft, bei der auch nicht-bayerische Teams an den Start gehen können. Zudem werden Punkte für die bayerische und die deutsche Tour vergeben. Und zwar nicht wenig. Denn hier hat auch der DVV mitgespielt. Er hat das Turnier in die Kategorie 1+ eingestuft. „Das war immer unser Ziel“, freut sich Wolfertstetter. „So wird die Meisterschaft noch interessanter für ambitionierte Teams“. Er geht davon aus, dass ein hochklassiges Teilnehmerfeld um Punkte und Preisgelder spielen und die Zuschauer begeistern wird.

Nachhaltige Sandnutzung in der Tomatenhalle

Ab Mitte Dezember startet dann die heiße Phase. Rund 80 ehrenamtliche Helfer schaffen bestmögliche Voraussetzungen für Spieler und Fans. Aus mehreren hundert Tonnen Sand sollen zwei Spielfelder entstehen und für die Zuschauer wird eine mobile Tribüne errichtet, die bis zu 300 Fans Platz bietet.  

Insgesamt bleibt der Sand vier Wochen in der Tomatenhalle liegen. Nach den Bayerischen Meisterschaften wird noch bis zum 25. Januar gepritscht und gebaggert. „Dann veranstalten wir kleinere Turniere und laden die Nachbarvereine zu uns ein“, blickt Wolfertstetter schon voll Vorfreude voraus. Danach heißt es wieder: Sand raus – Tomaten rein.

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