Ein Wiedersehen mit Teee Williams

Monster-Block

 

 

 

Dynamisch, athletisch, exotisch...

 

Tonya Slacanin-Williams, aber alle kennen sie unter Teee Williams, brachte auf der deutschen Tour nicht nur Farbe ins Spiel: Als einzige dunkelhäutige Spielerin unter den blassen Deutschen fiel sie optisch ohnehin auf. Mit ihren Rasterzöpfen und ihrer Lebensfreude bekam die Tour automatisch einen exotischen Anstrich. Außergewöhnlich war jedoch insbesondere ihre Dynamik und Athletik, die ihr eine gefürchtete Sprungkraft und Schlaghärte verliehen. Und dann dieser Block! Ihre "Krakenarme" waren überall!

 

 

 

 

 

Von 2000 bis 2004 prägte Teee mit Ines Pianka den deutschen Beach-Volleyball entscheidend mit. 2003 holten sich Pianka/Williams den Titel des Deutschen Meisters. "Es gibt viele schöne Erinnerungen an diese Zeit, aber der Titel war ganz besonders, weil wir zuvor immer knapp davor waren, 2001 Dritter, 2002 Zweiter und dann war es endlich geschafft!"

Teee und Ines endlich ganz oben

 

 

"Magic hat mich erkannt!"

 

Vor diesem Erfolg auf deutschem Sand war Teee eine herausragende Hallen-Volleyball-Spielerin. Ihr schönster Erfolg war die Olympiade 1992 aus zwei sehr nachvollziehbaren Gründen: "Wir haben Bronze gewonnen! Und Magic hat mich erkannt." Der Baskeball-Spieler Magic Johnson war damals Tees Idol. "Ich hatte ihn schon viel früher vor der Olympiade kennen gelernt, und als wir dann da waren, habe ich ihn angesprochen und gefragt, ob er sich an mich erinnerte, und er meinte 'Natürlich!' Das war ein Traum! Medaille geholt, Magic hat mich erkannt – diese Olympiade werde ich nie vergessen!"

 

 

Teee mit ihrer Family

 

Daheim in L.A.

 

Los Angeles ist Teees Heimat, aber inzwischen ist sie auch im deutschen Unna zuhause. "Das war nicht geplant", sagt Teee. Doch die Liebe macht alles möglich: 1994 kam die Kalifornierin nach Deutschland und spielte beim USC Münster. Da lernte sie ihren jetzigen Ehemann kennen: den Kroaten Drazen Slacanin, ebenfalls ein bekanntes Gesicht auf der deutschen Tour. Doch sie verfolgte zunächst ihre Volleyball-Karriere weiter, spielte in Italien und war mit der US-Nationalmannschaft bei der Olympiade 1996 dabei. 1998 hatte Teee einen Bandscheibenvorfall und musste operiert werden. Die erzwungene Pause vom Sport nutzten Teee und Drazen, um in L.A. zu heiraten. Ein Jahr später kam Sohn Fabijan auf die Welt und der Umzug nach Deutschland stand an. "Drazen hat mich überredet, für nur zwei Jahre nach Deutschland zu ziehen, damit er seine Ausbildung zu Ende machen konnte", sagt Teee. Und so ist Teee immer noch hier. "Wir arbeiten aber gerade daran, ob wir bleiben oder wieder zurück gehen."

 

 

Mama Teee mit ihrem jüngsten Küken Leilani

 

Mutter, Hausfrau, Trainerin

 

Nach der Beach-Karriere bekam Teee noch zwei Kinder. 2005 wurde Tyreese geboren, 2008 Leilani. So hat der Sport nicht mehr allzu viel Platz in ihrem Leben: "Ich bin Mutter, Hausfrau und Trainerin seit drei Jahren in der 2. Bundesliga beim TuS Iserlohn." Ob sie wieder in die Beach-Szene einsteigt? "Quatsch!", sagt Teee entrüstet, "das ist Zeitverschwendung, man verdient nichts mehr." Die Senioren-Meisterschaft im Hallen-Volleyball werden sie und ihr Ehemann mitnehmen und ab und zu mit Freunden "beachen". Und ansonsten freut sich Teee zu sehen, wie ihre Kinder groß werden und sich in drei Sprachen zurecht finden: "Zu Hause sprechen wir mehr Englisch, in der Schule lernen sie Deutsch, mit Drazen und seinen Eltern sprechen die Kinder Kroatisch. Mit mir sprechen sie ein Mischmasch aus Englisch/Deutsch, mit Drazen Kroatisch/Deutsch." Etwas Kroatisch hat Teee auch gelernt: "Ich kann die wichtigsten Sachen wie 'ja sam gladna – ich habe Hunger' oder 'mama je doma – Mama ist zu Hause', und das finde ich auch cool."

Teee und Ines lassen sich in Timmendorfer Strand feiern

 

Einige der vielen Erfolge von Teee:

 

2004 USC Münster Deutscher Meister und Pokalsieger

2003 Deutscher Meister Beachvolleyball

1995 World Grand Prix 1. Platz

1995 Pan American Games 2.Platz

1992 FIVB Super Four 3.Platz

1992 Olympische Spiele Barcelona Bronze

 

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