Verborgenes Talent im Beach-Camp gefunden

Beachcamps

Eigentlich wollte Rudy Schneider eine Woche mit der Beach-Academy an der türkischen Riviera trainieren. Doch plötzlich gastierte der 14-Jährige in der Nachwuchsschmiede des Deutschen Volleyball Verbandes.

Vom Camp für jedermann in die Talentschmiede

Jeden Morgen um 9 Uhr treffen sich die Nachwuchstalente des deutschen Beach-Volleyballs derzeit am Strand von Antalya. Dort trainieren sie für ihre Zukunft, einige möchten mit dem sandigen Sport eventuell mal ihren Lebensunterhalt bestreiten. Seit wenigen Tagen gehört einer dazu, der sich eigentlich für das Camp der Beach-Academy angemeldet hatte: Rudy Schneider, 14, sprang vom Trainingslager für jedermann direkt in die Talentschmiede – Zufall?

„Irgendwie schon“, sagt sein Vater. Im Internet stieß Raimund Schneider, 53, auf die Beach-Academy. Beim Buchen des Camps erfuhr er, dass die DVV-Junioren zur gleichen Zeit vor Ort sein werden. Er fand das für seinen Sohn interessant, allerdings hatte er niemals damit gerechnet, dass der auch direkt mittrainieren darf. „Ich finde es toll, dass Rudy jetzt diese Chance bekommt“, sagt er. Die DVV-Trainer vor Ort sahen da keine Probleme. Sie ließen ihn einmal zur Probe trainieren, und behielten ihn gleich da.  "Athletisch ist er auf dem gleichen Niveau, obwohl er zwei Jahre jünger ist. Er hat ein gutes Ballgefühl und gute Hände", sagt U18-Bundestrainer Leo Waligora.


Beinahe zum Bundespokal


Rudy ist auch gar kein so ganz unbeschriebenes Blatt. Im vergangenen Jahr hat er mit seinem Partner Yannik Ahr die U16-Meisterschaft im Beach-Volleyball gewonnen. Nur knapp schrammten die beiden an Platz eins beim U17-Wettbewerb und der damit verbundenen Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften und den Bundespokal vorbei. In der Halle steht der jetzt schon knapp 1,90 Meter große gebürtige Haitianer schon im Auswahlkader der U16, Position Außenangriff und Diagonal. „Halle wäre ok, Beach-Volleyball wäre mir aber lieber“, sagt er und liefert auch gleich den Grund mit: „Da hat man weniger Mitspieler."

In Borken, Nordrhein-Westfalen spielt er trotzdem Hallen-Volleyball, und zwar so gut, dass er zur U16 der Landesauswahl gehört. Sein Trainer: der Vater. Den nennt Rudy auch als Grund, warum er mit dem Sport angefangen hat. Raimund Schneider fährt mit seinem Sohn gern durch die Weltgeschichte. Mehrere Male waren Vater und Sohn bereits in Spanien zum Beach-Volleyball spielen unterwegs, aber auch in Deutschland hat Rudy schon ein paar Trainingslager absolviert. Die Erfahrung bei den DVV-Junioren aber beschreibt Raimund Schneider als „Meilenstein“.

 

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