WM in Holland: Oranje Macht

WM-Auftakt - Die Gastgeber

Auf der World Tour machen sie mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam, jetzt wollen die niederländischen Teams auch bei ihrer Heim-WM aufs Treppchen. Insgesamt neun Duos treten an, mindestens drei davon stehen unter besonderer Beobachtung.

Gut in Form

Madelein Meppelink und Marleen Van Iersel sind die Ersten, die sich auf dem Center Court in Den Haag präsentieren dürfen. Gegen Mashkova/Tsimbalova aus Kazachstan bestreiten sie am Freitag um 19.40 Uhr das Eröffnungsspiel der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft. „Wir gehören sicherlich nicht zu den Topfavoritinnen, haben aber den Heimvorteil, den wir nutzen wollen“, sagt Van Iersel.

So zurückhaltend braucht die 27-jährige Abwehrspielerin gar nicht sein, denn Meppelink/Van Iersel haben in dieser Saison schon eindrucksvoll bewiesen, dass die internationale Konkurrenz mit ihnen rechnen sollte. Beim Open in Luzern und beim Grand Slam in Moskau holten sie Silber, beim Major in Stavanger Bronze. Den Grand Slam in St. Petersburg (USA) haben sie ausgelassen, um sich intensiv auf die WM im eigenen Land vorzubereiten.

Jeden Tag Beach-Volleyball im Fernsehen

„Das Interesse ist riesig,  jeden Tag werden im TV mindestens anderthalb Stunden live zu sehen sein. Das WM-Komitee hat viel investiert, um das Turnier im ganzen Land zu bewerben“, sagt Marleen Van Iersel. Genau wie das Nationalduo Alexander Brouwer und Robert Meeuwsen sind Meppelink/Van Iersel als Werbeträger sehr gefragt. Schon in der Saisonpause waren sie viel unterwegs, um auf die WM aufmerksam zu machen.

Dabei haben beide Teams die beste Werbung schon auf dem Spielfeld abgeliefert: Meppelink/Van Iersel gewannen 2014 in ihrer ersten gemeinsamen Saison den EM-Titel, Brouwer/Meeuwsen wurden ein Jahr zuvor als erstes niederländisches Team überhaupt in Polen Weltmeister. Anfang Juni legten sie mit der Goldmedaille beim Major in Porec nach. Seit dem vergangenen Jahr macht noch ein drittes niederländisches Duo von sich Reden: Beach-Urgestein Reinder Nummerdor, 38, und Christiaan Varenhorst, 25, gewannen am vergangenen Wochenende in St. Petersburg Silber. Seit sie sich zusammengetan haben, standen sie bei erst acht gemeinsamen Turnieren vier Mal auf dem Podest.


Die neue holländische Kraft


"In den Niederlanden tut sich einiges rund um den Beach-Volleyball. Vor ein paar Jahren hat sich der Verband das Ziel gesetzt, in dem Sport zu wachsen", sagt Imornefe "Morph" Bowes.  Der 38-jährige gebürtige Glasgower ist seit 2012 Head Coach der niederländischen Beach-Volleyballerinnen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo jedes Team sich selbst organisiert, trainieren seit 2009 alle vom Verband geförderten holländischen Teams in Den Haag in einem Trainingszentrum zusammen. „Bei uns arbeiten die Trainer eng zusammen und profitieren gegenseitig von ihrem Know-how . Für uns Teams ist das enorm wichtig, auch wenn dadurch natürlich auch Konkurrentinnen stark gemacht werden", sagt Meppelink.

Momentan braucht sie über zu viel Konkurrenz aber keine Gedanken zu machen, im Gegenteil: Seit ihrem Zusammenschluss 2014 sind Meppelink/Van Iersel mit großem Abstand das beste Damenduo, das Holland zu bieten hat. "Das ist aber eher ein Nachteil für uns. Als wir noch zwei Top-Teams hatten (Meppelink/Van Gestel, Keizer/Van Iersel/ Anm. d. Redaktion) haben wir immer gemeinsam trainiert und uns gegenseitig gepusht. Jetzt mit dem großen Abstand zu den anderen Teams ist es schwieriger", sagt Meppelink. Deshalb  trainieren sie vermehrt mit den deutschen Duos. So wie in der Vorbereitung auf diese Saison, als sie Ludwig/Walkenhorst, Borger/Büthe und Holtwick/Semmler ins Beach-Academy-Camp in die Türkei begleiteten.


Zu wenig weibliche Konkurrenz


Auch die nationale Serie ist für Meppelink/Van Iersel nicht so interessant, deshalb spielten sie in dieser Saison unter anderem auf der smart beach tour in Münster mit. "Das Niveau bei unserer Tour ist einfach zu niedrig. Für die jungen Spielerinnen ist das gut, da können sie Erfahrungen sammeln. Für uns ist das schade, aber vielleicht kann ja die WM etwas bewirken", sagt Meppelink. Neun Duos aus den Niederlanden treten dort an, neben den bereits genannten sind das:  van Dorsten/van de Velde, Keemink/Vismans S. , Spijkers/Oude Elferink und bei den Frauen: Van der Vlist/van Gestel, Stiekema/Remmers , Braakman/Sinnema.

Erstmals in der Geschichte der Sportart wird das Turnier an vier verschiedenen Orten ausgetragen. "Ich denke, für die Spieler ist es nicht ideal, vier Städte zu haben, aber ich glaube für den Sport selbst, speziell in Holland, ist es ein super Konzept. So erfahren viel mehr Menschen von de Beach-Volleyball WM und können das erleben", sagt Van Iersel. Madelein Meppelink sieht das mit den Entfernungen nicht so kritisch: "Wenn wir zum Beispiel in Moskau spielen, dann stecken wir auch gerne mal eine Stunde im Verkehr fest. Die Spieler denken vielleicht, es ist kompliziert, aber außer Appeldorn sind alle Städte in weniger als einer Stunde erreichbar." Für die beiden Athletinnen ist es ohnehin egal. Sie dürfen die ganze Zeit in Den Haag bleiben.

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